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Die Vornamen Robert und Ruprecht sind, obwohl einerlei Name, unserer Gewöhnung zu Liebe getrennt, indem es gleich fremdartig berührt haben würde, einen Pfalzgrafen Ruprecht als Robert wie den Rostocker Schneider Robert als Ruprecht zu finden. Reimbern und Reimar dagegen sind zusammengeflossen, und Reinhart und Reinwart, Richard und Rikwart scheinen nur nach dem Dialekte unterschieden zu sein.

Manche Personen werden neben ihren Vor- oder Familiennamen und zuweilen neben beiden noch nach gewissen, meist körperlichen Eigenschaften wie kahl, kurz, lang, schielend bezeichnet: es sind bei diesen Eigenschafts wörtern die Namen, mit denen man sie findet, zusammengetragen.

Nicht mit Namen genannte, sondern nur nach ihrem Amte gekennzeichnete Personen, sind, soweit es möglich war, dem Personenregister dennoch einverleibt worden, dann aber die Belegstellen eingeklammert. Von den in Mandaten oder Ladungen angeführten Geistlichen sind allenfalls, überflüssiger und vielleicht sogar verkehrter Weise die oberen Prälaten eingetragen. Oft genug lassen uns aber unsere Kenntnisse in Stich, so dass wir nicht wissen, wer grade das betreffende Amt bekleidete, und demnach solche Anführungen auf bestimmte Personen nicht beziehen können. Hier tritt das Standesregister ein, das auch sonst das Personenregister ergänzt und das für die Städte neben dem Ortsregister zu Rathe zu ziehen sich empfehlen wird. Der betreffende Stoff ist in Bd. XI und XII theils im Personenregister (vgl. z. B. Meklenburg, Rostock, Wismar), theils im Sachregister (vgl. z. B. Bisthum, Herzog, Stadtschreiber), in Bd. IV aber zumeist im Personenregister (vgl. z. B. auch Vögte, Kardinale) untergebracht. In der Anlage habe ich mich nach den entsprechenden Registern zu den Hanserecessen gerichtet, aber am Schlusse leichterer Orientirung halber eine alphabetische Übersicht beigegeben. Für Rostock und Wismar habe ich die Einwohner nicht zusammengestellt es hätte ebensowohl für Parchim unterbleiben können - weil ich den Nutzen einer solchen Liste nicht einzusehen vermag. Wenn nicht ein grosser Theil des Personenregisters wiederholt werden sollte, so musste das Standesregister als eine nach andern Gesichtspunkten geordnete Übersicht zu jenem gehalten werden. Die hinter den Namen stehenden Stellen sollen das erste und letzte vorliegende Zeugnis anzeigen. Die fürstliche Herkunft solcher Prälaten, die dem Urkundenbuche nur in ihrem geistlichen Amte bekannt sind, hat für das Standesregister keine Berücksichtigung gefunden, so dass z. B. der Erzbischof Ludwig von Mainz nicht als Markgraf von Meissen verzeichnet ist. Ich habe die alleinige Verantwortung für dies Register zu tragen.

Gleichfalls ist das Wort- und Sachregister von mir allein. Wenn es für das Personen- und das Standesregister nur sehr selten zur Frage stehn konnte, ob etwas aufzunehmen sei oder nicht, so war hier auf Schritt und Tritt darauf zu antworten. Ich habe mich dabei von dem Grundsatze leiten lassen, den offenbar auch Römer gehabt hat, möglichst alles Sachliche, und das Wesentliche und Eigenthümliche vollständig zu geben, während ich es nicht für schlimm halten würde, wenn beispielsweise unter Abpfänden eine Stelle fehlen sollte. Des Sprachlichen hätte ich gerne noch mehr gesammelt, wenn es nicht meine Kräfte überstiegen hätte. Leider hatte ich das Mittelniederdeutsche Wörterbuch nicht so ständig zur Hand, um immer nachsehen zu können, wo etwa weitere Belege erwünscht oder wo solche überflüssig waren. Für das Lateinische konnte ich nur eine alte Ausgabe des Ducange (Frankfurt 1710) und Diefenbachs glossarium latino-germanicum mediae et infimae aetatis, erst während der Korrektur auch sein Novum glossarium benutzen. In der Sache Zusammengehöriges habe ich mich bestrebt dadurch bequemer nutzbar zu machen, dass ich es in grösseren Artikeln zusammenfasste wie z. B. Datirung, Pertinenzien, Siegel, ohne mich für verpflichtet zu halten das überall zu thun. Die Anordnung musste sich jeweils dem vorhandenen Stoffe anschliessen und dabei möglichst durchsichtig gemacht werden. Dass einzelne Artikel mehr durchgearbeitet sind, als andere, wird wol ebenso wenig ein Vorwurf sein, als dass ich gelegentlich behufs Erklärung oder Ergänzung ein nicht dem meklenburgischen Urkundenbuche entnommenes Citat eingefügt habe. Allgemein bekannte lateinische Vocabeln, die nur der Sache wegen in Betracht kommen, sind unter dem deutschen Worte zu finden (z. B. anguilla unter Aal) und ebenso niederdeutsche Wörter, die sich nach den Regeln der Lautverschiebung ohne weiteres in gebräuchliche hochdeutsche gleicher Bedeutung umsetzen lassen, in hochdeutscher Form (z. B. pant unter Pfand). In den lateinischen Wörtern ist aber durchaus die mittelalterliche Schreibweise beibehalten, also z. B. pena, nicht poena, emulus nicht aemulus, doch ist in den Stichwörtern in Fällen wie advocatia t für das meist überlieferte e gesetzt. Gh ist wie blosses g behandelt, ä, ö und ü sind auch hier wie a, o und u und nicht wie ae, oc, ue eingereiht, i und j, u und v sind jetzigem Gebrauche nach getrennt. Die Umsetzung von u und v, die ich für Texte schon als das Erkennen und Zurechtstellen von Lesefehlern erschwerend für bedenklich halte, wird für die Citate des Registers keiner Rechtfertigung bedürfen, da dies durchaus der Erklärung zu dienen und darnach Stellung zu nehmen hat, während im Texte der Befund so rein wie möglich erscheinen soll. Verweisungen und Erklärungen Römers konnten, da die Register zusammen gebraucht werden, als auch für das meinige geltend angenommen werden. Die Formen, von denen verwiesen wird, brauchen nicht immer belegt zu sein.

V

9996,

Für alle Register gilt die Bemerkung, dass doppelt aufgenommene Urkunden wie 8346 8698, 8695 10091 8793 und die Rahmenurkunde zu 8321 9701 nur Einmal im richtigen Texte und an rechter Stelle ausgezogen, und dass die Anmerkungen nur soweit berücksichtigt sind, als sie Neues erbringen, wie auch im Personenregister die Namen von Päpsten und Kaisern, falls sie allein der Datirung dienen, keine Aufnahme gefunden haben. Da das zwei- und dreimalige Niederschreiben Gelegenheit zu Lese- und Schreibfehlern bieten musste, so werden trotz redlichstem Bemühen sich deren eingeschlichen haben, wenn ich mich auch der Hoffnung hingeben darf, dass sie nicht allzu häufig sein werden. Vielleicht am öftesten wird ein Citat um eine Einheit vorwärts oder rückwärts be. richtigt werden müssen, ein Fehler, an dem ebenso sehr wie das Beharren der Sinne die über dem Texte an den oberen Rand gesetzten Nummern der Urkunden die Schuld tragen, indem sie nur zu leicht missleiten. Denn wenn ich z. B. den auf S. 550 von Bd. XVI gegebenen Schluss der Urk. 10038 auszuziehen habe und mich der hinzuschreibenden Zahl vergewissern will, so wird das Auge nach oben sehen und eine Zahl erfassen, die falsch ist. Ich muss bekennen, dass ich erst sehr spät und zwar während der Korrektur auf das merkwürdige System jener Nummern aufmerksam geworden bin.")

Das Personenregister ist im Sommer des J. 1894, das Wort- und Sachregister im Sommer darauf abgeschlossen. Daher war später Erschienenes nur mit grosser Beschränkung dafür nutzbar zu machen.

Wismar, December 1897.

Dr. F. Techen.

Da von Fehlern die Rede ist, so will ich hier meine in die Berichtigungen zu Bd. XVI aufgenommene Konjektur zu N. 9917 S. 442 widerrufen. Es liesse sich ja -posseremur in zwei Wörter trennen: posse remur und am Sinne wäre nichts auszusetzen, aber ich muss doch die Unform posseremur statt possemus für glaublicher halten, als dass man das Wort reri benutzt habe. Wie ich zu dem in der Konjektur begangenen Schnitzer gekommen bin, begreife ich nicht.

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Angklem s. Anklam.

Anglia s. England.

Anhalt, Grfsch., XIV, 8257 A u. B.

Ankershagen, A. Neustadt u. Stavenhagen, Pfarrdf., 1 W Penzlin, XIII, 7982. XV, 9340.

Anklam, Vor-Pommern, Ancglim, Anklem, Angklem, Anklym, Anklim, Tanglim, Tangghlim, Tanglym, Tanklem, Tanklym, XIII, 7489. 7988 (S. 527). XIV, 8540. 8816. XV, 8935. 8936 A. 8937 (Siegel). 8938. 8992. XV, 8936 B u. n. 9127. 9153. 9202. 9214. 9275 (Siegel). 9398. XVI, 9574(4). 9748. 10076n. 1.

Anklem u. Anklim, s. Anklam.

S. Antoine, Dauphiné, bei Romans an der Isère, monasterium S. Antonii, Viennensis diocesis, XIII, 7721. 7722. 7723. 7724.

Apcensis dioc. 1. Aptensis d.

Apt, Bisth. Frankreich, Aptensis dioc., XIV, 8426, 12. Aque, Wallfahrtsort, s. Aachen.

Aranaes s. Arnäs.

Arboga, Schweden, Westmanland, Arbuga, Arbogen, Arbughen, XV, 9330*. 9426 A u. B.

Arendshagen, A. Güstrow, Ksp. Serrahn, NO Krakow, Arnoldeshagen, XIII, 8022.

Arenssee, A. Bukow, Ksp. Brunshaupten, 11 NW Kröpelin, Arneßee, XV, 9104.

Arezzo, Stadt in Italien, Toscana, Bisthum, XVI, 9841. Årnaes, Schweden, Kindahaerad, Bisth. Skara, West-Gotland, Aranaes, XVI, 9593n.

Arneburg, Gebiet in der Altmark, Arneborgh, XV, 9294. Arnemuiden, Holland, Arremůde, XVI, 9992. 9993. Arneßee s. Arenssee.

Arnoldeshagen s. Arendshagen.

Arnsberghe u. Arnßberghe, s. Ahrensberg.

Arosen, Arosia, s. Westerås und Aarhuus.

Arnswalde, Neumark, XV, 8921.

Arremúde s. Arnemuiden.

Artlenburg, Hzgth. Lauenburg über der Elbe, Erteneborch,

XIII, 7642. XV, 9184.

Arusia s. Aarhuus.

Nörre - Asbo härad, Schweden, Schonen, XIII, 8164.
Aslo s. Christiania.

Assindensis civitas s. Essen.

Astede, Oldenburg bei Varel, Estede, XV, 9141.

Åsunda härad, Bezirk in Upsala-Län, Schweden, XVI, 10013. Augsburg, Bisth., Augustensis dioc., XIV, 8373. Augustensis diocese s. Augsburg.

Augzin, A. Lübz, Ksp. Techentin, 1 W Goldberg, (Hoghen-) Eutzyn, jetzt Vimfow, XIII, 7583. 7875. Siden Owtzin, XVI, 9579 B und n.

Auinio s. Avignon.

Auslos. Christiania.

Avignon, Diocese, dioc. Avinionensis, XIII, 7962. Avignon, Frankreich, Venaissin, Auinio, XIII, 7720*. 7721n*. 7722*. 7723*. 7724*. 7885. 7897*. 7951*. 7962. 7965 (1, 9, 11, 12). 7988 (S. 527). 8065*. 8078*. 8101*. 8155*. 8159 (S. 699). 8159*. XIV, 8183. 8348. 8360. 8363*. 8386. 8426 (6*, 8*, 9*, 10*, 12*). 8451*. 8458*. 8574*. 8575*. 8597. 8634*. 8635*. 8636*. 8730*. XV, 8872*

8954*. 8974*. 9031*. 9134*. 9143*. 9245*. 9252n*. 9280*. 9312*. 9313*. 9404*. XVI, 9439*. 9440*. 9441*. 9442*. 9445*. 9446*. 9447*. 9450*. 9455*. 9461*. 9463*. 9503*. 9504*. 9508*. 9512*. 9526*. 9527*. 9568*. 9616*. 9832*. 9864 (6. 7)*. 10104*.

Avignon, Kirche St. Peter, 9512, 9792.

Avignon, Kirche St. Agricoli, 9864(7).

Axvall (Axevall), Schloss in Schweden, West-Gotland, Skaraborgslän, Axaewald, Absauald, XV, 9426 A. XVI, 9593. Baard, Baart, s. Barth.

Babace s. Babst. Babbyn s. Bobbin.

Bäbelin, A. Neukloster, Fil. von Neukloster, 14 S Neu-Bukow, Bobelyn, XV, 9104.

Bäbeliner See, A. Neukloster, XV, 9104.

Bäbelitz, A. Gnoien, Ksp. Behren - Lübchin, N Gnoien, Bobelitz, XVI, 10015.

Babst, A. Neukloster, Ksp. Gr.-Tessin, 1 N Warin, Babace, XV, 9104.

Badendiek, A. Güstrow, Pfarrdf., Bodendike, XIV, 8428. Baderesche, Baderesken, s. Badresch.

Badow, A. Wittenburg, Ksp. Döbbersen, XIV, 8252.

Badresch, A. Stargard, Pfarrdf., N Woldegk, Baderesche, Baderesken, XIII, 7409 u. n.

Baerkarna s. Barkarö.

Bagnorea, Italien, bei Viterbo, Balneoregium, XVI, 9792*. u. n.
Bahus u. Bahusen s. Bohus.
Bayern, Beiern, XVI, 9994.

Ballwitz, A. Stargard, Pfarrdf., SW Stargard, Beluitz,
XVI, 10038.

Balneoregensis diocesis s. Bagnorea.
Bamberg, Bisth., XVI, 9946.

Bamoth, Bomath, Feld bei Gr.-Upahl, XIV, 8321. XVI, 9673.
Bandecke, Fluss b. Barth, XIII, 7468.

Bandekow, A. Schwerin, Ksp. Lübtheen, 14 SW Hagenow, XV, 9187.

Bandelstorf, A. Ribnitz, Ksp. Petschow, 14 SO Rostock,
Bandemerstorp, Bandenstorff, Bandemestorp, XIII, 8003.
XIV, 8745. XV, 9380. 9402 B. XVI, 9555. 9598.
9839 B n. 10039.

Bandemerstorp s. Bandelstorf.
Bandenstorff s. Bandelstorf.

Bandessyn s. Banzin.

Bansekowe s. Banzkow.

Bantecowe u. Bantekowe s. Bantow.

Bantmestorp s. Dammerstorf.

Bantow, A. Bukow, Ksp. Alt-Bukow, SW Neubukow, Bantecowe, Bantekowe, XIII, 7430. 7431. 7432. 7659. 7736. XIV, 8427. XVI, 9543.

Banzin, Pommern, W Köslin, Bandesfyn, XIII, 7996. Banzkow, A. Schwerin, Fil. von Plate, 1 SO Schwerin, Bansekowe, XIII, 7988 (S. 530).

Barcelona, Barchinonensis (verdruckt: Barthmon.) ecclesia,
XIII, 8159 (S. 700).

Barchinonensis ecclesia s. Barcelona.
Bard s. Barth.

Bardewik, Frstth. Lüneburg, XIII, 7965 (5 u. 7). XVI, 9697.
Bargteheide, Holstein, SW Oldesloe, Berchteheyl, XV, 9109.
Barkarö (Kungsharkaraby), Schweden, Åkerbo härad, West-
manland, Berkarna, Baerkarna, XV, 9426A u. B.
Barkow, A. Lübz, Pfarrdf., & W Plau, Barckow, XVI, 10093n.
Barlin, A. Dargun, Ksp. Bruderstorf, 14 SO Gnoien, Brellyn,
Bralin, XIV, 8294. 8442.
Barnecowe s. Barnekow.

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