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beträgt der Höhenunterschied zwischen jener Wasserlinie von 1804 und der gegenwärtigen 12 Fuss 10 Zoll 7 Linien. Dieser Unterschied hatte im Jahre 1830 9 Fuss 7 Zoll 5 Linien betragen. Im Jahre 1852 war er auf 11 Fuss 2 Zoll 5 Linien, und endlich im März 1853 bis auf die schon angegebenen 12 Fuss 10 Zoll 7 Linien gestiegen. Die Periode eines allmählichen Sinkens des Wasserspiegels des kaspischen Meeres ist mithin seit 52 Jahren mit Sicherheit nachgewiesen, da auch die seit 30 Jahren sowohl an der Wolga, wie an den Terekmündungen bemerkte bedeutende Zunahme des Küstenlandes die entsprechenden Beweise einer allgemeinen Niveauerniedrigung liefert. Die Fortdauer dieses Sinkens des kaspischen Meeresspiegels ist in der Gegenwart mit besonderer Schärfe auch an den alljährlich zunehmenden Entblössungen der Ruinen des sonderbaren Gebäudes zu bemerken, welches im Innern des Golfs von Baku zu einer Erforschung des Zeitpunktes auffordert, wann das Gebäude, wie man glaubt, vor 500 bis 600 Jahren auf einem Boden gebaut wurde, der sich mindestens 20 Fuss unter der Niveaulinie des kaspischen Meeres von 1804 befinden musste; denn nach den im März 1853 angestellten Sondirungen befand sich das Niveau der Fundamente jenes Baues 6 – 7 Fuss unter dem Meerespiegel. Zu ganz ähnlichen Wahrnehmungen über die Effecte der in der gegenwärtigen Zeit wirksamen Periode eines allgemeinen Sinkens des kaspischen Meeresspiegels geben die immer mehr zunehmenden Entblössungen der Hafenmauer von Derbent, sowie das allmähliche Sichtbarwerden und Hervortreten der bisher vom Meere bedeckt gewesenen regelmässigen und flachen Ausweitungen in den muschelreichen Kalksteinbänken des Hafengrundes Veranlassung, aus welchen die mächtigen Quadern gehauen wurden, die einst das Baumaterial für die Stadt geliefert haben.

Dass die Abnahme des kaspischen Meeres für die historische Zeit sehr alt sei, dafür hat Herr v. Baer im zweiten Abschnitt seiner kaspischen Studien (Bulletin de l'Acad. de St. Petersbourg XIII, p. 305) mannigfache Belege beigebracht. Ein sehr entscheidender für das erstere ist der, dass keiner der Flüsse, welche in dasselbe münden, Wasserfälle bildet, und die, deren Bett in beweglichem Boden ausgegraben ist, nicht einmal eine namhafte Schnelligkeit unterhalb ihres obersten Quellgebietes zeigen. Es musste nothwendig eine lange Reihe von Jahren vergehen, bevor die Wolga in ihrem ganzen Verlaufe nach dem neuen Niveau ihrer Mündung ihr Bette vertiefte, denn nördlich von Zarizyn ist das jetzige Bett häufig in Thonschiefer, in mässig festen Kalk und in ziemlich harte Mergelbildungen eingegraben, und auch die alten Jahrbücher sprechen nirgends von einer unbefahrenen Stromschnelle. Dass die Wolga aber auch in diese festeren Abschnitte ihres Bettes nach dem Sinken des kaspischen Meeres sich tief eingegraben hat, schliesst Herr v. Baer daraus, dass bei Tschernoi-Jar der Wasserspiegel im Herbst 68} engl. Fuss unter einer Bank von Brakwassermuscheln liegt, welche offenbar auf dem Boden des alten Bettes gelagert waren. Dass aber im geologischen Sinne die Abnahme des kaspischen Meeres sehr neu ist, d. h. dass die Bodenfläche um das nördliche Becken des jetzigen kaspischen Meeres viel später blossgelegt wurde, als die meisten Flächen, die wir kennen, schliesst Herr v. Baer aus der jetzt noch rasch fortschreitenden Deltabildung der Wolga, des Ural, des Terek und der Kuma, und der verhältnissmässig geringen Grösse der Delta's selbst, denn sogar bei Astrachan ist das eigentliche Delta nur klein, darunter verstanden das unmittelbar durch den Fluss angeschwemmte Land, denn

Astrachan selbst liegt auf Steppenboden. Hier hat die Wolga den nach dem Abzage des Meeres blossgelegten salzreichen Boden nur eingerissen und später schwach überdeckt.

Die Beschaffenheit der lang gezogenen Hügelrücken der sogenannten Bugors westlich vom Hauptarme der Wolga bis gegen die Kuma hin scheint Herrn von Baer nur durch die Annahme erklärlich, dass die Abnahme des kaspischen Meeres eine verhältnissmässig rasche und gewaltsame war. Wir müssen in Beziehung auf das Detail auf die Abhandlung verweisen.

Analoge Veränderungen des Niveau's wie vom kaspischen Meere führt A bich vom Urmia- und Van - See an. Nach Perkins verringert sich die Ausdehnung des Urmia-Sees in gegenwärtiger Zeit sehr rasch, da schmale Dämme, welche, Behuss der Salzgewinnung aufgeworfen, vor 18 Jahren sich dicht am Seeufer befanden, heute fast į Meile von demselben entfernt liegen. Dagegen konnte Loftus an den felsigen Küsten des Sees nirgends ein Zeichen eines jemals höher gewesenen früheren Wasserstandes auffinden. Nachdem Brant's Umreisung des Van-Sees im Jahre 1838 die Thatsache einer allmählichen Verkleinerung des Sees bestätigt hatte, begann das Wasser desselben in solchem Verhältniss zu steigen, dass die Erhöhung im Verlaufe eines Jahres beinahe 2 Ellen betrug, so dass mehrere Städte und Dörfer am See überschwemmt wurden und verlassen werden mussten. Das im Verlauf von 3 Jahren um 12 Fuss erhöhte Niveau des Sees erhielt sich bis 1850, von welcher Zeit an ein beträchtliches allmähliches Sinken eintrat. Da die Inseln mit überfluthet wurden, so ist ein Erheben des Seebodens als Ursache der Erhöhung des Niveau's unwahrscheinlich. Ein ähnliches Anschwellen soll 140 Jahre früher stattgefunden haben, denn auch damals wurden die Bewohner von Ardjesch genöthigt, den Ort zu verlassen, der 40 Jahre hindurch eine Insel blieb, worauf sich das Wasser wieder allmählich zurückzog.

Wir wenden uns zu der Beschaffenheit des Wassers dieser Meere.

Nach Herrn v. Baer besteht das grosse Becken des kaspischen Meeres aus einem nördlichen flachen Becken, dessen grösste Ausdehnung von Ost nach West geht, und einem südlichen tiefen Becken, dessen grösste Ausdehnung von Nord nach Süd sich erstreckt. Nicht nur die ganze Nordküste ist flach, sondern die Tiefe wächst auch ausserordentlich langsam bis 8 Faden. Um die Seehundsinseln erhebt sich der Boden zu einer weit ausgedehnten Untiefe, auf welcher die Thätig. keit des Meeres die Inseln neuer und neuester Bildung Kulaly, Morskoi, Swätoi und Podgornyi erzeugt hat. Schreitet man aber von den Wolga - Inseln nach Süden vor, so findet sich, dass, wenn man die Tiefe von 9 Faden ganz allmählich erreicht hat, der Uebergang zu 10 Faden rasch erfolgt, und sehr rasch noch viel bedeutendere Tiefen folgen. Die Scheidelinie des nördlichen flachen und des südlichen tiefen Beckens hat eine parabolische Krümmung, deren Scheitel gegen die Wolga gerichtet ist und die vom Vorgebirge Agrachan nach Osten zu einem Punkte geht, der das erste Drittel des Weges vom Vorgebirge Tjuk-Karagan nach dem Südende von Kulaly bezeichnet. Das nördliche Becken von nicht über 9 Faden Tiefe enthält nur brakisches Wasser, an der Nordseite fast ungesalzen, da es das Wasser der Wolga, des Terek, des Ural und der Emba aufnimmt. Dieses Becken wird immer flacher an allen seinen Rändern von dem Absatz der grossen Flüsse und von dem Sande der östlichen Steppe, den der vorherrschende Ostwind in's Meer treibt, wie aus den Untersuchungen von Ewersmann, Danilewski und Se

menow hervorgeht, so dass an der Ostküste befindliche kleine Inseln sich allmählich mit dem Lande verbinden. Nach Westen wirken die Flüsse durch Anschwemmung noch rascher, und zwar der Terek verhältnissmässig viel mehr, als die Wolga. Der Steppenboden hört mit scharfer Grenze auf, nach einer schmalen Einfassung von Salicornien folgen, so weit das Auge reicht, dann Sumpfpflanzen, besonders Rohr. Das Wasser ist weit in's Meer hinein trübe von den in ihm schwebenden Beimischungen, ja im Westen reicht die Trübung bis zum Agrachan'schen Vorgebirge, im Osten lange nicht so weit. Von da an, wo die anfangs geringe Senkung des nördlichen Saumes etwas mehr zunimmt, wird das Wasser durchsichtig und schön seladongrün.

Im südlichen Becken ist die Tiefe südlich von Tarki selbst in der Nähe der Küste sehr bedeutend. Unter 41° 28' Polhöhe fand 12 Leagues von der Küste Arthur Edwards schon im 16. Jahrhundert bei 200 Faden keinen Grund. In der Mitte hat man mit gehörig langen Leinen noch keine Lothungen versucht, sie gilt daher für unergründlich. Das südliche Becken selbst zerfällt in zwei Abtheilungen, von denen die nördlichere die tiefere zu sein scheint. Die Scheidelinie liegt da, wo das Meer am meisten verengt ist, zwischen dem Apscheron'schen und dem Krasnowodski'schen Vorgebirge. Dieser stark erhobene Kamm, auf welchem man weit in's Meer hinein mit gewöhnlichen Lothleinen den Boden erreicht, hat aber in der Mitte zwischen beiden Ufern und zwar auf eine bedeutende Strecke hin eine Einsenkung, auf welcher bei 100 Faden noch kein Grund erreicht wurde.

Die an der Ostseite des Meeres gelegenen Baien zeichnen sich durch bedentenden Salzgehalt aus. Der sehr versandete Mertwyi Kultuk oder todte Basen enthält nach der Behauptung der Fischer und ehemaligen Bewohner der jetzt aufgegebenen Festung Alexandrowsk keine Fische, das Wasser des Karasu ist sehr scharf und bittersalzig. Auf dem Boden des Kara Bugas, in welchem keine Fische leben, fand Scherebzow eine Salzschicht von unbekannter Mächtigkeit. Es strömt Wasser ununterbrochen durch den engen Eingang in ihn hinein. Herr v. Baer bezeichnet ihn daher als eine natürliche Salzpfanne von gigantischen Dimensionen, welche das Meer selbst ohne fremde Hilfe speiset, und in welcher die Steppenhitze die Soole abdampft, von 85 Seemeilen Länge, 75 Seemeilen Breite und einer ungefähren Oberfläche von 3000 Quadrat -Seemeilen.

Abich stellt die von ihm ausgeführte, sowie ältere Analysen des Wassers des kaspischen Meeres zusammen in folgender Tafel, wo die Zahlen der Ueberschriften die Fundorte bezeichnen: 1. Meerwasser aus der Nähe von Astrachan nach der Analyse von Goebel:

Reise in die Steppen des südlichen Russlands II, S. 101. 2. Meerwasser, an der Ostküste in der Nähe der Landspitze Tjuk - Karagan

oder Tüb-Karagan von v. Baer geschöpft und von Mehner analysirt. 3. Meerwasser aus dem Golf von Baku aus 23 Fuss Tiefe an einer Stelle,

welche durch das Austreten ausserordentlich starker Brenngasströme be

zeichnet ist, von Abich geschöpft und analysirt. 4. Meerwasser von der Rhede von Derbent aus der Tiefe von einem Faden

vom Meeresboden geschöpft und analysirt von Abich. 5. Meerwasser bei OSO. - Wind 75 Werst von der äussersten der Inseln ge

schöpft, welche die Wolga bei ihrem Ausflusse bildet, analysirt von H. Rose, Poggendorff's Annal. XXXV, S. 185.

1.
2.
3.
4.

5. Specif. Gewicht.

1.00539

1.00845 | 1.00711 1.0013 bei 14° R

bei 15° R. bei 15° R. bei 10° R. In 100 Theilen Wasser sind

von Salzgemeng. enthalten 0.6294pC. 1.40 1.32 1.25 0.1654 Chlornatrium

58.37 63.93 64.33 60.79 45.56 Chlorcalcium

1.20 4.65

0
0

0 Chlormagnium

10.04
0 2.89 5.14

0 Dopp. kohlens. Kalkerde . 2.70 2.66 0.60

1.08

1.23 Bittererde 0.20 1.46

0

26.60 Schwefels. Kalk .

7.79 3.99 7.97 8.70 24.54 Talkerde 19.68 23.29 24.11 24.13

0 Glaubersalz

0
0
0

0 2.17 99.98 99.98 | 99.90 | 100.00 | 99.95 Die eigenthümliche Zusammensetzung des kaspischen Meerwassers, welches zich weder in qualitativer noch in quantitativer Beziehung mit demjenigen irgend eines anderen Meeres vergleichen lässt, zeigt eine Aehnlichkeit mit den Mutterlaugen, welche nach Abscheidung des Chlornatriums durch den Soggeprocess aus den Soolen zurückbleiben, die den Steinsalz führenden Formationen entspringen. So würde z. B. eine 21 malige Verdünnung der Mutterlauge von Schönebeck eine Soole darstellen, welche in Beziehung auf dies relative Verhältniss des Kochsalzes 20 den Salzen der Magnesia in derselben, dem caspischen Meerwasser sehr ähnlich ist.

Die Analyse des Wassers des Urmiasees, welches Herr Abich durch einen nordamerikanischen Missionar zu Seir bei Urmia durch Vermittelung von Herrn Khanykof in Tabris erhalten hatte, ergab, dass das Urmiawasser 22.07 Proc. feste wasserfreie Salze in Auflösung enthielt, und zwar fand sich in 100 Theilen des Salzes 86.37 Chlornatrium, 6.94 Chlorinagnium, 0.34 Gyps, 6.08 schwefels. Magnesia, 0.27 Chlorcalcium. Das specifische Gewicht betrug 1.175 bei 150 R. Aus diesem specifischen Gewicht und dem von 2.259 bei 15° R. des durch Abdampfen dieses Wassers erhaltenen und hierauf geschmolzenen Salzes folgt, dass das in einer Wasserschicht von 1 preuss. Fuss Höhe enthaltene Salz einer Schicht von 1.378 preuss. Zoll Höhe festen Steinsalzes dieser Dichtigkeit entsprechen würde. Bestimmt man nach der Kicpertschen Karte die Oberfläche des Sees zu 4118,5 Quadrat-Werst oder 81.61 geogr. Quadrat-Meilen und nimmt die mittlere Tiefe auf 12 Fuss an (nach Monteith's Messungen beträgt die grösste Tiefe 45 Fuss, nimmt aber terrassenförmig sehr allmählich zu), so würde eine Follständigs Ausscheidung des im Urmiasce aufgelösten Steinsalzes einen Würfel von 3473.5 preuss. Fuss oder 3576.7 engl. Fuss geben.

Die Oberfläche des Van - Sees beträgt nach der Kiepert'schen Karte 3359 Quadrat-West oder 66.56 geogr. Quadrat-Meilen. Seine bedeutendsten Zufliisse sind am Südufer der Bitlistschai, der im Eisenberg (Demirdag) entspringt, der Whastantschai und der Anjeltschai; am Ostufer der Kuschab, der Schamiram-Su, der Kharatschai und Bendi - Mahi - Su. Monteith nennt das Wasser sehr salzig und bitter, Southgate brakisch und nicht übel schmeckend, Brant ganz salzig. Im März und Mai wird starker Fischfang auf eine Sardellenart, Taring genannt, getrieben. Nach der Analyse von Abich enthält das Wasser von 1.0185 spec. Gew. bei 15° R. 1.73 eincs Salzgemenges, welches im wasserfreien Zustande aus 14.84 schwefelsaurem Natron, 31.20 kohlens. Natron, 46.54 Chlornatrium, 2.33 dopp. kohlens. Magnesia, 1.50 schwefels. Magnesia, 3.10 schwefels. Kali und 0.44 Thonerde und Kalkerde besteht. Das aus dem Seewasser gewonnene Salz wird auf dem Bazar von Van unter dem Namen Perek verkauft.

Aus der vorstehenden Untersuchung geht hervor, dass der Van-See aus der Reihe der eigentlichen Salzseen in eine Parallele mit den Natronseen von Ungarn und Unter - Aegypten zu setzen sei und im grossen Massstabe auf einc Wiederholung derselben Bildungsgesetze deutet, welche längs des südöstlichen Fusses des Systems der beiden Ararate die von A bich (Bull. de l'Acad. de St. Petersbourg V, No. 8) beschriebene Reihe von Natronseen hervorgerufen haben.

In Beziehung auf eine mögliche meteorologische Erklärung des fortdauernden Sinkens des Spiegels der besprochenen abgeschlossenen Seen möge schliesslich noch hier folgende Bemerkung aus meiner Abhandlung über die Vertheilung der Regen in der gemässigten Zone, Poggendorffs Annalen XCIV, S. 54, eine Stelle finden.

In Redutkale am Südabhange des Kaukasus fallen jährlich 58" Regen, in Kutais 50", in Tiflis nur 19", da hier in NO. bereits bedeutende Gebirgsketten vorliegen. Die in Lenkoran 43" betragende Regenmenge, deren Vertheilung an subtropische Regen erinnert, sinkt jenseits der Hauptkette des Kaukasus in Baku auf 13".4, in Derbent auf 15'. 7 herab, ein Beweis, dass die Quelle jener Niederschläge nicht in dem jene Orte bespülenden kaspischen Meere zu suchen, sondern nach SW. hin liegt. Die unerhebliche Regenmenge scheint darauf zu deuten, dass den über Afrika aufsteigenden Luftmassen der begleitende Wasserdampf fehlt und daher von Afrika nach dem Innern von Asien hinauf in der Richtung von SW. nach NO. ein wüster Gürtel hinzieht, in welchem die Verdunstung den Niederschlag überwiegt, so dass das Niveau eingeschlossener Wasserspiegel, wie das des todten Meeres, des Kaspi- und Aralsees, unter das allgemeine Meeresniveau desto stärker herabgesunken, je näher sie der Aequatorialgegend liegen, die ihnen durch die Drehung der Erde abgelenkte nur relativ trockene Luftmassen zuführt, während am Südabhang der Alpen und des Apennin der Scirocco in mächtigen Regengüssen seine Wiege verräth, die, wie ich vor längerer Zeit gezeigt habe, nicht in Afrika, sondern im westindischen Meere liegt.

Dave.

Personal Narrative of a Pilgrimage to El- Medinah and Meccah. By Richard

F. Burton, Lieutenant, Bombay Army. Vol. I. El-Misr. XV und 318 S. mit 1 Plane u. 3 Karten. Vol. II. El-Medinah. IV u. 426 S. mit 2 Plänen u. 4 Karten. Vol. III, Meccah. X u. 448 S. mit 1 Plan u. 7 Kart. London, Longman, Brown, Green 8 Longmans (Vol. I. II.) 1855. (111.)

1856. gr. 8.

Arabien bietet für die combinirende Betrachtung der Geographie und Geschichte noch ein gutes Stück von Räthseln. Seine Naturverhältnisse erscheinen zwar so einfach, seine Culturentwickelung so schematisch und fast mechanisch, dass man mit dem gegenwärtigen Stande des Wissens von ihm glauben möchte, sich beruhigen zu können; wer aber einmal die grossartige Behandlung seiner

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