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Seiten eines nicht verwandten Schreibers eben so gut respektwidrig

wie man noch heute auf seiner Visitenkarte sich mit dem blossen Namen nur dann begnügt, wenn man sie an Niedriger- oder Gleichgestellte schickt, während die bei hochgestellten Persönlichkeiten abgegebene Karte Namen und Titel enthalten muss. Die Reihenfolge ist immer so, dass zuerst der Verfasser des Textes und zuletzt der Schönschreiber genannt wird; vor beiden steht der Titel der Inschrift, der bisweilen als Kopftitel, wie auf unserer Stele, wiederholt ist. Die Bemerkung über die Urheberschaft schliesst daher immer mit dem Worte shu (1, d. h. »geschrieben von .") ab, sodass der Raum zwischen diesem Zeichen und dem Seiten-Titel

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der Inschrift Namen und Titel sowohl des Verfassers wie des Ab

schreibers enthalten muss. Nur wenn der Kaiser selbst Verfasser

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und Abschreiber zugleich ist, liegt die Möglichkeit vor, dass Alles, war wir darüber zu wissen nöthig haben, in vier Schriftzeichen ausgedrückt wird. Die in diesem Falle angewendete Formel lautet Yü tschi schu (Tip # hup), d. h.

(御製御書)d > der Kaiser verfasste es, der Kaiser schrieb es". Dies sind die Worte, die wir zwischen Titel und Text z. B. einer berühmten Inschrift des Kaisers Hüan-tsung lesen, des T'ai-8chan-ming A) vom Jahre 726 (S. Kin-schih-ts'ui-pien, Kap. 76, p. 3).

Dieselben Worte nun glaube ich auf der Stele des Türkenprinzen zu lesen. Der Leser, der mir hierin folgen will, bewaffne sich mit einer kräftigen Lupe und halte die von der Finnisch-ugrischen Gesellschaft mitgetheilten Lichtdruck-Tafeln in helles Sonneplicht. Man bemerke, dass der den Text haltende Theil der Steinplatte von einem breiten mit Arabesken angefüllten Rand umgeben ist. Ich will diesen Theil der Platte, wie er in Schlegel's » La stèle funéraire", etc., übersichtlich wiedergegeben ist, der Bequemlichkeit balber in Vertical-Säulen, mit den Seiten-Titel, a, anfangend und dem Datum, n, aufhörend, mit Buchstaben, und in Horizontalreihen

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von oben bis unten mit den Zahlen 1 bis 36 bezeichnen. Danach

stehen die fünf Schriftzeichen des Seiten-Titels auf a 3-7; a 8-10 ist leerer Raum, was der chinesischen Sitte entspricht; an der Stelle von a 11 bis 14 aber, gegenüber den Zeichen A F, sind die Spuren von vier Schriftzeichen zu sehen, deren letztes leicht als schu () zu erkennen ist. Der Raum a 15 bis 23 und weiter hinab ist mit nicht-chinesischer, vermutlich nachträglich aufgetragener Schrift bedeckt. Nach dem Gesagten nun pflegt zwischen Text und Seiten-Titel der Name des Verfassers und des Abschreibers zu stehen; wären dies die Namen von Ministern oder Gelehrten, so müssten ihre Titel nebst Namen dem Zeichen schu (), das ja immer den Schluss dieser Angabe bildet, voranstehen. Dazu ist aber bei der Kürze des dem Seiten-Titel folgenden Raumes kein Platz. Der zwischen dem Zeichen schu (*) und dem Schlusszeichen des Seiten-Titels befindliche Raum entspricht dem Raum von sechs Zeichen der ersten Textreihe. Davon werden drei allein von dem Spatium in Anspruch genommen, das gewöhnlich den Seiten-Titel von der Bezeichnung des Verfassers und Abschreibers trennt. Die letztere kann mithin, einschliesslich des Zeichens schu (), nur aus vier Zeichen bestehen. Die Vermuthung würde also sehr nahe liegen, selbst wenn wir weiter nichts als dieses schu () entziffern könnten, dass wir es mit der Formel -tschi -schu zu thun haben. Es gehört jedoch nur wenig Phantasie dazu, um auf Tafel XIV unter a 11 bis 13 die Zeichen Filip, W und nochmals fulp selbst in ihrer Verstümmelung wieder zu erkennen *).

Es wäre zu wünschen, dass uns bei Gelegenheit der nächsten Expedition in jene Gegend über diesen Punkt Gewissheit verschafft würde. Bestätigt sich meine Vermuthung, so ist wohl kein Zweifel mehr darüber übrig, dass wir es hier mit einem auf Stein übertragenen Autogramm des Kaisers Hüan-tsung zu thun haben. Sollten wir je in den Besitz eines zuverlässigen Abklatsches von einer Inschrift des Hüan-tsung gelangen, so wäre ein Vergleich der beiderseitigen Schriftzüge von grossem Interesse.

1) Die fraglichen vier Schriftzeigen sind auf der Gesammt-Photographie (Inscriptions de l’Orkhon, Tafel XIII) so gut wie verloren gegangen. Um sie zu reconstruieren, ver. gleiche man die Tafeln XIV und XV, wo sie nach einem dem Raum von drei Schrift

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zeichen entsprechenden Spatium unter dem Seiten-Titel zu erkennen sind. Der Text würde nach dieser Ergänzung wie folgt zu lesen sein :

Ornamentaler Rand.

1

2

3

4

5

6

7

1.9.W,

8

fe dcba

裔」彼
也「蒼
首者,故


自「天」關
中网|特
國「不動

覆」碑



相「御
合製
翼」御
宇書


9

Ornamentaler Rand.

10

11

12

13

14

15

16

folgt hier.
türkische Schrift

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Tägin et Töre.

PAR

G. SCHLEGEL.

La question si les caractères chinois , tägin, n'étaient peutêtre pas une erreur de transcription pour ## , töre, a été souvent débattue dans les derniers temps; mais les inscriptions turques de l'Orkhon ayant démontré qu'il s'agissait de tägin et pas de töre, les partisans de la leçon tägin ont triomphé; c'est en effet le titre donné au prince Kül dans la stèle que j'ai traduite sous le titre de «Stèle funéraire du Téghin Giogh». Pourtant les deux titres sont mentionnés par les anciens auteurs chinois, quoique les éditeurs modernes des anciens livres aient arbitrairement changé tous les 勤 Kin en 勒 Lih.

L'ancienne édition impériale de l'ouvrage de Ma Toan-lin, du 1er jour du 5e mois de la 3e année de Kia-tsing (Juin 1524) distingue les deux titres exactement. En parlant des Turcs orientaux, l'auteur emploie constamment le titre Tägin, tandis qu'en parlant des Turcs occidentaux et des Ouïgoures, il n'emploie que le titre de Töre.

La différence entre ces titres est que celui de Tägin (prince) peut être conféré à chaque homme vaillant ou éminent, tandis que celui de Töre (prince du sang) appartient de droit aux fils du Kagan et de la famille royale comme Ma Toan-lin (Turcs occidentaux, Chap. 344, fol. 1 v.) nous le dit expressément ').

1) 其官府有業護、有設、有特勒。常以可汗 FIRE Ź. Parmi les officiers il y a des Yabgou, des Chad et des Töre, qui sont constamment choisis parmi les fils et frères cadets et les membres de la

famille du Khan,

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Les titres des grands officiers des Turcs orientaux étaient Yabgou, Chad, Tägin, Sulibat et Tutunbat ').

M. le professeur Houtsma, à Utrecht, auquel j'avais simplement posé la question quelle valeur ces deux titres avaient, sans rien lui dire de l'opinion de Ma Toan-lin, me répondit à ce sujet:

« Le mot töre se trouve dans le Kirgise, à Bokhara et ailleurs en Asie centrale dans la signification de prince, fils du Khan ou Sultan. Selon Vámbéry, les descendants de Mohamad (les Seiyid) dans l'Asie centrale se nomment également töre, et selon M. Gregorieff le mot est employé généralement derrière le nom propre comme en Perse le mot mirza. Quant au mot tegin , je suppose que ce n'est pas un titre, mais un epitheton ornans qui n'est pas restreint aux princes mêmes, mais qui peut être accordé à chaque héros guerrier. Töre se rapporte donc à la naissance, Tegin aux qualités gagnées (vaillance)».

En effet, De Guignes, dans son Histoire des Huns et des Turcs, mentionne un gouverneur de Bokhara nommé Ali Téghin et un prince turc du même nom, ainsi qu'un Begal téghin (II, 177), deux Sebegh téghin (III 69, II, 168), un Sipashi téghin, général tarc (II, 174), un Togh téghin (II, 256, E 506), un Alp teghin (IV, 290, III, 28, note 54), etc.

En résumé Tägin veut donc dire Prince, comme p. e. en Allemagne «Prince Bismark», tandis que Töre, veut dire prince du sang, comme p. e. les «Princes d'Orléans» en France 2).

Dans son histoire des Turcs orientaux, Ma Toan-lin parle à chaque instant des Tägin; p. e. Chap. 343, fol. 8 recto et verso, an 615, il nous dit que Cibir(?) envoya le Tägin Kangly pour offrir

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1) 大官有葉護、次沒(pour 設)、次特勤、侯

) # *# U. Ma Tvan-lin, 343, fol. 3 recto et verso. Full

2) En Allemand un Tagin est un Fürst, et un Töre un Prinz.

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