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Vorbemerkung.

Wenn der Geschichtsfreund" aus den fünf alten Orten der Eidgenossenschaft Allen, die sich um die ältere Geschichte derselben interessiren, auch in diesem Jahre wiederum einen freundlichen Gruß entbieten darf, und im Stande ist, seinen Nachbarn und Freunden mit den Abhandlungen, Urkunden, artistischen Beilagen 2. dieses fünften Bandes eine neue Gabe zu spenden, vielleicht zu Gefallen und Nußen geeignet, so fühlt er sich sofort zu der Erklärung verpflichtet, daß er solches, nebst der rühmlichen Thätigkeit einzelner, ordentlicher und correspondirender Mitglieder, ganz besonders der anerkennenden und unterstüßenden Theilnahme von Seite der hohen Regierungen und Gotteshäuser in den V Orten, vorab den wiederholt gewordenen nahmhaften Beiträgen einer h. Regierung Lucerns zu verdanken habe. Dieses freundliche Entgegennehmen seiner bescheidenen Leistungen darf dem Geschichtsfreunde auch als Mahnung und Aufmunterung gelten, auf dem durch die

Vereinsstatuten vorgezeichneten Pfade muthig fortzuwandern.

Uebrigens ist es für ihn eine höchst angenehme Pflicht, allen verehrlichen mitwirkenden Kräften hiemit öffentlichen Dank zu bringen.

Auch die Vereinsbibliothek hat dieses Jahr theils durch werthvolle Schankungen und Ankäufe, theils durch Schriftenumtausch mit sachverwandten Gesellschaften bedeutend gewonnen, durch Erwerbung von Kunstblättern und Anticaglien eine besondere Zierde erhalten. Ein Verzeichniß der daherigen Sammlungen wird der leitende Ausschuß, wenn anders die Umstände es gestatten, in einer der nächsten Lieferungen gerne veröffentlichen, um davon zunächst den Vereinsgliedern eine Ueberschau zu bieten, und dadurch bei ihren speciellen Arbeiten eine ihnen vielleicht unentbehrliche Quelle zu eröffnen. Einstweilen darf nicht unerwähnt bleiben, daß durch gütige Vermittlung Sr. Excellenz des K. preußischen Gesandten bei der schweizer. Eidgenossenschaft, Herrn geheimen Legationsraths von Sydow, die in jüngster Zeit erschienenen, und in geschichtlicher Beziehung höchst interessanten und werthvollen Monuments de l'Histoire de Neuchatel (2 Bde. in fol.), schankungsweise hinzugekommen. find.

Nebst der Forschung mittelst schriftlicher Denkmale, richtet der „Geschichtsfreund," wie vorliegender Band beweisen will, fein Augenmerk auch auf jene Gegenstände, welche den längst dahingeschwundenen Geschlechtern angehörten, und

die schon Jahrhunderte hindurch Schutt und Erde deckt. Er ist entschlossen, möglichst dafür zu sorgen, daß beim Auffinden und Sammeln solcher Ueberreste die nöthige Vorsicht und Sachkenntniß angewendet werde, damit, was doch zum Verständnisse des eigenthümlichen Thuns und Treibens unserer Vorfahren in geistiger, sittlicher, industrieller Beziehung, im häuslichen und öffentlichen Leben, oft so wohlthätig als belehrend beiträgt, nicht gänzlicher Zerstörung anheimfalle.

Dazu aber, so wie zu den übrigen Zweigen seiner Forschungen bedarf der „Geschichtsfreund" einer bereitwilligen Unterstüßung, so sehr, daß er abermal an die Vereinsglieder, dann an seine übrigen Freunde im In- und Auslande, das dringende, jedenfalls aber freundliche Aufgebot ergehen läßt, ihm zur Erreichung seines wissenschaftlichen Vorhabens an die Hand zu gehen. Ein solches Bemühen darf weder ein müßiges noch undankbares genannt werden. Der Geschichtsfreund" aus den fünf Orten läßt sich bei seinen Forschungen von dem Grundsage leiten: „Es sei ,,etwas pflichtgemäßes, ehrenhaftes und verdienstliches, jeder„zeit sich treu erfinden zu lassen im Dienste der Wahrheit und „des Rechts, treu in der Liebe zu seinem Geburtslande, und ,,unerschütterlich im Vertrauen auf die Macht der göttlichen „Vorsehung, deren unverkennbare Spuren der Geschichte „desselben überall aufgeprägt sind."

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Mit dem hierseitigen Vereine traten auf's Neue in historisch - wissenschaftliche Verbindung:

q. die Kaif. archäologisch- numismatische Gesellschaft zu St. Petersburg;

r. der historische Verein für Schwaben und Neuburg; s. der Verein für Kunst und Alterthum in Ulm und Oberschwaben;

t. die deutsche Gesellschaft zu Erforschung vaterländischer Sprache und Alterthümer in Leipzig.

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