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Beitschrift

für die

:7

Geschichte des Oberrheins.

Hera usgegeben

von dem

Landesarchive zu Rarlsruhe, durch den Direktor deffelben

f. J. Mone.

Achter Band.

Karlsruhe,
Drud und Berlag ber S. Bra u r' (den sofbuchhandlung.

1857.

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1

Bürgerannahme voin 13.-18. Sahrh. in Rheinpreußent, persen, Baiern,

Elsaß, Schweiz, Wirtenberg und Baden Urkundenarchiv des Klosterø Lichtenthal, vom 14. Jahrh. Urkunden und Regeste zur Geschichte der Stadt Villingen

72 106

zweiten Heft.

lleber die Waldmarken, vom 13. - 16. Jahrh, in der Saweiz, Baden,

Baiern und Heijen
Urkunden und Auszüge über Eljaß und Lothringen, v. 13.-16. Jahrh.
Iirkunbenardyiv des Klosters Lidytenthal, 14. Jahrh.
Urkunden und Regesten zur Geschichte der Stadt Villingen, vom 14.

bis 16. Jahrh.

129 160 195

230

Dritte & Heft.

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257 306

Finanzwesen vom 13. bis 16. Jahrh. in der Schweiz , Baben, Elsaß

und Bayern
Zur Gelehrten- und Schulgeschidyte vom 14. bis 17. Jahrh.
Regesten über Nassauische Klöster vom 14. bis 17. Jahrh.
Nekrologium von Weißenau
Urkundenarchiv von Herren-Alb, 14. Jahrh.
Urkundenarchiv von Lichytenthal, 14. Jahrh..
Irfunden und Regesten zur Geschichte der Stadt Villingen, 13. bis

15. Jahrh..

311 317 327

343

358

Bürgerannahme vom 13. bis 18. Jahrhundert.

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Das Wort Bürger hatte im Mittelalter eine andere Bedeutung als heutzutage, was aus seinem Ursprung erflärlich ist, denn es bezeichnete anfangs nur einen Stadtbürger, feinen Dorf- oder Landbürger, also den angesessenen Bewohner eines nach damaliger Art feften Drtes 1. Da die Burg und Stadt durch eine gemeinsame Befestigung verbunden waren, so hieß man auch die Stadt burgus und burgum, die Einwohner burgenses, ihr Bürgerrecht jus burgensiae, teutsch burgrebt, seltener und später bürgerreht 2. Daneben blieben die römischen Wörter civis und civitas im Gebrauch, und davon machte man für den Begriff Bürgerrecht das Wort civilegium, nach der Aehnlichfeit mit privilegium und zum Unterschiede von jus civile und civitatis 3. Unter civitas wurde jedoch gewönlich eine größere Stadt verstanden, unter burgus eine kleinere, daher auch im Französischen für Bürger zwei Wörter vorhanden sind, bourgeois und citoyen. Im NiederländiIchen hieß die Stadt von ihren befestigten Thoren port oder poert und baber die Stadtbürger porters, die Bauern aber landlieden, Landleute, wie im übrigen Teutscland. Bei uns sind land- und Dorfgemeinden einerlei, in schweizerischen Urkunden hat man aber unter Landgemeinde die politische Korporation der Bauernschaften zu verstehen, die zu dem Hauptorte eines Standes oder Kantons gehörten.

Hieraus ergibt sich eine weitere Verschiedenheit von den jeßigen Verhältnissen. Aderbau für das landvolf, Gewerbe und Handel für das Stadtvolf (hieden auch im Mittelalter die arbeitende Bevölkerung wie jest, aber heutzutage stehen beide unter dem Schuße des Staates, während im Mittelalter Land und Stadt ihre besondern Soupverhältnisse batten; daher ist jegt der Uebergang von der Land- zur Stadtbeschäftigung nur eine Vermögens- und Gewerbsfrage, im Mittelalter war es zugleich eine Schuß- und persönliche Rechtsfrage. Denn da die Stadt durch ihre Befestigung sich selbst schüßen konnte, der Landmann aber einen Schußherrn haben mußte, dem er deshalb persönlich verpflichtet war, so begreift sich, daß die Erwerbung des Zeitsdrift. VII.

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