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centes. octogesimo VIIo. more solito Metensis dyoc. ipso die Scholastice virginis.

Orig. zu Karlsruhe, das Siegel bis zur Unkenntlichkeit zerdrückt.

1 Ruine Wartenberg zwischen Kaiserslautern und Winnweiler. 2 jezt der Wörschweiler Hof bei Zweibrücken. 3 vielleicht Erlenbach nördlich von KaisersLautern. 4 eines von den Altheim bei Neuhornbach.

51) Pfalzgraf Ruprecht II. erlaubt dem Ruprecht von Berbach, seine Frau auf Limbach zu bewidmen. 20. Juli 1393.

Wir Rupreht der elter 2c. bekennen 2c. als Ruprecht von Boxspach 1 Elsen siner elichen husfrauwen, Welthen von Tille 2 dochter bewidemit hat uff 20 guldin gelts, die Nicolaus von Vorspach, desselben Ruprehts vater, von uns zu Lympach 3 zu manlehen hat, darczu han wir gegeben und geben mit craft dieses briefes unsern willen und verhenkenisse vor uns und unser erben, ir lipzucht dar an zu haben, mit behelteniß unser manschaft und lehenschaft daran, und als ferre daz auch ist mit willen Niclaus von Borspach obgenant. Urkunde dieses briefes 2c., der geben ist an sondag vor s. Marien Magdalenen dag anno dom, Mo. ccco. lxxxxiij°.

Pfälz. Cop. B. Nr. 8 f. 103 zu Karlsruhe, gleichzeitig.

1 Wahrscheinlich Ober-Berbach im Kant. Waldmoor, baier. Pfalz. 2 Dill bei Kirchberg im Hunsrücken. Limbach bei Niederberbach.

Man wird wol den Gulden nach der pfälzischen Währung von 1386 zu Pr. 5. 374 kr. anseßen dürfen (Bd. 2, 403), wonach das Witthum in unserm Gelde 112 fl. 25 kr. betrug, also sehr mäßig war. S. B. 10, 279.

52) Der Prior Heinrich von Lirheim dankt ab und bittet den Abt von S. Georgen, das Amt seinem Schwestersohne zu übertragen. 17. Febr. 1407.

Dem erwürdigen geistlichen vatter in gotte, mime lieben herren, mime herren hern Johannes apput des closters zů Sancte Georgen in dem Swarczen walde embiethen ich Heinrich üwer underteniger pryel und cüster des closters zu Lürheim, sant Benedictus ordens in Meczer bistom min andehtiges gebet und was ich mich güttes vermag gegen unserme lieben herren gotte. Alz uwer geistliche vetterlicheit wol mag indenkig sin, wie ich vor zitten zu Strazburg mit uwern gnaden und früntschaft rette von mins vorgeschriben ambahtes wegen, wie ich krankes libes were, es zü gübernyrende und zů regyrende, und ůwer geistlicheit ich bat, gesche es, daz unser herre got uber mich gebüthe, daz uwer vetterlicheit sich demüthigen wölte umbe gottes willen

Beitschrift. XIV,

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und umbe minen willen, daz selbe ambaht wölte günnen, ligen und seczen minre swester süne her Heinriche: erwürdiger vatter und gnediger lieber herre, do wißent, daz ich in der ziit krank an libe bin und nit alz wol wandeln noch mich geüben mag, die vorgeschriben pryelye und custerige zu regyrende, alz ich gerne dette, und darumbe so resig= nyren ich Heinrich pryel und custer vorgenant mit disem gegenwertigen briefe in uwere vetterliche heinde und gewald die selbe vorgeschribne pryorie und cüfterige, uf daz das uwer geistlicheit daz selbe ambaht vorbasser besorge und es ligent und seczent, als uwer gnade daz maht und gewald het zü tünde. Her uber so bitten ich uwer vetterlicheit und früntschaft dürch gottes willen, umbe minen willen und sünderlichen umbe des egenanten closters zu Lürheim besser nüczes willen, daz ir die vorgenante pryorie und cüsterige seczen und ligen wellent dem vorgenanten hern Heinriche, minre swester süne und in üwere gnaden briefe in dar uf confirmyren wellent; wand ich sprechen bij minre selen selenheyl, daz der selbe her Heinrich noch sime state erberkeit und geistlicheit wol dar zu füget und würdig ist, daz selbe ambaht zü dragende. Ouch were es, daz er nit minre swester sün were, nochdanne so gedörfte ich es sprechen bij der glübeden, die ich dem orden geton habe, daz der vorgenante her Heinrich güt nüczlich und würdig ist, daz egenant ambaht zů dragende ane alle geverde. Zu urkünde und geczugniße aller dyrre vorgeschribner dinge so han ich Heinrich pryel und cüster vorgenant min ingesiegel an disen brief geheinket, und zû merrem geczügnisse so han ich gebetten die erbe ...... herren, zu wißende her Nicclos Pister den dechan und her Johannes Selczer den seinger des stiftes der kyrchen sancte Stephans zů Sarburg, das sie ire ingesiegele bij daz mine an diesen brief geheinket hant mich zu besagende dirre vorgeschribener dinge. Und wir zů wißende, ich Nicclos Pister dechan und ich Johannes Selczer der seinger des stiftes der kyrchen sancte Stephans zů Sarburg durch bette willen des vorgenanten erbern geistlichen mannes her Heinriches pryels und custers des vorgenanten closters zu Lürheim so hant wir unsere ingesiegele bij daz sine an disen brief geheinket in zu besagende dirre vorgeschribner dinge, der geben wart uf den nehsten dünrestag noch s. Valentinus dage des heilgen bischoves und martyrs des jares, do man zalte von gottes gebürthe in Meczer bistom virzehen hündert jar und sex jar.

Orig. zu Karlsruhe. Die drei Siegel abgegangen. Nach der folgenden Urkunde hieß der vorgeschlagene Nachfolger im Priorat Heinrich von Wiesentau,

den der Abt von St. Georgen auch bestätigte, wogegen aber das Kloster Lixheim remonstrirte, weil sein Wahlrecht dadurch umgangen war.

53) Das Kloster zu Lirheim bittet den Abt von St. Georgen im Schwarzwald, den gewälten Prior zu bestätigen. 8. März 1407.

Dem erwurdigen in gotte vatter und herren, hern Johanse appet zu Sant Jörgen in dem Swarczwalde, wir dise nochgeschriben Jocob Probest, Johans Schaller, Otteman, Heinrich und Claus gebrüder von Wisenówe, Lauwelin, Peter und Friderich, alle conventebrüder zů Luckesheim, enbietent wir unser gehorsam und waz wir gûtes in gotte vermügent, mit ganczer demütikeit. Lieber vatter und herre, also unser prior, der nuwelingen gestorben ist, dem got gnode, do er in gottes gewalt lag, ich Claus von Wisendöwe zů uwern gnoden reit von mins brüder hern Heinriches wegen zu erwerbende dem selben myme brüder daz prior ambaht, und sich uwer gnode dozů kerte und mime bruder daz prior ambaht saczetent und ir ime dez uwer confirmacinne gobent; und also balde ich bin heim komen mit derselbin confirmacinne, so sint wir vorgeschriben brüder alle züsamen geseßen und hand uns daruff bedaht und hand ouch andere wiser lite rat darumbe gehabet, daz die confirmacinne nit wol geston mohte, wand keine walunge do beschehen waz, also daz von sollichen ambahten meren oder grössern by uns noch in andern clöstern nit gewonheit und von alter harkomen ist; und umbe solliche ungewonheit und umbe dez willen, daz unser closter by sinen rehten und gewonheiten blibe, also ez von alter har und andere clöster komen sint, so hat min brüder die confirmacinne ubergebin, umbe nucz und notdurft dez closters, und sint wir alle einhelkliche zu einander berüffet worden in cappittels wise in unser cappitel-hus, also gewonlich und reht ist, dez mitwuche vor dem sündage Letare, und hand ouch mit güter wol betrahtunge, mit gutem willen und vernünfte bedaht und angesehen unsers closters nucz und notdurft, und noch dem also nů zû ziten unser closter gelegen ist, so hand wir einhelkliche, one niemans widerrede mit glichem herczen und sinen erwelet den ersamen bescheiden man hern Johans Schaller, unsern conventebrüder, zu eime prior und cúster und zů unserme besorger, und hand daz geton umbe nucz und notdurft unsers closters, also one alle symonie noch andere sache, want daz wir wol erkennent, daz er unserme closter so mit sinen herren, so mit sinen fründen und so mit yme selbez, also die låntlöffe nů zu mole by uns sint, nüczer und besser ist und baz versorgen und gehanthaben mag in geistlichen und weltlichen sachen, dane ieman anders. bittent wir uwer

gnode gnedigliche, daz ir ansehen wellent unsers closters ere, nucz und frome, und daz wir ouch nit gerne uz der gewonheit gont, die von alter har an uns komen ist, und andere clöster unsers glichez hand, und den vorgeschriben hern Johans Schaller confirmieren und bestetigen wellent zu eime prior und cúster, also vorgeschriben stat, und eime versorger unsers closters, als wir daz uwern gnoden alle und unser iegelicher besunder wol getruwent, und in in uwern schirm und gnode entphohen wellent, want wir wol wissent und erkennent, daz dise walunge uwern gnoden wol gefallen sulle, und daz uch nit liep were, daz wir anders geton hettent, danne also reht und von alter harkomen ist, und sullent alzit zu uns gebieten also zů uwern undertenigen. Zů urkunde hand wir unsers conventes ingesigel an disen brief gehenket, der geben wart des zinstages nehst noch dem sündage Letare in dem jor, do man zalete von Cristus gebürte vierzehenhundert und füben jor.

Orig. zu Karlsruhe. Von dem Siegel in blaßgelbem Wachs nur ein kleines Bruchstück übrig. S. Bd. 6, 427. Da in dieser Urkunde der Meyer Styl nicht genannt ist wie in der vorigen, so gehört sie in das Jahr 1407, nicht 1408, und schließt sich unmittelbar der vorigen an.

54) Theilungsvertrag mehrerer Edelleute über eine Baarschaft des Nikolaus von Gersbach. 21. Febr. 1412.

Ich Johan Huberiß von Odenbach 1, Heinrich von Gersbach 2, Hans von Húntingen 3, Hanß Feßeler von Zabern und Hanß von Manbürnbekennent uns offenlichen mit diesem briefe, das also her Arnolt von Sirk 5, Heinrich Beiger von Boparten, beliß 6 unsers gnedigen heren von Lotringen in Dütschlant, Johan Wiße von Jerbeville und Simůnt Möchenheimer von Zweinbrucken uns die vor= genanten zû dieser zijt gütlich und fruntlich mit einander vereiniget hant, das wir soliche barschaft, als uns der hochgeborne fürste her Karle herczoge zû Lotringen und marggrefe umb unser ernstlicher und flißiger betten willen gegunnet hat ane zû gryffen, die unser fetter und sweher Niclaus von Gersbach hatte zü Gemünde und die er uns entferren und verfüren wolte, hette sich unser vorgenanter gnediger here nit dar inne gnediglich gegen uns bewist. da ist zû wißende, das die vorgenanten her Arnolt, Heinrich, Johan und Simunt zwischen uns gededinget hant, das wir die vorgenante barschaft fruntlich und gütlich gedeilet hant, doch in solicher maßen und mit fürworten, das wanne unser fetter und sweher Niclaus von Gerßbach von dieser welte verscheiden ist, das diese deilünge, die wir jeßünt gedan habent,

wir partigen vorgenant da inne keinen furstant unser ie eines wider das ander haben sullen anders, dan war zû wir alle oder ieclichez be= fünder, als es dann geborn ist unde recht haben, des sol es genießen ane alle geferde. Und dez zû cime gewaren urkünde hant wir die vorgenanten Johan Hubenriß, Heinrich Gerßbach, Hanß von Huntingen, Hanß Feßeler unde Hanß von Manbürn unser ingesigel unden an diesen brief gehangen uns alle zû ubersagen aller vorgeschriben sachen, der geben ist uff fritag vor halpfasten in dem jare, dai man zalte noch gottes gebürte vyerzehen hündert und eilf jar in Mezer bistům.

Orig. zu Karlsruhe mit 4 kleinen runden Siegeln in dunkelbraunem Wachs: 1) Wappen mit einem Schrägbalken von der Linken zur Rechten, worauf 3 viereckige Steine. Helmzierde Ochsenhörner. Umschrift; S. iohan . hvbenris. von . odenb 2) ist ganz undeutlich ausgedrückt. 3) halb zerbrochen. Einfacher Adler, Umschrift: S. . . . HVNTINGEN. 4) fehlt. 5) einfacher Adler, Umschrift unlesbar.

1 Am Bache Glan in Rheinbaiern bei Meissenheim. Dieß Geschlecht war pfälzischer Vasall und führte im silbernen Schild einen rothen Schrägbalken mit goldenem Gitter belegt. Auch bei Freyberg reg. boic. 8, 40 ist eine Urkunde über dieses Geschlecht von 1345 verzeichnet. 2 westlich von Pirmasens. ting im Kanton Sierk. 4 Monbronn südwestlich von Bitsch. 5 an der Mosel. 6 bailly, Amtmann. 7 Gerbeviller im Bezirk Lüneville. 8 Saargemünd.

3 Hun

55) Schenk Konrat von Erbach und Thomas Knebel versichern, daß sie keine falschen Nachrichten über den Lothringer Krieg verbreitet haben. 10. Fe= bruar 1413.

Jch Schencke Conrat, herre zu Erpach, und ich Thamen Knebel ritter, schultheiß zu Oppenheim, thun kunt menglichem mit diesem brieve: als der hochgeb. furste und herre, her Ott pfalczgrave by Nine... unserm herren von Lutthringen zu dinste geritten was uff den sontag vor sant Michels tag nehstvergangen (24. Sept. 1412) gegen dem herczugen von Bare, und wir zwene vorgenant zu grave Adolfen von Nassauwe und grave Emichen von Lyningen und mit ine zu dem marggraven von Baden off demselben riede komen sollen sin von geheiße und empfelhenisse wegen unsers herren herczug Otten vorgenant, und ine von sinen wegen gesaget sollen haben, wie demselben unserm herren herczug Otten bottschaft komen were, das die vyende ́gein uns zugen mit zwein und zweinczig hundert glenen und mit vier und zweinczig hundert gewapenter gebure: da bekennen wir, daz uns unser herre herczug Ott vorgenant das nit geheissen noch empfolhen hat ine zu sagen oder an sie zu werben, und haben auch das wedder an den vorgenanten marggraven, an grave Emichen, an grave Adolfen

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