1 113. Al bíching, 1⁄2 Stunde am Wege nach Höllertsgaden, 2 ! große Grabhúgel. XVIII. Landgericht Weilheim. 114. Antdorf, bei Iffeldorf und Antdorf. 115. Walchstadt, unweit des Wurmsees. 116. Seeshaupt, gegen Abtsried (Arnried?). 117. Puhl, 1) an der nordwestlichen, Seite, 1⁄2 Stunde entfernt, 6 Grabhügel. 118. Puhl, 2) an der Landstraße nach Weilheim, an beiden Seiten, bei dem Stundensteine XI, 16 Grabh. 119. Puhl, 3) nördlich vom Hochschloß, Stunde davon ent fernt, an einem Wäldchen, Eichhölzlein genannt, jest Fichtenwald, 12 Grabhúgel. (Bayer. Ann. v. 1833. S. 177.) 120. Monatshausen, bei dem Wurmsee. 121. Raneck, bei Hugelfing, 4 Grahhügel. (Repertorium zu Blatt Murnau.) 122. St. Andreas, bei Hugelfing, südwestlich vom Orte. (Raiser, DDKr. 1. Abth. S. 81.) 124. Hapbach. In der Gegend sollen sich viele Grbb, befinden. bisher bekannt gewordenen Fundorte römischer Münzen in Oberbayern.*) Von Franz Maria Ferchl, (Mit eingeschalteten Beiträgen von Boxler, Her, v. Hoheneicher, Klök, Sedlmaier, v. Stichaner.) 1. Adlfurt bei Beiharting an der Glon. An der nahen Römerstraße von Salzburg nach Augsburg wurden nebst einem Opfermesser auch mehrere römische Münzen gefunden. (S. Beschreibung der Wallfahrtskirche zu Duntenhausen.) 2. Affing, Landgerichts Friedberg. Beim Durchgraben eines römischen Todtenhügels durch den Herrn Bürgermeister Carron du Val in Augsburg wurde eine Kupfermünze von Liberius gefunden. (S. Anwalding und v. Raiser's ODKr., und dessen Lauingen.) *) Die von demselben verehrlichen Mitgliede bereits im Jahre 1831 als Eigenthum des Verfassers gedruckte »Beschreibung von sechshundert antiken römischen Münzen, welche seit 22 Jahren in Bayern gefunden wurden« (München, 25 Seiten, 4to) erscheint hier in Betreff Oberbayerns so beträchtlich vermehrt, daß die Zusammenstellung an fich schon als neu betrachtet werden darf. 3. Altötting. In der Gegend von Kastl wurde eine Kupfermünze von Constantin gefunden und dem historischen Vereine in Passau eingeliefert. 4. Ammergau, s. Burgbühel. 5. Anhausen und Diedorf im Schmuterthal. Auf den Aeckern sind schon viele römische Münzen gefunden worden, welche meistens auf dem Altar geopfert wurden. Münzen von Liberius, Vespasian, Trajan, Marimian und Constantin kamen in die Sammlung des Hrn. Reg.-Dir. v. Raiser in Augsburg. 6. Anwalding, LG, Friedberg. In dem gegen Haunswies gelegenen Mandlinger Holz wurden i. J. 1819 einige römische Grabhügel angegraben und in einer Urne auf dem Boden eine Kupfermünze von Tiberius gefunden. (S. Affing.) 7. Asten bei Titmaning. Hr. Cooperátor Engelmair däselbst erhielt 1835 unter dem Opfergelde zwei römische Kupfermünzen von Probus und Diocletian. 8. Attl bei Wafferburg. Bei Grabung des Grundes zur Kirche wurde nebst einem großen römischen Grabstein eine große Menge römischer Münzen gefunden, aber alle wieder zerstreut. *) 9. Aubing bei Fürstenfeldbruck. Von einer Münze von Trajan, welche der damalige Richter Frig fand, geschieht Meldung in Westenrieders Beiträgen Bd. IV. S. 389. 10. Bernau am Chiemsee. Nach Aventin wurden hier mehrere römische Münzen gefunden. Ja *) Schon Aventin kannte den Stein, der bei ihm (Annal. S. 85) und in den Mon, Boic. I. 262. abgeschrieben, in Wirklichkeit aber seit 1803 im K. Untiquarium zu München steht. Nach den Klosteraufhebungsakten von jenem Jahre nahm Professor Hupfauer 22 `römische Münzen von Attel mit und lieferte dieselben dem Conservatorium des Königl. Münzkabinets zu München ein. "" Außer dem angeführten Steine nebst Münzen wurden nach Versicherung des Erabtes und des dasigen Alterthumsforschers Ildefons Kyrmayr in Attel nichts entdeckt. Wenn ́ daher noch ein anderer Stein mit römischer Inschrift vorgefunden wurde, so wäre es möglich, daß solcher das zweite Denkmal wäre, welches Aventin a. a. D. neben dem ersten anführt. Die Inschrift fand er nicht mehr vollständig; fie enthält: ET CASS. PO | TENTINUS | II. VIR | CILONE HII. et | LIBONE COS | XV KAL. NO}{, welches Consulat dem Jahre 200 n. Chr. Geb. entspricht. Es wäre zu wünschen, daß von dem aufgefundenen Steine eine getreue Abbildung der Inschrift eingesendet und zugleich der Ort, wo er stand, und wann und wie er gefunden wurde, näher bezeichnet werden möchte. v. Stichaner. 11. Biberbach bei Indersdorf. Hier sind mehrere römische Münzen gefunden worden. (S. v. Raiser.) 12. Birkened bei Freising. Bei dem Abbruch einer Mauer im J. 1830 wurde eine Kupfermünze von Diocletian gefunden und dem Gutsbesizer Frhr. v. Hallberg eingehändigt, wonach sie in des Referenten Sammlung kam. 13. Burgbühel im Unterammergauer Moos. Ein bedeutender Fund römischer Geräthschaften und Münzen blieb gänzlich unbeachtet, und wird nur von den Einwohnern noch erzählt. 14. Chieming am Chiemsee. Vor wenigen Jahren würde eine hier gefundene römische Goldmünze für das K. Münzkabinet in München angekauft. 15. Chiemsee. In vielen antiquarischen Berichten von Aventin bis jezt lesen wir, daß um diesen See sehr viele römische Münzen gefunden werden und daß der See selbst viele römische Geräthe und Münzen auswirft. (S. Eos 1824.) 16. Diedorf, s. Anhausen. 17. Diessen am Ammersee. Mehrere in dieser Gegend gefundene römische Münzen besigt der gegenwärtige Hr. Pfarrer Hummel in Huglfing. 18. Egenburg und 19. Egenhofen bei Odelzhausen a. d. Glen. Die in diesen Orten gefundenen und dem Hrn. Pfarrer Roßnagel daselbst geopferten römischen Kupfermünzen von Lib. Claudius, Nero, Domitian und Constantin kamen in die Sammlung des Hrn. Baron v. Lozbec d. I. in München. 20. Egg- oder Eckstätten und Hartmannsberg, LG. Troßburg. Hier wurde eine goldene und eine silberne römische Münze ge= funden und an das K. Münzkabinet in München eingeschickt. 21. Eglingen, LG. Landsberg. Münzen von Claudius Góthicus, ` Probus, Maximian, Constantius und Valentinian kamen in die Sammlung des Hrn. Hofr. v. Ahorner in Augsburg. 22. Epfach am Lech. Mehr als anderthalbtausend Münzen von Gold, Silber und Kupfer aus allen Zeiten der römischen Republik und des abend- und morgenländischen Kaiserreiches kamen früher durch zufällige Auffindungen, im J. 1830 aber durch die förmliche Nachgrabung zum Vorschein und gelangten in verschiedene Sammlungen nach München, Schongau, Augsburg u. a. In dem Zeitraum von 1821-24 erhielt Referent durch den jezigen K. Regierungsrath und Stadtkommissår Hrn. Dr. v. Wiesend in Würzburg, damals ersten Landgerichtsassessor in Schongau, gegen hundert in Epfach gefundene römische Münzen von Kupfer, noch mehr aber bei der späteren Ausgrabung von 1830 und 33. Mehrere Hunderte, worunter sehr gut erhaltene Exemplare, wurden (nebst Anticaglien, andern Bruchstücken c.) durch Hrn. Landrichter Boxler in Schongau am 20. August, 17. September und 31. Oktober 1830 nach München eingeschickt, und sind im K. Antiquarium (in der Residenz) aufbewahrt.*) Die schönsten und zugleich seltensten Münzen dieses merkwürdigen Fundes, z. B. ein Valens erster Größe mit RESTITVTOR REIPVBLICAE fam durch Referenten in die reiche Münzsammlung des K. Obermedicinalrathes v. Ningseis in München. Der vormalige K. Rentbeamte in Weilheim, Hr. Hopf, besaß gleichfalls über 200 in diesem reichen Fundort nach und nach ausgegrabener römischer Münzen, wovon wieder gegen 150 in die Sammlung des Referenten kamen. **) *) Gegen 500 Römermünzen, fast alle bei Epfach ausgegraben, befißt Hr. Landrichter Borler noch als Eigenthum. **) Die im Juni bis September 1830 durch dẹn K. Hrn. Landrichter L. Boxler bei Epfach vorgenommenen Ausgrabungen (von Mauerwerken, Grabsteinen, Münzen, Urnen u. f. w.), find verzeichnet in dessen Geschichtlichen Nachrichten des K. LG. Schongau (I. Saml. Augsb. 1831. 8.). Ueber die seitdem eingetretenen Schicksale der einzelnen Ausgrabungen liegt dem historischen Vereine ein sehr dankenswerther ausführlicher Bericht des Hrn. Landrichters selber vom 21. August 1838, begleitet von anschaulichen Zeichnungen der a. a. D. S. 20 —41 bereits geschilderten Fundgegenstånde vor, mit Berichtigung der dort S. 38-40 mitgetheilten Inschriften, die wir hier deshalb nochmals wiedergeben: 1) FL. CLEMENTIS | FILIAE | PATERÍSSAE. || 2) CL. PATERnvS | CLEMENTi leg⋅ | . . . PROC. avG. | PROVINCIAr. lidiae | IVD... VASARdiniae | AFRICAE Eii. PRaeFE.. EQ, alae | SIliaNAE.......]. TRib. MILITvm] leg... XI c. p. f. | PR. . f . . . i . . . . . SS. | | 3) HORVS OPTATI | FIL. SEQVAN. ANI | vfaRIADAPHNIS | vxOR ANN. [ LXIV. | | Diese drei und andere Steine kamen in das Antiquarium zu Augsburg, als im I. 1883 die ausgegrabene römische Mauer vom Mühlbefiger Joseph Wittmann von Augsburg niedergeriffen wurde. Man sehe darüber den Jahresbericht des historischen Vereines im Oberdonaukreise vom J. 1836. H. F. M. |