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Item ouch hot der gedochte herr Bisschoff von Culmen eyn gros perlen crewcze mit grossen golden spangen von arabisschem golde geacht uff xiije (1300) hungrisch gulden vom grabe der wirdigen frawen Dorotheen in der Thumkirchenn zcu Marienwerder freblich weggenomen unnd sust aus derselbigen kirchen silber unnde vyll Bucher zcu mercklichem schaden der armen kirche die ken Crokow vorkowfft ab sich die sachenn zcien in den ewigenn friede, mag eyn iderman erkennenn.

Item so hot her ouch die Stat Freienstat mit vyl dorffern von dem Bischtum Pomezan vorsaczt unnde weniger genomen wenn die houptbriefe inhalden das doch nicht crafft unnd macht hot, noch deme unnde her nur eyn verweser ist der genanten kirchenn unnd nicht eyn rechter herr.

Hausarchiv. Cod. Ms. chart. s. XV. Nr. 150, fol. 48-50.

XLIV. (1479.)

Instruction gen Nurnberg.

Von Erst den Fursten ze sagen seiner k. maiestat gnad und frewntschafft.

Item darnach In von seinen k. gnaden wegen furzehalten die k. maie

stat sey ungezweiffelt In sey wissentlich und kund der gross vleis und arbait so die k. m. nu bey den xxvij Jarn in steter ubung in aigner person bey dem Stul zu Rom und auf menigern tegen durch sich selbs und sein potschafft im Reich unerspart seins leibs und guts furkert hab dadurch der kristenhait wider die unglawbigen geholffen mocht werden und den Turken gwalttiger und trostleicher widerstand beschehen und wiewol daz bisher nit ersprossen, so hab doch an seiner k. m. vleis darin nit erwunden noch sich das bewegen lassen sunder die sachen fur und fur bey unserm heiligen vater dem Pabst und annder ennden gearbait. Nachdem aber die sachen von der Cristenhait ist so gar verachtleich angesehen und wenig zu hertzen genomen worden, sein die anstossenden cristen so von den Turken mit steten und swern krieg sind belesttigt gewesen da sy von der Cristenhait kain hilff noch beistand gesehen haben betwungen worden und in die zaghait gefallen daz der merer tail aus in auch annder so weiter gelegen sein mit den

Turken frid gemacht und aufgenomen haben daz gemainer Cristenhait als sy selbs wol versteen mugen zu grossem abpruch kumbt und die unglawbigen dadurch in irm furnemen und macht besterkht und behertzenter werden, die Cristenmenschen weitter zu betzwingen und zu bekriegen, daz sy dann nu nit mynner mue dann vor tun mugen nachdem sy auf die anstossenden fursten und macht der Cristen so mit in befrid sein kain fursorg mer habǹ bedorffen und nu fryer dann vor ir macht gen den dewtschen lannden keren mugen als sy dann ietz iar haben ersehen lassen da sy mit grosser macht als mit xx". pherten der k. maiestat lannd Steir Kernden und Krain uberzogen und mit demselben irn zug uncz an das lannd Payrn erraicht haben und sey zu besorgen sy mochten noch den sumer weitter dann vorher beschehen ist dewtsche lannd mit irm zug erraichen nachdem sich die Venediger von den sy merkleichen widerstannd gehabt nu mit in gefrid haben. Es mugen auch die fursten warleich gelawben wo den Turken nit sol mechttiger dann bisher beschehen ist widerstand tan und der k. maiestat und iren lannden wider die unglawbigen hilff und beistand beschehen sey zu besorgen seiner k. maiestat lannd werden durch die stet ubung des kriegs und beschedigung von den unglawbigen darzu gedrungen daz sy mit den unglawbigen muessen frid aufnemen, wo sy anders die lannd nit gancz wellen od ligen lassen wann sy die in dy lenng in kain weg vermugen zu halten mangel halben speis und der lewt so durch die Turken daraus gefurt und in land sind erslagen sein daz auch die land nu so gar erarmbt und verprent sind daz sich schier nyemands mer darin enthalten mag und die speis und narung aus anndern lannden darin pringen mues wann die Turken die nu xxiij mal uberzogen haben, daz und anders hab die k. majestat mit betrubten gemut zu hertzen genomen und damit seiner k. maiestat kain unfleis noch sawmnuss in den sachen mug zugemessen werden sey sein k. majestat bewegt worden sy auf den tag zu versamlen damit von den sachen mug ratgeslagt werden wie solhem swern gedrang und krieg so gemainer Cristenhait von den unglawbigen anligt furzekomen sey und sey die k. majestat gancz des willen gewesen und darzu geschikht in aigner person zu In ze komen. In dem sein die Turken mit grosser macht an ain wasser genannt die Kulpp daz Krabat von seiner k. majestat lannden schaidet komen und ligen noch daselbs und ist kain zweifel so Monumenta Habsburgica. 1. 3.

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pald die wasser die dann ietz gros sein verlauffen mit aller irer macht in seiner k. maiestat ruken werden dadurch sich sein k. maiestat ditzmals von lannden nit hab tun noch ziehen mugen und begert die k. maiestat daz sy sich seiner k. m. abwesen nit in den dingen irren lassen und dannoch in die sachen sehen die zu herczen und darin weg furnemen daz seiner k. m. und seinen lannden und lewten geholffen und ain volkh zugeordent werde damit sy sich der Turken aufhalten und den widerstannd tun mugen daz die mit irer macht und krieg dewtsche lannd nit weiter erraichen und darin zu vordrist ansehen die Ere Gott des allmechttigen des heiligen cristenleichen glawben und gemainer dewtschen Nation wann wo daz nit beschieht sey daz an seiner k. m. land vermugen nit sich solher der Turkhen macht und inzug lennger aufzuhalten. So beger auch die k. maiestat ditzmals wider die Turken kaines

gewalttigen zug sunder allain sechs oder sibentausent man zu aufenthalttung der tegleichen inzug der Turken so lanng uncz man ainen gwalttigen zug furnemen mag daran daz heilig Reich pilleich kain beswerung haben sol. So will sein k. m. von seinen lannden auch zwaytausent man halten dadurch die k. m. hofft daz man den unglawbigen die inzug in dewtsche land und in daz heilige Reich geweren und an den ennden widerstand tun mug.

Hausarchiv. Cod. ms. ch. s. XV. Nr. 150, fol. 78, 79.

(1479.)

Instruction auf Erczherczog Maximilian sachen auf den tag zu Nurnberg anzepringen.

Von Erst daz Erezherczog Maximilian Sandpoten ir werbung tun sullen nach rat und underweisung der k. Maiestat sanndpoten so die k. maiestat bey dem tag zu Nurnberg haben wirdet darin in dann der k. maiestat Sanndpoten nach gelegenhait desselben tag und herczog Maximilian sachen underrichttung und anweisung geben sullen, damit Herczog Maximilian sachen auf denselben tag auf daz fuegleichist furpracht werden mit Erzellung des grossen gedrang und unrechttens so Erezherczog Maximilian und seinen lannden und lewten von dem kunig von Frankhreich beschiecht und wie dieselben lannd von dem heiligen Reich solten gedrungen werden was abpruch das dem Reich precht und daz dadurch von der

welischen Nation ain ganczer inpruch in daz heilige Reich und in die dewtsche Nation beschehen mocht und darauf von Erezherczog Maximilian wegen piten daz sy Im hilff und beystand tun daz er die lannd bey dem heiligen Reich halten mug nachdem er mit den lannden ain merklich gelid des heiligen Reich sey daz welle er umb daz heilig Reich underteniglich verdienen und gen In allen und Ir iedem frewntleichen beschulden. Und so Erczherczog Maximilian pottschafft ir werbung tan hat daz dann der k. maiestat Sanndpoten an die Fursten und annder auf dem tag von seiner k. majestat wegen werben und pringen, sy haben Erczherczog Maximilian pottschafft werbung und pet verstannden, nu hab derselb Erczherczog Maximilian die k. maiestat nit allain als seinen lieben Herrn und Vater sunder auch als Romischen kaiser umb hilff und beistannd wider sein veindt ettweofft ersucht und angelangt, die k. maiestat im des auch als iren lieben Sun gancz darczu begerleich genaigt sey, so sein dadurch seiner k. maiestat lannd und lewt so gar vast von den unglawbigen und in annder weg verderbt auch Erczherczog Maximilian lannden so gar weit gelegen daz das sein k. majestat von seinen aigen lannd und lewten nit vermag. Und bitt und beger an Sy daz sy in die sachen und zu herczen nemen, mit was grosser mue die k. majestat die lannd widerumb zum Reich pracht hab und zu vordrist daz sein k. majestat ir aigen lannd und lewt verlassen hab und fur Newss wider weilent Herczogen Carl mit in zogen sey sy bey irn wirden und stennden ze halten und ze schermen, daz sy solh seiner k. majestat gnad und guttat bedennkhen und zu vordrist seiner k. majestat als Romischen kaiser und darnach seiner k. maiestat Sun Herczog Maximilian als irm gesippten frewndt wider den kunig von Frankhreich hilff und beystannd tun damit er sich bey seinen lannden und dem so Im und seiner Gemachel rechtleich zugehoret behalten und darzu komen mug und wo sy sich mitsambt seiner k. maiestat in solh hilff und beystannd geben und der sein k. maiestat vertrosten wellen well sein k. majestat sein leib und gut darin nit sparn und die mitsambt In darseczen damit die lannd bey dem Reich gehalten und Herczog Maximilian von dem so Im rechtleich zugehoret vom kunig von Frankhreich nit verdrungen werde, daz auch gen In allen und ir iedem insunderhait frewndtleich beschulden und gnedigkleich erkennen.

Item darnach mit iedem fursten in sunderhait ze reden von wegen der

k. maiestat und Herczog Maximilian und sy ze piten umb hilff wider den Kunig von Frankhreich und von In zuuernemen wie sy sich in die sachen schikhen wellen.

Item ob die fursten vermainten daz sy nit vermochten sich wider die Turken und den kunig von Frankhreich ze schikhen, nachdem das an beden ennden grosser macht bedarfft daz sy dann den fursten sagen daz der k. maiestat maynung nit sey daz sy auf ditzmals mit aller macht auf die Turken zugen wann daz nit fruchtperleich wer sunder sein k. majestat begert allain vi oder Siben tausent man zu dem so sein k. maiestat von seinen landen darzu aufpringen mag, dieselben vii" man mugen an gross darlegen aus Frankhen Swaben und Payrn aufpringen und zu widerstand der Turken prauchen damit die nit weiter in dewtsche land mit irm zug prechen. Was aber under Mayn und den Rein ab ist daz dieselben mit irer macht Herczog Maximilian helffen damit er mit seinen lannden bey dem heiligen Romischen Reich mug gehalten und dauon nit gedrungen werde.

Hausarchiv. Cod. ms. ch. s. XV. Nr. 150, fol. 80, 81.

XLV.

1479, 14. October.

Der Churfürsten vnd fursten geystlicher und weltlicher Rete Antwurt Dem kayserlichй legaten vff sein furhaltò Der kristenhait vnsers heylligň vatters des Pabst vnd stuels zw Rome vnd des heyligi Remischen Reichs zw Nurnberck Gebй am Pfincztag vor Gally anno domini etc. etc. Lxxviiij Jare

Aals auf disem tag drew wesñtliche stueck furghaltǹ wordñ sind zw erst der Turkn halbn den widerstand zu thun etc. etc.

Zwm Andren vnserm heyligň vatter dem Babst vnd der Romischй kirchn hilf zwthunn.

zum driten des kunygs von Franckreich furnemen gegn dewtscher Naczion zw widersten.

zw Jungstñ der k. legat seiner k. g. zw willñ vnd maynung dar In eröfent zw Erst Der Turckn halbi Solt hie angeschlagň vnd verfuegt werdã ein zimliche volck auf Sechs Tawsent oder der masen In die

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