Imágenes de páginas
PDF
EPUB

Liv-, Esth- und Curländisches
Urkunden b u ch

nebst

Regesten.

Herausgegeben

von

?

Dr. Friedrich Georg von Bunge,
Kaiserl, Russ. Wirklichem Staatsrathe u. Ritter des St. Annen- u. des St. Stanislaus-Ordens zweiter Classe, Oberbeamten
der zweiten (für das Gesetzgebungswerk angeordneten) Abtheilung der Eigenen Canzlei Sr. Majestät des Kaisers, Ehren-
mitgliede der Kaiserlichen öffentlichen Bibliothek zu St. Petersburg, ordentlichem Mitgliede der Curländischen Gesellschaft
für Litteratur und Kunst in Mitau, der Gesellschaft für Geschichte und Alterthumskunde der Ostseeprovinzen in Riga, der
gelehrten Esthnischen Gesellschaft in Dorpat, der Esthländischen litterärischen Gesellschaft in Reval, der Gesellschaft für
Nordische Alterthümer in Kopenhagen, des' Thüringisch - Sächsischen Vereins für vaterländische Alterthümer in Halle,
Mitglied des Gelehrtenausschusses des Germanischen Museums in Nürnberg, correspondirendem Mitgliede der Schleswig-
Holstein - Lauenburgischen Gesellschaft für vaterländische Geschichte in Kiel und des Vereins für

Lübeckische Geschichte in Lübeck.

[blocks in formation]

PUBLIC LIBRARY

110111
ASTOR, LENOX AND
TILDEN FOUNDATIONS
R

L

1024

Der Druck wird unter der Bedingung gestaltet, dass nach Beendigung desselbeu der Abgetheilten Censur in Dorpat die vorschriftmässige Anzahl Exemplare zugestellt werde.

Dorpat, den II. März 1859. (Nr. 25.)

Abgetheilter Censor de la Croix. (L. S.)

[ocr errors][merged small]
[ocr errors]

Wie bereits in der Vorrede zum dritten Bande dieses Urkundenbuches angekündigt worden, ist mit dem Plane desselben im vierten Bande, besonders vom funfzehnten Jahrhundert ab, eine wesentliche Veränderung vorgenommen worden, und zwar in doppelter Beziehung.

Erstens stellte sich, bei dem von Jahr zu Jahr sich immer mehr anhäufenden Material, die Nothwendigkeit heraus, das minder Wichtige auszuscheiden, um das Werk nicht über die Gebühr anschwellen zu lassen. Aus diesem Grunde sind besonders die nur das Verhältniss des Ordens in Preussen zu Litthauen und Polen betreffenden Urkunden, die in dem Index corp. hist.-dipl. Livoniae aufgeführt sind, als für die Landesgeschichte Livlands ohne Belang, meist ganz weggeblieben, und nur,, wo Personalnotizen es wünschenswerth erscheinen liessen, solche in den Regesten kurz angegeben. Noch bedeutender sind, `der Zahl nach, die ausgefallenen Stücke des Revaler Rathsarchivs, welche Privatangelegenheiten (Empfehlungsschreiben, Vollmachten, Nächstenzeugnisse u. dgl.) betreffen. Endlich sind auch die bereits in die „Esthund Livländische Brieflade“ aufgenommenen Privaturkunden, mit wenigen Ausnahmen, im Urkundenbuche fortgelassen, und nur in den Regesten – der Personalnotizen wegen - in aller Kürze berücksichtigt. So sind weit über hundert Urkunden und andere Archivstücke unbeachtet gelassen, und dennoch umfassen die 606 Urkunden und 703 Regesten, welche dieser vierte Band liefert, nur den kurzen Zeitraum von zwanzig Jahren : 1394-1413.' Das hier Gegebene ist übrigens --- mit nur sehr geringen Ausnahmen — bisher noch nicht gedruckt, und enthält besonders wichtiges Material zur Geschichte des Handels, vor Allem mit Nowgorod, über welchen in vielen Beziehungen neues Licht verbreitet wird.

Eine noch grössere Veränderung haben zweitens vom Jahre 1400 an die Regesten erfahren, indem diese nicht mehr eine fast vollständige Uebersetzung des Kerns der Urkunden enthalten, sondern nur eine kurze Inhaltsanzeige liefern. Auch diese Veränderung wird durch die Rücksicht auf Raumersparniss ohne Zweifel als gerechtfertigt erscheinen, hoffentlieh auch bei denjenigen, welche nicht Geschichtsforscher von Fach und mit der Sprache des Mittelalters weniger vertraut sind. Hauptsächlich für diese ist, zum Ersatz für die entmissten ausführlichen Regesten und zum leichtern Verständniss der in der Ursprache abgedruckten Urkunden und Briefschaften, statt des bisher am Schlusse eines jeden Bandes gegebenen kurzen Wortregisters, ein ausführliches erläuterndes Wortregister diesem Bande beigefügt worden, über welches hier noch einige Worte gesagt werden müssen.

Dass der Herausgeber durch diese Aenderung im ursprünglichen Plane des Urkundenbuches sich die Arbeit nicht erleichtert hat, wird jedem der Sache Kundigen einleuchten. Während er bei der Anfertigung der ausführlichen Regesten über die sprachlichen Schwierigkeiten, welche so manches Archivstück bot, oft leicht hinweggehen konnte, ohne der Sache zu schaden, kam es bei der Zusammenstellung des erläuternden Wortregisters gerade darauf an, diese Schwierigkeiten durch Aufhellung der Dunkelheiten zu beseitigen. Die Mühe und Zeit, welche diese Aufgabe dem Herausgeber, der nicht Sprachforscher von Fach ist, gekostet, hat die der Ausarbeitung der Regesten weit überwogen, zumal es aus vielen Gründen zweck

« AnteriorContinuar »