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multitudine ad cenobium | ipsum accedens fratres de dormitorio et refectorio expulit et electum illum sedem apostolicam appellantem cum gladiis et fustibus eicere non | expauit. Preterea idem electus dum esset in itinere ueniendi ad nos, de mandato eiusdem episcopi, sicut dicitur, captus fuit a familiaribus illius intrusi ac uestibus et rebus aliis spoliatus. Quia igitur quanto maiora sunt, que prediximus, tanto minus1) dimitten da sunt incorrecta, discretioni uestre per apostolica scripta mandamus et districte precipimus, quatinus uocatis ad presentiam uestram, qui fuerint euocandi, si noueritis memoratum M(anegoldum), prout diximus, in monasterium illud intrusum, ab eodem ipsum cenobio suffulti_auctoritate | apostolica sine appellationis obstaculo excludatis, alia etiam preter unum eidem auferre cenobia non tardetis. Cum enim duo ex canonicis | non debeat sanctionibus gubernare, etiam si dignus plurimum haberetur, tot preesse absque salutis detrimento non potest. Deinde | super electione prescripti R(afoldi) causam diligentius audientes sine frustratoria dilatione fine canonico terminetis. Memorato etiam episcopo, si super hoc culpabilem inueneritis, ex parte nostra districtius iniungatis, ut usque ad proximum festum sancti Luce satisfacturus de tanto excessu | nostro se conspectui representet. Si uero idem episcopus in statuto ei a uobis termino ad nostram contempserit uenire presentiam, ex tunc ab episcopali | officio sublato appellationis obstaculo suspendentes non restituatis eum, donec mandatum nostrum fuerit executus. Prescripto etiam electo | et fratribus suis nullam iniuriam seu uiolentiam ab aliquo permittatis inferri. Quia uero prescriptus M(anegoldus) expulsis quibusdam ex monachis ipsius cenobii de bonis monasterii milites infeudauit et quibusdam clericis uacantes assignauit ecclesias, uolumus et mandamus, ut omnes donationes illius sine appellationis obstaculo in irritum reuocetis. Quod si omnes his exequendis nequiueritis interesse, duo uel tres uestrum ea | nichilominus exequantur.

Dat. Verone III2) kal. maii.

1) Or.: mimus.

2) Vor III findet sich ein Strich ausradiert, so daß ursprünglich IIII dastand.

11.

Zur ältesten Geschichte des Stiftes Waldhausen.

Das kleine Chorherrenstift Waldhausen wie das Cisterzienserkloster Baumgartenberg verdanken ihre Gründung dem Edlen Otto von Machland. Das Chorherrenstift errichtete er nach allgemeiner Annahme zunächst in Sebnich im Jahre 11471); später soll es nach Waldhausen verlegt sein, nachdem es eine Zeitlang, wahrscheinlich seit 11512), neben dieser jüngeren Gründung bestanden habe3). Bei dieser Schilderung der Gründungsgeschichte hat man jedoch eine Notiz nicht beachtet, die sich in dem Mandat Celestins II. für Reichersberg von 11444) findet. Dort heißt es, daß Innocenz II. ein Mandat an Gerhoh von Reichersberg gerichtet habe, ut fratrem suum Heinricum fratribus s. Mariae de Silva curiae in magistrum concedat. Diese Notiz hatte zuerst, soweit ich sehe, Löwenfeld auf Waldhausen gedeutet, indem er Silva curiae durch Waldhausen übersetzte 5). Ich habe dann darauf hingewiesen"), daß diese Deutung eine Stütze findet durch die Nachricht der Contin. Claustroneoburg. III, die zum Jahre 1151 berichtet: Heinricus praepositus cellae b. Ioh. Evang. in Walthusen obiit. Zugleich aber habe ich auf die Schwierigkeiten aufmerksam gemacht, die dieser Deutung entgegenstehen: Innocenz II. spricht in seinem Mandat von s. Mariae de Silva curiae, während die Gründung Ottos in Sebnich geschah und dem Evangelisten Johannes geweiht wurde. Außerdem bezeugen die Gründungsurkunden Reginberts von Passau die Gründung von Sebnich für das Jahr 1147, während das Mandat Innocenz' II. die Existenz des Stiftes Waldhausen bereits für die Zeit von 1132-43 erweisen würde.

Die nächste Lösung der Schwierigkeiten wäre, das Mandat

1) Vgl die Gründungsurkunden des Bischofs Reginbert von Passau von 1147, Urkundenbuch des Landes ob der Enns II n. 157. 158, und O. von Mitis Studien S. 161 ff.

2) Vgl. Pritz Geschichte des Stiftes zu Waldhausen im Archiv f. Kunde österreich. Gesch.-Quellen IX 315.

3) So Pritz S. 315.
5) Vgl. zu n. 8484.

4) Germ. pontif. I 193 n. 13.
6) Germ. pontif. I 224 zu n.*1.

Innocenz' II. auf ein anderes Stift zu beziehen. Gehen wir von dem Namen aus, so könnte nur etwa Waldsassen in der Diözese Regensburg in Betracht kommen, und auf dieses Kloster paßte sowohl die Bezeichnung s. Mariae 1) wie der Name Heinricus und die Zeit des Mandates; denn Waldsassen wurde 1133 gegründet, d. h. zur Zeit Innnocenz' II., und der erste Propst führte den Namen Heinricus2). Allein Waldsassen war von Anfang an Cisterzienserkloster, wurde von Volkerode in der Diözese Mainz aus besiedelt und erhielt dorther seinen ersten Abt Heinrich. Von dem Bruder Gerhohs aber wissen wir, daß er Chorherr war3), und darauf läßt auch der Umstand schließen, daß die fratres sich gerade an Gerhoh wandten, mit der Bitte, ihnen Heinrich als magister zu geben, wie endlich das revocavit in dem Mandate Celestins II., das eine Rückkehr Heinrichs nach Reichersberg vermuten läßt. Wir müssen daher doch an ein Chorherrenstift denken, zu dessen Gunsten beide Päpste eintraten, und dann kann in der Tat kaum ein anderes Stift gemeint sein wie Waldhausen.

Nun haben wir aber in einer Urkunde des Bischofs Conrad von Passau für Waldhausen vom 1. Mai 11614) den Beweis, daß Waldhausen und Sebnich damals neben einander bestanden; denn in dieser Urkunde werden Berchtoldus praepositus in Waldhausen und Selkerus praepositus et fratres de cenobio s. Iohannis in Sebnich neben einander genannt. Dann dürfte man vielleicht annehmen, daß es in Waldhausen auch schon früher ein Stift gab, und daß dieses Stift den Bruder Gerhohs als Propst erbat, während Sebnich, 1147 durch Otto von Machland begründet, erst später, wahrscheinlich 11625), nach dort verlegt wurde. Für diese Verlegung dürfte man dann weiterhin als Motiv wohl die Streitigkeiten mit Baum

1) Vgl. Germ. pontif. I 306.

2) Vgl. Lindner Monasticon metropolis Salisburgensis S. 458.

3) Vgl. darüber Sackur in den Mon. Germ. Libelli de Lite III 131. 4) Gedr. Kurz Beyträge zur Gesch. des Landes ob der Enns IV 440 Urkundenbuch des Landes ob der Enns II 308 n. 208; vgl. L. Groß a. a. O. S. 648 n. 108.

n. 7

=

5) Nach dem Tode des Selpkerus; s. S. 215 Anm. 4.

gartenberg annehmen; denn wir wissen1), daß im Laufe dieser Streitigkeiten Sebnich schon einmal aufgehoben2) und Göttweig übereignet wurde3). Dazu würde es auch passen, daß nach dem Berichte der Contin. Claustroneoburg. III der Propst Selpkerus von Sebnich, der 1162 starb, in jenem Berchtoldus, der 1161 als Propst von Waldhausen erscheint, seinen Nachfolger erhielt 4). Kurz die mannigfachen Schwierigkeiten würden durch die Annahme einer älteren Gründung in Waldhausen wohl ihre Lösung finden können; aber wir wollen uns doch damit bescheiden, daß ein zwingender Beweis nicht zu führen ist.

12.

Die Unterschriften in den Privilegien Hadrians IV. und Alexanders III. für Zwettl.

In den bisherigen Drucken dieser beiden Privilegien sind die Kardinalsunterschriften fortgelassen. Da ihre Kenntnis für manche Zwecke sehr erwünscht ist, drucke ich sie hier ab. Im Privileg Hadrians IV. vom 13. Febr. 1157 (Germ. pontif. I 232 n. 2) unterschreiben:

† Ego Hymarus Tusculanus episcopus ss.

† Ego Hubaldus presb. card. tit. sancte Praxedis ss.") † Ego Bernardus presb. card. tit. sancti Clementis ss.®) † Ego lohannes presb. card. sanctorum Iohannis et P(auli) tit. Pamachii ss.

† Ego Henricus presb. card. tit. sanctorum Nerei et Achillei ss. † Ego Odo diac. card. sancti Georgii ad Uelum

aureum ss.")

† Ego Guido diac. card. sancte Marie in Porticu ss.

1) Aus dem Berichte des Abtes Friedrich von Baumgartenberg (†1156), gedr. Kurz a. a. O. III 386 n. 3, und aus der Contin. Claustroneoburg. III, Mon. Germ. Script. IX 629.

2) Das berichten beide Quellen.

3) Diese bisher nicht beachtete Tatsache berichtet die Contin. Claustroneoburg. III.

*) Script. IX 630: Selpkerus praepositus obiit; Berhtoldus successit. 5) Nach Hubaldus 4 Zeilen freigelassen.

6) Nach Bernardus 4 Zeilen freigelassen.

7) Nach Odo eine Zeile freigelassen; sancti Georgii steht auf Rasur.

Im Privileg Alexanders III. vom 29. März 1179 (Germ. pontif. I 233 n. 3) unterschreiben:

† Ego Hubaldus Hostiensis episcopus ss.

† Ego Iohannes presb. card. sanctorum Io(hannis) et Pa(uli) tit. Pamachii ss.1)

† Ego Iohannes presb. card. tit. sancti Marci ss.

† Ego Theodinus presb. card. sancti Vitalis tit. Vestine ss. † Ego Petrus presb. card. tit. sancte Susanne ss.2)

† Ego Viuianus presb. card. tit. sancti Stephani in Celio monte ss.3)

Ego Cinthyus presb. card. tit. sancte Cecilie ss.

+ Ego lac(inthus) diac. card. sancte Marie in Cosmidyn ss.

† Ego Ardicio diac. card. sancti Theodori ss.

† Ego Laborans diac. card. sanctę Marię in Porticu ss. † Ego Rainerius diac. card. sancti Georgii ad Uelum

aureum SS.

† Ego Gratianus diac. card. sanctorum Cosme et Damiani ss.

13.

Zur Datierung einiger Papst- und Legatenurkunden für Klosterneuburg.

a. Unter dem 11. April richtete Innocenz II. aus dem Lateran ein Mandat an die Markgräfin Agnes und ihre Söhne, die Markgrafen Leopold und Adalbert und die übrigen Brüder, mit der Mahnung, Klosterneuburg zu schützen und Propst Hartmann zu unterstützen1). Jaffé-Löwenfeld setzten dies Mandat in die Jahre 1138-43. Die Zeit läßt sich jedoch durch die Namen, die in ihm erwähnt werden, genauer bestimmen. Propst Hartmann wurde 1140 Bischof von Brixen, nachdem Bischof Reginbert am 12. oder 13. September dieses Jahres gestorben war"). Das Jahr 1140 scheidet aus, da in der Adresse der 3. Sohn Leopold noch als marchio bezeich

1) Nach Johannes eine Zeile freigelassen.

2) Nach Petrus eine Zeile freigelassen.

3) Nach Viuianus eine Zeile freigelassen.

+) S. 249 n. 3.

5) Vgl. Hauck IV 924, wo die Belegstellen zu finden sind.

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