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ipsa ecclesia claustrali, et duos villicos, qui bona ipsius ecclesie custodiunt, colligunt et recipiunt, ad ipsius plebani pertinebunt parrochiam et ab ipso omnia ecclesiastica recipient sacramenta, sicut in literis quondam in Christo patris domini Volradi Halberstadensis episcopi expressius continetur. Insuper plebanus diebus, in quibus suorum parrochialium domos cum deportatione reliquiarum solet visitare, predictam curiam et habitacula in ea contenta non visitabit, nisi a predicta domina abbatissa aut eius procuratoribus ad hoc requisitus fuerit specialiter et rogatus. Ceterum, si aliquem de familia ad parrochiam plebani pertinentem in ipsa curia egrotare contigerit, plebanus ad ministrandum eidem sacramenta ecclesiastica ad ipsam curiam et ad habitaculum in quo decumbit ad ipsum non recusabit accedere, nec debebit requirere, ut infirmus recepturus sacramenta extra curiam deportetur. Predicti igitur .. abbatissa et Sifridus plebanus hanc ordinacionem gratam acceptauerunt et in eandem seruandam rectam et firmam pariter consenserunt. In cuius testimonium sigillorum nostrorum appensione communiuimus presens scriptum. Datum anno domini millesimo trecentesimo vicesimo octauo in vigilia sancti Mathie apostoli.

Urschrift auf Pergament; die Siegel sind bis auf wenige Reste verschwunden. 1) Pfarrdorf im Kr. Halberstadt an der nordwestl. Grenze der Grafschaft Wernigerode.

1328.

72.

Vermerk über die Versorgung zweier aus Braunschweig gebürtiger Klosterjungfrauen und die Stiftung eines ewigen Lichtes zu Drübeck.

Hening hern Ludeken vnde Bele sin husvrowe hevet gegeuen Greten vnde Berten Thilen dochteren von Blekenstede clostervrowen XIII sol. gheldes in twen husen by Schelen dore by den broderen. Desse XIII sol. geldes schal me vorkopen na erme dode vnde legen dat geld in ewyge gulde: dar schal men mede holden en ewich licht in de[me] clostere tho Drubeke.

Nach dem ersten Degedingbuch der Altstadt Braunschweig Bl. 83.

1329 Juni 29.

73.

Friedrich, Konrad und Konrad, dessen Sohn, Grafen zu Wernigerode, geben dem Kloster Drübeck zum Ersatz für drei zu 492 Mark verkaufte Hufen zu Beierstedt, welche Summe die Grafen erhalten, die Vogtei, Schoss- und Dienstfreiheit über 32 Hufen Klosteracker zu Langeln.

We Vrederich vnde Conrat van der genade goddes greuen to Werningherode vnde Conrat des seluen greuen Conrades sone

beken

nen openbare in dessem breue, dat her Johan de prouest vnde vro Ilsebet de ebbedesche vnde de conuent gemenlichen des closteres to Drubeke hebbet dorch vnse bede vnde vrůntscop vorkoft dre houve1 mit dem egendome to Beyerstide an velde vnde an dorpe, dede gulden veruntvintich scillinghe Brunswigescher penninghe alle jar, vmme veftich marc eyner haluen min lodiges silueres, de in vnse nut gekomen sin. Des hebbe we en weder gegeuen to eyner wederstadinghe des egendomes vnde des tinces vogedie ouer verdehalue houve1, de och er egen sin, to Langhele an velde vnde an dorpe ledich vnde los van allerleye deneste vnde bede, also dat vnse ammichtlude, noch de bur in dem benomden dorpe noch scöt noch jenigerleye denest mer dar af eschen, sunder scolen se behalden vnde besitten ledich vnde vri mit allem rechte ewichlichen. To eynem orekunde vnde betygninghe desser wederstadinghe, dat de stede vnde ganz van vns vnde van vnsen eruen gehalden werde, so hebbe we en dessen bref dar vp gegeuen vnde gevestenet mit vnsen ingesegelen. Desser dinch sin tüge: her Anno van Hartesrode, her Peter van Cimmenstide, her Conrat van Quermbeke, her Olrich Boc de riddere, Siuert van Minsleue, Henning van Hesnem, Hannes van Langhele, de knapen, vnde anderer guder lude vil, demme wol truwen mach. Dit is geschen na goddes bort dusent jar drehundert jar in deme negen vnde tvintegesten iare in deme dage sente Petres vnde sente Paules der apostelen.

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Friedrich, Konrad und Konrad, dessen Sohn, Grafen zu
Wernigerode, geben dem Kloster Drübeck die Vogtei über fünf
Hufen und zwei Höfe zu Langeln gegen das Eigenthum von
21⁄2 Hufen und zwei Höfen zu Lütgen Lochten.

We Fredrich vnde Conrat, van der genade godes greuen to Werningherode, vnde Conrat, greuen Conrades sone, bethugen vnde bekennen in dessem openen breue, al den de en sen edder horen lesen, dat we an ener weslinghe geuen mit ganzcer wlbort al vser eruen de vogedie over vif houe vnde ouer tvene houe to Langhele, de we dar an hadden, deme clostere to Drubeke mit aller nut vnde rechte an velde vnde dorpe vmme driddehalue houe vnde tvene houe egens, de dat closter hadde to Luttiken Lochten, der et ok vortiet mit alleme rechte. Vppe dat dat stede bliue vnde nen man beyderwegene breke,

so hebbe we dessen openen bref gegeuen deme voresprokenen clostere, de besegelet is mit vser drier ingesegele. Thüge desser weslinghe sint: her Henric Kegel, her Henrich van Borchtorpe, her Peter van Cimmenstide, her Anne van Hartesrode, her Boc, her Conrad van Quermbeke riddere, Godeke van der Helle, Henning van Hesnem vse vogede vnde vele anderer guder lude, de dat betüget. Desse bref is gegeuen na goddes bort dusent jar drehundert jar in deme dritegesten. jare in deme quatertempere in der vasten.

Urschrift auf Pergament, etwas verblichen; vom ersten Siegel noch Fragmente, die andern fehlen ganz.

1) Eingegangenes Dorf neben dem heutigen Kirchdorf Lochten im Hildesheimischen unfern der Ecker.

1330.

75.

Das Kloster Drübeck giebt das Eigenthum der Hufe zu Dekenigerode, welche Albrecht Vinke zu dem von ihm gestifteten Altare gelegt hat, dem Kapitel zu S. Georgii und Silvestri.

Nos Johannes prepositus, Elyzabet abbatissa totusque conuentus sanctimonialium in Drvbeke recognoscimus et tenore presencium publice protestamur, quod nos cum scitu et consensu omnium, quorum interest, dedimus et nichilominus damus in his scriptis honorabilibus viris decano totique capitulo et ecclesie sanctorum Georgii et Syluestri in Wernigerode vnum mansum situm in campis Dekenigerode cum proprietate et cum omnibus ad eum pertinentibus et omni iure perpetuo possidendum, nichil nobis et nostro monasterio in ipso manso iuris aut commodi quomodolibet reseruando. Est etiam cum ipso eodem manso quoddam altare in ecclesia sanctorum Georgii et Syluestri predicta nouiter constructum per Albertum dictum Vynke ciuem in Wernigerode dotatum, vnde perpetuus vicarius eiusdem altaris evndem mansvm possidebit fructusque de ipso singulis annis accipiet eosque suis vsibus applicabit; quia qui altario (so!) seruit, debet viuere de altari. Isdem (so!) etiam vicarius, quicunque pro tempore fuerit, pro animabus Alberti Vynken predicti et Margarete vxoris sue et aliorum benefactorum suorum orabit fideliter in omnibus suis missis. Vt autem hec nostra donacio nota et rata permaneat, presens scriptum dedimus appensione sigilli nostri conuentus firmiter roboratum. Actum et datum anno domini m°ccc°xxx°.

Urschrift auf Pergament, deren an Pergamentstreifen hangendes Siegel nicht mehr vorhanden, im Stifts-Archiv S. Silvestri (Oberpfarrkirche) zu Wernigerode Nr. 19.

1) Eingegangenes Dorf in der Grafsch. Wernigerode, das nordwestl. von der Stadt gelegen zu haben scheint.

1330 October 22.

76.

Friedrich und Konrad, Grafen zu Wernigerode, und das Stift S. Georgii und Silvestri daselbst bekunden die von Peter von Zemmenstedt und Albrecht Vinke geschehene Stiftung eines neuen Altares, zu dem sie drei Hufen mit den Gärten westl. von der Stadt über dem Wasser, wenn man nach der Himmelpforte geht, und eine Hufe zu Dekenigerode gegeben haben. Vgl. Nr. 75. We Frederyk vnde Conrat von der genade godes greven von Wernigerode vnde we Hinrich deken vnde dat gemene kapetel des godeshuses sinte Jvrigen vnde sinte Siluesteres in der stat to Wernigerode bekennen des in desseme jegenwarden breue, dat her Peter von Tzemmenstede vnde Albrech (!) Vynke hebben myt orloue vnses herren bisschop Albrechtes von Halberstat vnde ok myt vnser witscap vnde williger volbort enne nygen altar gebuwet in vnsem vorbenomden godeshuse vnde hebben dene bewedemet vnde begauet myt dren hoven, de liget westerhalf der stat to Wernigerode over deme watere, als men geyt to der Hymelporten, vnde myt den garden de dar bi liget, vnde myt ener houe op deme velde to Dekenigerode, de alle geegenet sin deme vorbenomden godeshuse sinte Syluesteres. Dissen altar scal ligen de eldeste von der herschap, de herre ist to Wernigerode, vnde scal dene ligen dor god emme woldogenden prestere, vnde de prester scal de hove vnde de garden hebben in sinen weren vnde scal de maldere op boren alle jar vnde scal sine notdorft dar af hebben. He scal ok deme dekene horsam don vnde scal to kore wesen to allen tyden, svnder to der none; he scal ok syne myssen sygen (!) alle dage na deme stillemisse to der homissen, svnder in der vasten vnde in allen vasteldagen, denne scal he rede syn vnde scal an sigen (!) swenne men myddem orgen lot, syn opper deme dekene bringen altohant vnde altemale. He scal ok alle sonavende syngen von vnser vrowen, vnde alle mandage selmyssen, et ne were, dat dat von hiligen dagen wesen nycht ne mochte. In den anderen dagen scal he sigen swes en de deken biddet. He scal ok bidden vor sine herren vnde bi namen gedenken in sinem bede vnde in al sinen missen al dere, von der almosen de altar is bewedemet vnde begauet. De silue prester scal ok dar achte op hebben, dat na siner missen dat gerhus, de kor vnde de kerke togesloten werde, went he de leste wesen mot allerdickest vt der kerken. Men scal ok deme siluen prestere wyn vnde opper geven als den anderen. He scal auer silven sinem scolere lonen vnde sek syluen luchtes pleghen von deme semme. He scal ok mit der bisorghe vmbeworren sin, et ne were, dat es eme de deken bede svnderliken oder hete. Op dat dit witlich bliue vnde stede gehalden werde, so hebbe we dissen bref gegeven, de mit vnser aller tohangenden yngesegelen is bevestet. Dat wart gesat vnde bescreven na godes bort dusent jar, drehvndert jar in deme dritteghesten jare, des neysten mandages na sinte Gallen dage.

Urschrift, deren Siegel, ausser einem Reste des Dechantensiegels, nicht mehr vorhanden sind, Nr. 17 im Stifts - Archiv S. Silvestri (Oberpfarrkirche) in Wernigerode. Die Urkunde ist um des Zusammenhangs mit der vorhergehenden willen hier mit aufgenommen. Von Aussen von einer Hand des 15. Jahrh.: Institucio vicarie Barbare, quam modo possidet dominus Hinricus Bodeker.

Links davon mit einer Handschr. von etwa 1500: Dusser acker vnnd garten sint vnnser kirchen schmelich entzogen. Sinnt Wolmeyes erbe geworden; got straf das sacrilegium.

Der Grafen Friedrich und Konrad Handfeste über das dem Dechanten und Kapitel überlassene Eigenthum der von ihnen für 271⁄2 Mark erkauften Hufe zwischen dem Reddeber Teiche und Drübecker Wege, vormals Lehen, 1330 Freitag nach Martini. Urschr. auf Pergament im Stifts- Archiv zu S. Silvestri (Oberpfarrkirche) in Wernigerode Nr. 18; Siegel nicht mehr vorhanden.

1334 December 8.

77.

Jordan der Aelt., Johann und Jordan der Jüng., Schenken von Neindorf, übergeben gegen 3 Mark dem Kloster Drübeck 1/2 Hufe und 13 Hof zu Deersheim, die der Pleban daselbst, Johann von Gevensleben, von ihren Vasallen, den Stesies, für 8 Mark erkauft und behufs einer Spende an seinem Jahrstage dem gedachten Kloster geschenkt hat.

Nos Jordanus senior, Johannes et Jordanus iunior pincerne de Nendorp fratres, milites, recognoscimus lucide presentium sub tenore, quod prouidus homo dominus Johannes de Geuensleve plebanus in Dersvm dimidium mansum in campis ville Dersum et terciam particulam curie in eadem villa, que a nobis descenderunt in pheudo, de scitu nostro et consensu libero a Johanne Thilone et Hinrico fratribus dictis Sthesies, famulis, resignatione iam dictorum bonorum libera prius ab eisdem nobis facta, pro octo marcis puris legitimo emptionis tytulo comparauit; que eciam bona idem dominus Johannes monasterio sanctimonialium sancti Viti in Drvbeke incorporari a nobis perpetue procurauit, datis nobis abinde tribus marcis Stendaliensibus, efficiens eo ipso anniuersarium obitus sui diem ibidem iugiter peragendum; ita quod annui prouentus dictorum bonorum debebunt distribui equaliter inter sanctimoniales ibidem et sacerdotes singulis annis in anniuersarii sui die in remedium sue anime et salutem. Nos vero dimidium mansum in Dersvm antedictum cum particula curie incorporamus presentibus monasterio in Drvbeke perpetue ad vsum antedictum, nichil nobis aut posteris nostris in eis iuris reseruantes, volentes etiam eidem monasterio circa ipsa requisiti pre singulis hominum legitimam prestare gvarandiam, locis et temporibus oportunis. In cuius incorporationis et ordinationis testimonium presenti pagine inde confecte sigilla nostra apponi iussimus et2 memoriam sempiternam. Huius rei sunt testes: Hinricus de Hoyem, Anno de Hartesrode et Petrus de Cymmenstede milites, Thidericus de Cyllinghe, plebanus in Veckenstide et Elerus

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