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gibt man zü Schage vor dem vorgenannten Zolle, It. vnd i ß vnd i lb. Das gipt man von hofftett Zinsen in der statt ze prugge | It. Hec Ratio facta fuit in Rinuelden Anno domini M. CCC. LXXXI 1) proximo sabatho Ante palmarum. |

Bl. 11 a. Hec sunt bona que obligata fuerunt Comiti Eberhardo de quibus debeat singulis annis recipere Marc. CCLXX minus vna, Tomanus | de Röschenried Mar. L., It. Item de liberis hominibus de Switz | Mar. LX, It. de valle Hasle 2) Mar. XL, It. De Curia froburg | Marc. xiii, It. De Curia de Kiburg Mar. xv, It. De Arrt | Mar. xxii, Item De Stüra Sempach iuxta Ciuitatem Mar. xii De Willisau Mar. xxv, It. Item in officio de Lentzburg Mar. | xxxii. |

It. Summa obligatorum reddituum in officio Sculteti de Arow | CXXV et in sale Mod. xvií quart. vnum. |

Summa obligatorum in officio de Baden Redditus Mar. xxii | et porc. xxv qui valent lb. xii sol v, It. Summa non obligatorum | Redditus Mar. xxiiii. |

Summa de Mure obligatorum reddituum Mar. xi. |

Summa de Bremgarten obligatorum reddituum Mar. xiii lb. ii et non obligatorum Mar. i sol. v. |

Summa obligatorum vff dem eygen et in Turge Redditus Marc. |

Liii sol xv, Scopose xv et Gersowe |

4) Ist ein Versehen des Schreibers, für 1281. 2) Sollte wohl Agrei (Aegeri) heiffen.

B.

Schloß, Capelle und Caplanei St. Andreas;

ein historischer Versuch.

(Von Bonifaz Staub, Professor.)

Wenn man von der Stadt Zug aus nordwestwärts die nach dem Argau und Lucern führende Straße verfolgt, gelangt man in Zeit von einer Stunde zu einem Weiler, im Städtli" genannt, wozu vorzugsweise das Schloß St. Andreas mit der Capelle gleichen Namens und dem Pfrundhause des Caplans gehört. Auf einem mäßig erhöhten Vorsprunge des Seegeftades, nahe am Ausfluffe der Lorze gelegen, bietet besonders das Schloß eine reizende Fernsicht. Wer bei heiterer Witterung von der Rondel des Thurmes aus Rundschau anstellt, fühlt sich auf das angenehmste überrascht. Gegen Aufgang und Mittag die spiegelnde Fläche des Zugersee's, ringsum begränzt von üppigen Waldungen und fruchtbaren Gefilden, zwischen welchen anmuthig gelegene Ortschaften, wie z. B. Zug mit seinen Landhäusern und Kirchen, das entferntere Art, und anderseits das nachbarliche Buochenas hervorleuchten. Ueber dieses hinaus ruht das Auge auf dem herrlichen Gemälde der theatralisch emporragenden Berge, deren jeder in seinem eigentlichen Schmucke dasteht; der Zugerberg mit seinen wohlbestellten Aeckern zwischen den dunkeln Waldpartien, gekrönt mit ergiebigen Alpentriften, der Roßberg mit seiner Wildspige, im Hintergrunde die beschneite Windgelle, vor sich, wie dem See entstiegen, der Rigi mit seinem weither besuchten Culm; rechts von ihm in blauer Ferne die Jungfrau im weißen Kleide, umgeben von eisbepanzerten Riesen des schweizerischen Urgebirgs. Nach Westen und Norden sich wendend, entdeckt der erstaunte Beobachter über die Reuß hinaus eine Kette bekannter Ortschaften

von des Pilatus kahlen Felsengipfeln an, dem argauischen Bergrücken entlang, bis zum nördlichen Uetli und Albis; zwischen diefem und dem Standpunkte die gesegneten Hügel und Ebenen eines ununterbrochenen Obstgartens von der romantischen Felsenburg bei Baar bis zur ehrwürdigen Pfarrkirche von Kam, und wieder Aehnliches weit über diese Gränzen hinaus.

Doch wenn der Freund der schönen Natur so gerne in diesem Mittelpunkte einer so großartigen Allansicht verweilt, so führt der Freund der vaterländischen Geschichte sich ebenso gerne hier auch das Bild vergangener Jahrhunderte in's Gedächtniß zurück. Auf klassischem Boden stehend, sieht er ringsum Orte, deren Bewohner einst segnend oder störend in die Schicksale des Gesammtvaterlandes, ja auch der theuren engern Heimath_eingriffen, Orte, die theils nur geringe Spuren ihrer einstigen Bedeutsamkeit aufweisen, theils aber, durch besseres Geschick, sich stetsfort neu aus ihren Trümmern erhoben. — Um bei dieser Betrachtung nicht länger uns aufzuhalten, steigen wir hinab von der Thurmwarte des Schloffses St. Andreas, und entfalten wir die Pergamenbriefe, die uns über feine früheren Schicksale Aufschluß geben können. Wohl schwerlich wird sich einer darunter finden, der uns über den ersten Ursprung dieses allerdings früh bewohnten Ortes, genügende Kunde brächte. Eine alte Tradition, und die Vermuthung einiger Historiker, 1) rücken die Entstehung eines Städtchens an diesem Orte bis in die Zeit der Römer hinauf. — Ohne über den Werth oder Unwerth solcher Muthmaßungen entscheiden zu wollen, möchte ich nur, in möglicher Kürze dasjenige anführen, was ich aus meist authentischen Quellen Zuverlässiges hierüber entnehmen konnte. An die Geschichte des Schloffes reiht sich ungezwungen die der dabeistehenden Capelle und an diese die der dortigen Caplaneipfründe. Die beiden lezteren Punkte darf ich um so weniger unberührt lassen, als es im Zwecke unsers Vereines liegt, die kirchlichen Verhältnisse vergangener Jahrhunderte, besonders im Bisthum Constanz, wo

1) Vergl. Dr. Franz Karl Stadlin; Topographie des Kantons Zug, (II. 68-82 und 246–258,) wo Manches unrichtig oder unvollständig. Nach Zurlauben (Monum. Tug. helv. tom. VIII.) wurde beim Wegbrechen des Gemäuers der Burg im Städtli eine Münze mit dem Bildniße des Kaisers Vespasian, auf ihrer Kehrseite die Göttin Concordia, gefunden.

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Ueber den ersten Ursprung des Schloßes St. Andreas schweigen die ältesten eidgenössischen Chroniken. Die mir bisher bekannt gewordenen urkundlichen Berichte hierüber reichen bis in das dreizehnte Jahrhundert zurück. Seit Anfang desselben, und vielleicht noch früher, hatten die Edlen von Hünoberg, 1) nebst ihrem Stammschlosse gleichen Namens sehr viele Ritterburgen, Güter und Gerichtsherrlichkeiten — in einem weiten Umkreise theils eigenthümlich, theils lehenweise besessen. Bei ihrem ersten Hervortreten aus dem Dunkel des Mittelalters erscheint ein Zweig dieses Geschlechtes als Lehenträger im Besize von St. Andreas. Peter von Hünoberg, 2) der urkundlich vom J. 1239-81 bekannt ist, hatte nebst einer Tochter 3) zwei Söhne, Gottfrid und Hartmann. Der lettere faß auf der Stammburg Hünoberg, Gottfrid aber zu St. Andreas bei Kam. Hier war es, wo dieser laut Urk. v. 29. Herbstm. 12824) einen Kauf des Johanniterhauses Hohenrain zu Dietwil genehmigte. 5) Seine Schwester war ver

1) Ueber dieses Haus f. Stadlin (I. 45—143), Schweizer. Geschichtsorscher (III. 1—11 mit 6 genealogischen Tabellen.) Die Schweiz in ihren Nitterburgen 2c. (I. Bd. zu Hünoberg Beil. A.) führt ebenfalls eine Genealogie der Edlen von Hünoberg auf, wo aber, im Widerspruche mit andern Angaben, die Schwester Hartmanns und Gottfrids Gemahlin eines Walters v. Rynach (statt v. Hallwyl) genannt wird.

2) Sein Vater war Walter, miles de Huneberc, der u. a. 1240 zu Kam vor der Kirche einen Tausch zwischen Engelberg und Cappel bestätiget. (Archiv Engelberg; abgedr. Schw. Mus. III. 76.)

3) Ihr Name konnte nicht gefunden werden. Sie war die Gemahlin Walters v Hallwyl, Mutter Johanns, der lange österr. Landvogt und Marschalk war, und Pfandschaft auf dem Amte Zug hatte. (Stadlin; I. 54. Note 41. vergl. Dest. Urbar zu Vilmeringen.)

4) Staatsarchiv Lucern.

5) Nach einem Briefe (Geschichtsfrd. I. 378) kauft er 1293 die Herrschaft Merenschwand vom gräflichen Hause Homberg, und verkauft dagegen an

mählt mit Walter von Hallwyl. 1) Durch sie scheint ein Rodel von 1285 an das Haus Hallwyl gekommen zu sein, der sich noch auf diesem Schloße befindet. 2) Laut diesem Rodel trugen die Edlen von Hünoberg um die Mitte des dreizehnten Jahrhunderts Lehen von verschiedenen benachbarten Grafen und Freien, darunter von den Freiherren v. Wolhusen „S. Andres und die Vogtei“ daselbst, Rumeltiken, den Hof zu Niederkam und Deiniken. — Der genannte Gottfrid v. Hünoberg hatte3) drei Söhne, Peter, Gottfrid und Hartmann, welche laut einem Instrumente 4) vom I. 1309 zu „sant Andrese in der Bongarten "ihres Vaters seligen Leute und Gut theilen. Dem Herrn Hartmann wurde unter Anderm zu Theil „der Hof ze Sant Andrese" (wovon jedoch ein Theil seinem Bruder Gottfrid zukam), ferners: „der mert ze sant Andrese" und die Vischenz 5) halbi ze sant Andrese." Gottfrid, als Antheilhaber an dem Hofe zu St. Andreas genannt, scheint in der Folge alle Rechte über diese Herrschaft an sich gebracht zu haben. Einer seiner Söhne, ebenfalls Ritter Gottfrið genannt, erscheint in mehrern Urkunden vom J. 1339-87.6) Unter ihm fängt es in der Geschichte unsers Schloßes an heller zu werden. In dem J. 1348 sehen wir ihn als Stifter der dortigen Capla

Cappel Güter zu Bar und Blickenstorf. (Archiv Cappel im Staatsarchive Zürich. I. 125.) Auch erscheint Gottfrid 1287, 26 April in einem Schiedspruch mit dem Kloster Frauenthal. (Geschichtsfrd. III. 143.)

4) Vergl. Note 3 oben. Laut Urk. v. 1342 ward Ritter Hans v. Hallwyl von Herzog Albrecht ermächtiget, den Pfandsah, den er auf dem Amt Zug hatte, als Heimsteur seiner Tochter Margareta, Herrn Gottfrids Müllner von Zürich Gemahlin, zu übertragen. (Brief H. v. Mülinen an Dr. Stadlin 1822.)

2) Stadlin II. 54; Note 41.

3) mit Catharina v. Heidegg.

4) abgedr. in:" die Schweiz in ihren Ritterburgen xc. I. Bd. Beil. B. Diefelben Brüder: Peter, Gottfrid und Hartmann v. Hünoberg erscheinen in einer Urkunde v. 1309, den Hof zu Waltrat betreffend, deran das Kl. Frauenthal verkauft wurde. (Archiv Frauenthal.) Dagegen fehlt Hartmann in den oben citirten genealogischen Tabellen (Note 2.) 5) Die Fischenz, die in die Vorburg St. Andreas gehört, gibt jährlich 800 Balchen und 1000 Nöteln. (Manuscr. bei H. Wikart in Zug.)

6) S. die genealogische Tabelle IV. im schweiz. Geschichtsfr. III. Bð. wo ein Irrthum, die Jahreszahl betreffend, sich eingeschlichen hat. (1346 statt 1348.)

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