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Von

Gustav Wilhelm Hugo,

landständischem Archivar in Karlsruhe.

Karlsruhe,

Druck und Verlag der G. Braun'schen Hofbuchhandlung.

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1838.

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Vorrede.

Auf den nachstehenden Blättern lege ich dem Publicum

einen Aufsaß über die Mediatisirung der deutschen Reichsstädte vor, eine Materie, die, so viel ich weiß, bis jeßt noch gar nicht bearbeitet ist. Man muß sich hierüber um so mehr wundern, als die Reichsstädte meines Dafür haltens eine so merkwürdige Erscheinung in der deutschen Geschichte sind, daß die Frage, wie sie im Verlaufe von fünf Jahrhunderten ihre Unmittelbarkeit verloren? eine historische Untersuchung wohl verdienen dürfte.

Ob ich mir nun schon bewußt bin, auf die Ausarbei tung des nachstehenden Auffaßes den möglichsten Fleiß verwendet zu haben, so würde ich, wohl fühlend, wie viel demselben fehle, um auch nur den mäßigsten Anz forderungen zu entsprechen, denselben dennoch sobald noch nicht haben erscheinen lassen, wenn mich nicht ein sehr competenter Richter wiederholt aufgefordert hätte, das Resultat meiner Forschungen dem Druck zu überge

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ben. Wenn man mehr hat, als alle Vorgänger" schrieb er mir, „so darf man abschließen, und ein solcher Abschluß ist sowohl dem Autor als der Sache nüglich. Sie werden dann beim Weiterforschen auch besser unterstüßt werden. Ich rede aus eigener Erfahrung,“ und in einem spätern Briefe rief er mir, dem noch immer Zö gernden, wiederholt zu: „Ich füge die Bitte hinzu: lassen Sie drucken, drucken, drucken! Hat man erst einmal den von Ihnen so mühsam gesammelten Stoff vor sich, dann find die Berichtigungen nicht mehr schwer, und kommen von selbst."

Dieser Zuruf ermuthigte mich, und verscheuchte alle meine Bedenklichkeiten. Rasch schrieb ich nun den Aufsaß nieder, und wünsche nur, daß es meinen trefflichen Freund nicht reuen möge, mir den Rath gegeben zu haben, und mich nicht, demselben gefolgt zu seyn.

Was nun zuvörderst den Aufsatz selbst betrifft, so kann Niemand lebhafter als ich selbst fühlen, wie weit er hins ter dem zurückbleibt, was er seyn könnte und sollte. Allein der Umstand, daß die Materie noch gar nicht be. arbeitet ist, ich mithin keine Vorarbeiten Anderer bes nugen konnte, der weitere Umstand, daß die Geschichte der deutschen Reichsstädte noch im Argen liegt, und sich bis jetzt keine einzige Reichsstadt einer musterhaften Be arbeitung ihrer Geschichte rühmen kann, der Umstand endlich, daß mir nicht nur viele Monographieen von

Reichsstädten und manche Werke, worin einzelne Urkuns den abgedruckt sind, sowie manche in Zeitschriften be findliche Aufsätze *) gefehlt haben, diese Umstände zu sammengenommen mögen die Unvollkommenheit meiner Arbeit zwar nicht rechtfertigen, aber in den Augen Billigdenkender doch entschuldigen.

Daß namentlich der von mir gemachte Versuch für mehr gebe ich ihn nicht ein kritisches, möglichst vollständiges, und mit Urkunden belegtes Verzeichniß sämmtlicher Reichsstädte aufzustellen, verdienstlich sei, darf ich, ohne mich dem Vorwurfe der Anmaßung auszusehen, wohl behaupten. Wenn meine Arbeit dem wich tigen Gegenstande einen tüchtigen Anstoß gibt, und ges lehrtere, mit mehr literärischen Hülfsmitteln ausgerüstete Männer zu einer tiefern und gründlichern Bearbeitung desselben veranlaßt, so ist meine Absicht erreicht.

Ich habe dem Aufsage fünf Beilagen angehängt; von jeder wird besonders zu sprechen seyn.

Die erste Beilage enthält ein kritisches, mit Urkunden belegtes Verzeichniß der sämmtlichen Reichsstädte, 135 an der Zahl. Ich habe mich dabei lediglich auf den Gegenstand, den ich im Auge hatte, nämlich die Mediatisirung, beschränkt, und bei jeder Reichsstadt folgende Punkte zu beantworten mich bemüht:

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*) So habe ich es z. B. lebhaft bedauert, einen Aufsag von Kropf,, Wie Eger an Böhmen kam" nicht haben benugen zu können.

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