Imágenes de páginas
PDF
EPUB

Siluestre vnde Cord von Minsleue, stadvoghet darsulues. To eneme orkunde disse dingh stede vnde gantz to holdene, so hebbe we deme. clostere dissen bref ghegeuen besegellet mid vnseme tohangendem inghesegelle. Na goddes bord dretteynhundert jar in deme twey vnde sestigesten jare in sinte Mathyas daghe des hilghen apposteln.

Urschrift auf Pergament; das Siegel abgefallen und zerbrochen.

1364 Febr. 2.

86.

Albrecht Spiegel verkauft für 6 löthige Mark sein Recht an einer Hufe zu Hohenneindorf dem Kloster Drübeck, dem solche ehemals zugestanden hat.

Ek Albrecht Speygel knecht, Ilse myn elike husfruwe, Ludeleff vnde Albrecht vnse sone, bekennen in dussem open breue vnde dot witlick allen de on seen effte horet lesen, dat we hebbet vorkofft eynne houe landes vppe dem velde tho Hon Neyndorpe myd allem rechten fry leddich vnde losz aller ansprake dem clostere tho Drubeke vor sesz lodighe mark, de os wol beredet syn. Dusse sulue houe hadde wesen Ludeleues Riken vnde syner eruen, den we se ok vmme achte Stendelsche mark vnde eynnen ferding aff ghekofft hadden, vnde van on afftichte der suluen houe deggherliken ghedan wart vor den ammechtluden des vorsprokenen goddeshuses tho Drubeke, vnde der ok thovoren de dicke ghenomde houe myd allem rechten vriheit vnde eghendome ghewest hadde, vnde ek Albrecht vor ghenomede myd alle mynen eruen van den dicke ghenomeden closter luden alse dar an ghewiset worden. Dusser suluen houe do we afftichte deggherliken vnde antworden on de fry leddich vnde losz, also dat we noch nemet dar icht rechtes ane beholden, vnde willen des or rechte weren wesen vppe alme bleke wur vnde wanne se des bedoruet effte van os esschet. Tho eynner orkunde dusser vorscreuen dyng stede vnde ghans tho bliuende, hebbe we den dicke ghenomden closterluden tho Drubeke dussen breff ghegheuen besegelt myd mynem Albrechtes thohangeden. ingesegele, des we alle ghebruken myd al vnsen eruen dorch brekynge willen eghener ingesegele. Dit is ghescheen na goddes bord dusent jar vnde drehundert in dem veer vnde sestigesten jare in vnser fruwen dage lechtmyssen.

Register der Drübecker Gütererwerbungen Bl. 12.

1364 März 1.

87.

Verschreibung des Klosters Drübeck an den Convent daselbst über die jährlichen Zinsen einer Mark von dem erborgten Kapital der 10 Mark, welche zu zwei Jahrszeiten geschenkt sind, unter Verpfändung des jährlichen Obstgeldes.

We her Thiderich prouest, Saphyge ebdische, Mechtildis priorinne vnde de ghemeyne samnighe des closteres to Drubeke bekennen in důsme breue, dat we hebben vpghenomen vnde in vses closters nůd ghekard teyn wermark van vser samnighe, de on ghegheuen worn dorch god to twen jartiden, de se began scolen alle jar eyne vppe sinte Tybursz daghe na paschen hern Siuerde, de perrere was vser dorp kerken, de anderen hern Henrike sinem brodere vnde alle oren lefhoueden vppe sinte Felix dach na twelften. Vor dusse teyn mark hebbe we on vorkoft eyne mark wergeldes alle jar vppe sinte Mychelis dach tho beredende vnde bewiset se an vseme ouet ghelde myd dusseme bescede: worde on brok jeneghes jares an dere beredinghe, so mochte de ebdesche myd den eldesten vrowen hinderen lateren jare de verkopinghe des ouetes also lange, wantemen on de olden mark tinzes myd der nygen, de noch tokomende were, verwissende vnde beredde nach orem willen. Dusse marc gbeldes moghed vse prouest vnde vse ammechtlůde wederkopen vor teyn wermark; wan se willen, so scolden se on dat to wetende don to paschen, vnde dar na vppe den tinz dach bereden tinz vnde ghelt ane hinder; vnde so scolen de vrowen ore ghelt an andere ghulde leggen, de on to den vorsprokenen jartiden eweliken bliuende wore. Vpp dat dit stede vnde ganz gheholden bliue, so hebbe we on dussen bref besegheld gheuen mid vsen ingheseghlen der prouestige vnde des kouentes. Na godes bord dritteynhundert jar in deme ver vnde sesteghesten jare in myduasten daghe.

Urschrift auf Pergament, durch Nässe verdorben; die Siegel nur noch Fragmente, vgl. die Abbildungen Nr. 2 u. 18.

1366.

88.

Thile von Helmstedt, Goldschmied zu Braunschweig, bedenkt in seiner letztwilligen Verfügung ausser andern Klöstern und Stiftern auch die Klosterjungfrauen zu Drübeck mit einer halben Mark.

In godes namen amen. Ek Thile van Helmstede, goltsmet, hebbe min testament ghesat, alse ek dat hebben wille na mineme dode, darto hebbe ek ghekoren to vormunde Peynen mit der vust, Henninghe van Berklinghe, Heneken van Dalum in der Nyenstad, minen swagher, vnde Hannese minen broder, dat se dat entrichten dor miner sele salicheyt, alse ek on wol ghetruwe.

Sunderlik beschede ek to sunte Mertene.

To Dorstad gheue ek kellik, den vindet men in miner kester (!) rede, to Heninge 12 mark den closter vrowen to delende, to Woltingerode 12 mark to dem buwe vnde /, mark den vrowen to delende, to Abbenrode den. vrowen 1⁄2 mark, to Waterlere 12 mark, den vrowen to Drubeke 1, mark.

Testamentsbuch 1358-1446 der Stadt Braunschweig Bl. 6 im Stadt - Archiv daselbst. Das Jahr der Urk. ergiebt sich aus der übergeschriebenen Minderzahl.

1370 Febr. 2.

89.

Graf Konrad und seine Söhne Konrad und Dietrich zu Wernigerode verkaufen wiederkäuflich an Konrad von der Ou und Ghese von (Beuchte), Klosterfrau zu Drübeck, 9 Vierdinge jährl. Zinsen vom Lande vor dem Reddeberholze und von Höfen in Nöschenrode für 10 Mark.

We Cord van der gnade goddes greue to Wernigerode, Cord vnde Dyderc vse sône, vnde vse eruen bekennet openbar in desseme jeghenwordeghen breue, dat we verkoft hebbet redelken vnde rechtliken hern Corde van der Ov vnde vern Ghesen van Bochte, ener closter vrowen to Drubeke, vnde we dessen bref heft mit ereme guden willen, neghen verdinghe wergheldes jarlikes tinzes; des tinzes schal en gheuen alle jar oppe sente Gallen dach Hans Wittecordes verdehaluen verdingh van lande vor deme Reddeber holte vnde ene mark van deme houe, dar nv Kryet vppe wonet, vnde anderhaluen verdingh vt eneme houe bouen deme Noschenrode 1, dede nv Valepaghen is. Were ok, dat en desse tinz vorstendich worde, so scolde we vnde willet en vse boden dar to lyen in to manende liker wis alse os seluen. Desse neghen verdinghe tinzes moghe we weder kopen, effte we dessen vorghescreuenen dat vor weten laten to sente Johanses daghe to middensomere, dar na oppe den neysten sente Gallen dach deme seluen hern Corde vnde vern Ghesen vore benomt, eder we dessen bref hedde mit ereme willen weder gheuen teyn lodeghe mark Goslescher wichte vnde witte mit deme tinze de sek dar vp gheboret ane vortoch vnd hinder. To ener betuginge desser vorscreuenen stucke stede vnd vast to holdende hebbe we vse inghesegele ghehanghet laten to desseme breue, vnde is gheschen na der bord goddes dusent drehundert jar in deme seuentegesten jare in vser vrowen daghe lechtmissen.

Urschrift auf Pergament; die beiden ersten Siegel sehr beschädigt.
1) Vorstadt (Flecken) Nöschenrode bei Wernigerode.

1373 Juni 24.

90.

Konrad, Graf zu Wernigerode, Konrad und Dietrich seine Söhne geben um Gottes und um ihrer Eltern Seele willen dem Priester des neuen Spitales vor der Stadt Wernigerode eine Hufe Landes auf dem Oldenröder Felde, welche Hans von Minsleben im Besitz hatte, frei von Schoss, Zins, Herbstbede und allen Ansprüchen; doch soll der Priester alle Jahre 2 schwarze Loth an die Klosterleute zu Drübeck (Drubeke) entrichten.

1373 S. Joh. Bapt.

Urschrift auf Pergament mit erhaltenen Siegeln der beiden Grafen Konrad und den beschädigten des Grafen Dietrich und des Hans v. Minsleben im Stadt- Archiv zu Wern. VII A. 2, 3. 91.

1379 März 25.

Der Rath zu Wernigerode verkauft mit Wissen der Herrschaft der Klosterfrau Zeyge zu Drübeck, Bernd Semmelen Tochter, auf Lebenszeit 12 löth. Mark jährl. Zinses für 15 löth. Mark derselben Währung mit dem Beding, dass nach ihrem Tode 1/2 Mark doch mit 10 Mark wiederkäuflich

an den Vicar des neuen Altars zu S. Joh. u. Andreas in der Nikolaikirche zu Wernigerode, das Uebrige an die Stadt fallen soll. We rad der stad to Wernigerode bekennet openbar in disseme breffe allen de on seyn edder hören lesen, dat we met wytschop vnser heren greuen Cordes vnde greuen Thiderikes hebbet verkofft recht vnde reddelken Zeygen, eyner closter frawen to Drubeke, dede Berndes Semmelen dochter was vnses medeborgers, dem god gnade, 11⁄2 lodige mark jarliker gulde vor xv lodige mark, de vns wol betalet sint vnde in vnser stad nud gekomen sint. Disse vorscreuen gülde schulle we vnde willet disser suluen closterfrawen Zcygen alle jarlikes geuen op alle goddes hilgen dach schotes fry ane allerleye inval vnde hinder, vorbeydinge der hern, besettinge gestlikes edder wertlikes gerichtes, de wile se leuet, met disseme vnderscheyde: Wanne se af steruet, so schal disser vorgescreuen 12 mark gulde 2 mark alle jarlikes to vallen vnde eygen sin deme vicariese des nigen altares sinte Johannis vnde sinte Andreas, de gelegen is in deme goddes huse sinte Nicolaus in der stad Werningerode; sunder de rad mach de suluen / mark wedder kopen vor x lodige mark, wanne se des to rade werden op to seggende vor eyn verndel jars vor der gulde tyd. Wat hir en bouen is, dat wert der stad leddich vnde loss na Czigen dode. Alle disse vorscreuen stucke louen we rad vnde alle vnse nakomelinge stede vnde vast to holdene, vnde geuet on disses to eyner openbaren betuchnisse dissen breff met vnseme ingesegele truwelken besegelt na goddes bort drytteynhundert jar in deme negen vnde seuentigesten jare in vnser leuen frawen dage in der vasten annunciacionis.

Abschrift des 15. Jahrh. im Städt. Copialb. Yd. 6 Bl. 17 auf Gräfl. Bibliothek.

1382 Nov. 11.

92.

Bekenntniss der Aebtissin zu Drübeck über einen von Bernd von Silstedt gekauften Zins von 1, Vierdingen löth. Silbers jährlich an dem Hofe Ludeken Bethmanns.

We Saphia von der Ghowische, ebdische tho Drubeke, bekenne in dussem breue, dat meck witlick isz, dat her Berndt von Silstidde ghekofft hefft 1 lodigen verding gheldesz yarlikesz tinsesz an dem houe, de de Ludekenn Betemannesz hadde wesenn. Den tinsz schal men geuen alle yare vpp sunte Michelis dach; vnde were dat hern Berndes to kort worde, so scholdeme dussenn vorgenanten tinsz gheuen den vicarien to Werningrode to orem brode. Dusses wil ick bekant wesen wur men desz bedarff, vnde bewise dat met mynem ingesegele, dat eck an dussen breff hebbe laten gehenget, vnde isz gescheyn na der bordt vnses hern dusent drehundert yar darna in dem twey vnde achtigesten yare, in sunte Mertens dage des bischoppes.

Copialb. S. Silvestri zu Wernigerode II, Bl. 427.

1386 März 17.

93.

Gertrud, Aebtissin zu Drübeck, präsentirt den Konrad Myliges zum Pfarrer daselbst.

Honorabili viro domino Alberto Sophie, commissario banni Vtzleuen, Ghertrudis, abbatissa monasterii sancti Viti in Drubeke, oraciones in Christo deuotas. Ecclesiam parrochialem in Drubeke, cuius ius patronatus ad nos pertinere dinoscitur, Cunrado Myliges, clerico Halberstadensis diocesis, contulimus pure propter deum vacantem nobis per resignacionem domini Bartoldi de Tzimmenstede, vltimi plebani ibidem, vobis humiliter supplicando, quatenus dignemini dictum Cunradum investare in eadem et de cura animarum ipsius pie prouidere. Datum et actum anno domini m°ccclxxxvI° ipso die beate Ghertrudis virginis gloriose.

Urschrift mit beschädigtem Siegel im Kgl. Staats-Archiv zu Magdeburg, s. r. Kl. Drüb. 1. Das Conventssiegel s. Nr. 2.

1386 August 28.

94.

Konrad, Graf zu Wernigerode, bekennt, dass Hans v. Minsleben und seine Schwester Grete, Witwe Albrecht Smeckboters, an Hans Goltschmid, seine Schwester Jutte, Klosterfrau zu Drübeck, und an Hans Oldenrod und seine Frau 3 löth. Vierding Geldes an drei Wandbuden unter dem Kaufhaus für 6 Mark Geldes wiederkäuflich versetzt haben.

We Cord von der gnade goddes greue to Wernigrode vnde vnse eruen bekennen in dissen openen breue, dat vor vns is ghewesen Hans

« AnteriorContinuar »