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und 1 Placken Bäume. Die vermessenen Stücke waren in 13 Parzellen, die kleinsten Stücke der Weinberge 1, der Aecker ↓ Morgen, daher werden die Placken bei jenen unter einem Viertel, bei den Wiesen und Bäumen unter einem halben Morgen anzuschlagen seyn, daher das ganze Gut etwa 7 Morgen betragen haben. Das. fol. 18.

Güter und Huben in der baierischen Pfalz.

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Folgende Angaben find Auszüge aus dem Güterbuch des ehemaligen Frauenklofters S. Lambrecht bei Neustadt a. d. H. in der Bibliothek zu Heidelberg Nr. 389, 19 a., welches im 13. und 14. Jahrh. geschrieben ist. Ueber die Verleihung der Güter kommen zwei Bestimmungen vor, das Folgende war nur auf zwei Personen in der Art verliehen: ,Dis vorgeschriben gut ist geluhen Ulrich Lecheler und eime sime erben, den er benemmet, und nach der zweier døde vellet es wider an die frauwen.“ Bei einer andern Verleihung von 1314 (f. 62) wurde der Erbpacht für ein Majorat bis zum Erlöschen der Familie erklärt in der Weise: hec bona post mortem predicti Wernheri Serrich senior filius ejus possidebit et illius filii senioris senior filius, et sic in infinitum, ita ut semper maneant indivisa aput unum.

Lingenfeld. Das Gut hatte in den beiden Feldern der Gemarfung 159 Morgen in vielen Stücken zerstreut von 1⁄2 bis zu 7 Morgen ohne Wohnung und Wiesen. fol. 6.

Schifferstadt. Das Klostergut bestand in Haus und Hof (domo cum curia), in den beiden Feldern 96 Morgen Aecker, und 26 Mannesmat Wiesen, zusammen 122 Morgen, und außerdem noch 10 besondere Morgen Aecker. Es waren ebenfalls viele Stücke von 1 bis zu 9 Morgen. fol. 9.

Deidesheim. Zu dem Klosterhof gehörten in beiden Feldern 641 Morgen und 30 Morgen Haiden. f. 31.

Ruppersberg. Von dem adeligen Wernher von Ruppersberg erwarb das Kloster ein Gut, das in beiden Feldern 38 Morgen hatte, darunter ein Stück von 9 Morgen. fol. 57.

Kerzenheim, 1303. Ein Bauerngut daselbst hatte in dem einen Felde 25 Morgen (jugera) Aecker, im andern 184 M. und 127 M. Wiesen nebst einem kleinen Stücke (particula), zusammen 561⁄2 M. an 25 Stücken, deren größtes 5 M., das kleinste z M. betrug. Nemling 1. 1. p. 242. Der Erbpacht war 18 Malter Korn.

Gönheim. Hier hatte das Kloster eine Hube, fie bestand in einem Hofe (curia, in qua est residens Heinricus, der Pächter), in dem einen Felde 144 Morgen, in dem andern 162 M., zusammen in runder Summe 31 M., worunter 1 Wiese und 18,,Gemaden." Der Hüb

ner entrichtete an,,Hupgelt" das eine Jahr, wo das kleinere Feld mit Winterfrucht angebaut war, 19 Malter Korn, im andern Jahr von dem größeren Felde 20 Malter. f. 64. An einer andern Stelle fol. 98. werden die Malter des Hubgeldes modii genannt und das ganze Gut ein integer mansus cum curia.

Da mansus mit Hube in diesem Buche gleichbedeutend ist, so find die Einträge, wo quarta pars mansi vorkommt, als Viertelshuben anzusehen, mithin als Complere von 7 bis 8 Morgen. Die größeren Hofgüter waren Verbindungen von 2, 3 und 4 Mansen.

Güter im Elsaß.

Hofgüter des ehemaligen Klosters Königsbrück bei Selz. Alle hier verzeichneten elsäßischen Güter lagen in den 3 Feldern der Dörfer zerstreut.

Hof zu Illkirch. Hatte früher Haus und Hofraite, beide giengen ab und wurden ein Garten. Im Jahr 1500 hatte das Gut noch 64 Aecker und 11 Tagen Matten, und war um 7 Viertel Korn und 7 Viertel Gerst verliehen. Königsbrücker Güterbuch Nr. 2. p. 139.

Fechenheim, ausgegangenes Dorf oder Weiler bei Roppenheim oder Kaufenheim. Der Hof daselbst hatte im Jahr 1490 Haus, Hof, Schener und Zugehör, 117 Stück Aecker, 31 Aecker, 3 Gebreidt, 18 Mannsmad Wiesen, sollte aber umfassen 1641⁄2 Aecker. Daselbst S. 140.

Gut zu Gießenheim bei Röschwoog, hatte 114 Stück Aecker, 3 Gärten, 14 Mannsmaten. Wurde 1501 auf 6 Jahre verliehen um 15 Viertel Korn, 1 Vtl. Waizen, 16 Vtl. Haber. Das. S. 142. Ein zweites Gut daselbst hatte 85 Stück Aecker, 61 Stück Matten, war auf 6 Jahre verpachtet um 6 Vtl. Korn, 6 Vtl. Haber. Ein drittes Gut alldort hatte 60 Stück Aecker, wurde 1503 auf 6 Jahre verpachtet um 6 Vtl. Korn, 2 Vtl. Waizen, 8 Vtl. Haber.

Gut zu Roppenheim. Es hatte 40 Jeuch Acker, wurde 1495 auf 10 Jahre verliehen an zwei „lehener“, die 6 Vtl. Korn und 6 Vtl. Haber gaben. Das. S. 143.

Hofgüter des ehemaligen Klosters Schwarzach bei Rastatt.

Zu Dossenheim im Kanton Truchtersheim. Das Gut hatte 7411⁄2 Aecker und 1 Matte, sämmtlich in kleinen Stücken, die in Hälften und Viertel und in Drittel und Sechstel eines Morgens getheilt waren. Der Hofmann zahlte 20 Vtl. Waizen und 20 Vtl. Roggen. Von 1340. Schwarzacher Salbuch Nr. 4. fol. 36.

Zu Tränheim im Kanton Wasselnheim. 1441. Das Gut hatte

851⁄2 Aecker, an Wiesen 2 Aecker, 2 Viernzale, 2 Schläge, 2.Blege und 1 kleinen Krautgarten. Zusammen gegen 90 Morgen. Das. Bl. 39.

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Kügelsheim, jezt Küttolsheim, im Kanton Truchtersheim. 1450. Ein Gut mit Hof, Haus, Trotte, Scheuer, Ställen, Garten und Zugehör, 15 Acker Reben 93 Acker Feld. Also ein Rebhof von 24 Morgen. Das. Bl. 48.

Hüttendorf, westlich von Hagenau, alt Hittendorf. 1464. Das Gut daselbst hatte 95 Aecker in 28 Stücken von

Das. Bl. 80.

bis 12 Morgen.

Mommenheim (alt Mümenheim) bei Schwindraßheim. Das Schwarzacher Hofgut daselbst ertrug 100 Viertel Gültfrucht im Jahr 1428. Es gehörten dazu 2 Huben im Walde von Mommenheim, 3 Mannsmatten, wovon eine Wiese 14 Acker groß war, 8 Aecker und

Frechte Weingärten und in der ganzen Gemarkung 863 Aecker und eine halbe Frechte. Zusammen ohne die Huben gegen 99 Morgen. Das. f. 82.

Pfarrgüter. Dossenheim, Pfarrgut, hat 172 Aecker, in 25 Stücken, darunter viele von Morgen und das größte 14 Morgen. Das. Bl. 62.

Offenheim, im Kanton Truchtersheim. Pfarrgut. 1335. Dieses Pfarrgut lag in dem Banne des jezt ausgegangenen Dorfes Berolzheim, welches der Ackerbeschreibung nach zwischen Offenheim und Quazenheim stand und mit Offenheim oder wahrscheinlicher mit Stüßheim vereinigt wurde. Das Widemgut hatte 634 Aecker in 30 Stücken, die kleinsten von †, die zwei größten von 5 Morgen. Nach einer späteren Aufnahme waren noch 31 Aecker dabei. Das. Bl. 79.

Schwindraßheim zwischen Brumat und Hochfelden. Pfarrgut 1390. Das Pfarrgut dieser großen Gemeinde war aus verschiedenen Grundstücken und Maßen zusammen gesegt, nämlich aus 1091⁄2 Aeckern Feld, 124 Frechten Feld, 1 Stück Weidenbäumen, groß 14 Aecker, 5 Stücken Feld, wovon 4 einen und einen halben Acker machten, 2 Anwendern und 2 Blegelin ohne Maßangabe, und 24 Aeckern Reben. Die Wiesen bestanden in 84 Mannsmatten und 16 Schlägen, nebst 1 Garten, Frönehof genannt. Die Grundstücke lagen in allen Fluren zerstreut in 131 Parzellen von 4 Acker (vierzale, vierdegezal) bis zu 9 Aeckern. Das. Bl. 88. Zusammen über 130 Morgen.

Ittlenheim am Kochersberg, bei Küttolsheim. 1361. Das Widemgut oder Pfarrgut hatte 36% Aecker und 2 Matten ohne Maß

angabe. Es waren lauter kleine Stücke von † bis 3 Morgen. Das. BI. 57.

Huben. Oberhausbergen bei Straßburg, eine Hube, „die drissig fornackere het und haben sol", wurde 1270 umb 38 Mark Silbers, Straßburger Gewichtes, verkauft. Es waren 22 Stücke in allen Fluren, das größte 3 Aecker, die kleinsten 3 Acker, deren Spezifikation zusammen 30% Aecker betrug. Dazu gehörte auch ein „ungebuwen“, d. i. unbewohnter Hof. Das. fol. 197. Die Hube war frei von Bet, Zins und Dienstleistungen.

Rebgüter. Orschweier (ehemals Olswilre) oberhalb Schlettstadt. Ein Rebgut daselbst bestand aus 4 agris viniferis, d. i. 4 Weingärten, worunter ein Garten war, estimatus pro dimidio agro, et est vinifer, ferner 1 Acker Feld und 1 Garten, zusammen 5 Morgen und 1 Garten, den man auch zu Morgen anschlagen kann. Der Compler ist so angegeben: iidem agri et bona apud solam semper personam remaneant indivisi. 1324. Cop. Buch des Straßburger Münsters for. 138.

Nothhalden im Kanton Barr. 1343. Curia, domus et area cum ædificiis et juribus suis ac unum frustum viniferum retro easdem, und 11⁄2 1 agri viniferi. Erblehenzins 1 tb a Straßburger Währung. Das. fol. 135.

Dinsheim (früher Dingesheim, Tüngesheim) bei Mugig. 1330. Curia cum domo, area et aliis ejus edificiis et attinentiis, nebst 23 agri viniferi Das. fol. 135 a. Verkaufpreis 15 tb a Straßb., Gült 30 ß. Also nach einem Zinsfuß von 10 Prozent.

Die alten Feldmaße im Elsaß machen durch ihre Unbestimmtheit die genaue Angabe der Größe schwierig. Die eigentliche Benennung eines Feldstückes von bestimmter Größe war Acker; im Lateinischen konnte man die Bauart mit diesem Namen deutlich bezeichnen durch die Beiwörter frugifer, vinifer und prativus, die man zu dem Wort ager fügte, im Teutschen gieng das aber nicht, man brauchte daher das Wort Stück, welches man mit jeder Bauart verbinden konnte. Da für Stück zuweilen Jeuch vorkommt, so wird man den Acker für einen Morgen rechnen können, wie es auch zuweilen in der Ortenau geschah. Seine Abtheilung in Drittel (nämlich Zweiteil=23, ein halb Zweiteil = 1/3) und Viertel war wie anderwärts. Unbestimmt ist ferner das Ackermaß der Schläge (flege), welches auf dem linken Rheinufer bis Bingen hinab geht, da ich in einem Güterbuch von Planig (Bleynche) bei Kreuznach des 15. Jahrh. 2 und 4 flege eingetragen fand. Bei Wiefen ist Schlag so viel wie Mad oder Schwaden (in älterer Sprache gemade), bei Aeckern aber kann es demnach nur einen Raum bedeuten, der mit einem Schnitt der Sichel gemacht wird, was man zu Oetigheim bei Raftatt im Jahr 1475 einen Sichling hieß. Man kann die Breite des Schlages und Sichlings wohl angeben,

bei der verschiedenen Länge der Grundstücke aber nicht sagen, wie viele Schläge oder Sichlinge auf einen Viertelsmorgen giengen.

Eigenthümlich find im Unterelsaß bis Mainz hinab die Aecker, welche man Frechten (frehten, fem.) nannte, vom Lateinischen fracta, die bereits im J. 743 zu Weitbruch im Kanton Hagenau (in marca Uuiccobrocho) erwähnt werden, und zwar 30 fractæ (Zeuss trad. Wizenburg. p. 11). Da sie in Hälften getheilt wurden, so scheinen sie der Bruchtheil (fracta) eines Flächenmaßes zu seyn; ich folgte daher dem Oberlin, der durch Berechnung gefunden, daß die Frechte im Elsaß 11/3 Morgen oder zwei Zweiteln gleich war. In der Gegend von Mainz wurden die Frechten fretæ genannt; es kommen im J. 1124 ganze und halbe vor (una freta, dimidia freta) und in Verbindung 3 bis 8 Frechten; die nach mansus und curvales aufgeführt sind. Joannis script. Mogunt. 2, 464.

Die Bauart betreffend ist beizufügen, daß die agri frugiferi auch agri campestres genannt werden, besonders im Wormsgau, was man zuweilen mit veltackere überseßt hat, und die agri viniferi waren theils ganze Weinberge, theils Ackerzeilen; jene Bedeutung ist vorzuziehen, wenn fie agri vineæ øder vineti genannt werden, was auch im Elsaß schon im 12. Jahrh. vorkommt. Würdtwein nov. subsid. 10, 36. 39. 109. 113. 153. Diese Benennungen passen freilich mehr auf Weingärten in der Ebene, als auf Weinberge, nach der alten Bauregel: terrena villis, saxosa castellis, aperta culturis. Sidon. Apoll. epist. 4, 21.

Die oben bezeichneten Hofgüter laffen sich als Verbindungen mehrerer Mansen erkennen, denn sie waren nach ihrem Flächenmaße aus 2, 21⁄2, 3 und mehreren Mansen zusammen gefeßt. Die Rebgüter scheinen nur Theile des Mansus gewesen zu seyn, von 5 bis zu 11⁄2 und 1/12 eines Mansus herab, wofür jedoch mehr Beispiele wünschenswerth sind. Das gefeßliche Flächenmaß der Hube zu 30 Jeuch war nach obigem Belege im 13. Jahrh. noch bekannt, daher man auch die andern Güter darnach bemessen darf. Bei den Pfarrgütern zeigt sich die Vorschrift der Capitularien ziemlich erhalten, indem fie für kleine Gemeinden 11⁄2 Mansus, für größere, die aus zwei Orten vereinigt wurden, 2 Mansus, in den größten 3 bis 4 Mansus betrugen. Wenn Kirchen Herrengüter zum Geschenk bekamen, deren Flächenmaß größer als das gewöhnliche war, so ist ihr größeres Kirchengut aus diesen einzelnen Fällen zu beurtheilen und nicht unter jene allgemeine Regel zu stellen. So bekam das Stift Neuhausen bei Worms von König Ludwig dem Oftfranken im J. 869 Huben geschenkt, deren jede 60 Morgen umfaßte, die also Herrengüter von doppeltem Maße waren, die der König von Hörigen bearbeiten Ließ, daher fie Huben genannt wurden. Schannat hist. Worm. 2, 9. Güter außerhalb der Pfarrei gehörten im geschichtlichen Sinne nicht zur Fundation derselben, weil fundus bei den Römern das Dorf oder Landgut bezeichnete, also nur diejenigen Güter, die in diesem fundus lagen, Fundationsgüter der Pfarrei heißen konnten. Augustini epist. 222, 3. Sidon. Apoll. epist. 2,9. Marcellini prec. apud Sirmond opp. 1, 143. Darum nannte man auch die Dorfkirche basilica fundi (Augustini epist. 139, 2), wo unter basilica einfach das Haus Gottes zu verstehen ist. S. Bd. 3, 10. In unsern früheften Urkunden ist das Wort basilica für Dorfkirche (als Synonym von dominicum und zugiazòr) aus dem altchriftlichen Gebrauche noch beibehalten, wofür in

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