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lichen vnd vngeuerlichen vnd des zu vrkund haben wir disen Zedl mit vnnserm Secret vnd vnser selbst hanndschrifft betzaichent, Geschehen zu wienn. am 19. tag des Monats December 1480.

LVII.

1480, 19. December.

Wir Herman von gottes gnaden etc. Bekennen offenlich mit disem brief, für vns vnd all vnnser nachkomen vnd thun kund allermeniclich, Nach dem wir dem Allerdurchleuchtigisten Grossmechtigisten fursten vnd herren, hern Friderichen, Romischen Keyser zuallennzeiten merer des Reichs. zu Hungern Dalmatien, Croatien etc. Kunig. Hertzogen zu Osterreich vnd zu Steyr etc. vnnserm allergnedigisten Herren ein mercklich Summ gelts. aufrechter bekenntlicher schuld. in bestimbten Zeiten zubetzalen schuldig, Auch seiner keyserlichen Maiestat, vnd Iren nachkumen aus dem Zol Lynnss am Reyn ein Summ gelts Jerlichen zureichen vnd zu antwurten. Noch verschriben vnd verpflicht sein, in massen das der brief seiner keyserlichen Maiestat darúber gegeben clerlicher aussweisen vnd aber solich betzalung. mercklicher beswerung vnd verderbniss halben des gemelten Stiffts. bisher vertzogenn. Das wir vns darauf mit demselben vnnserm allergnedigisten Herren dem Römischen Keyser. vmb solich verbriefft vnd vnuerbriefft geltschuld vnd Jerlich gült vnd Restant auch was sein Kays. Maiestat auf den Zöllen zu Lynns Bonne vnd Anndern auch bisher gehabt gutlich vereinet vnd vertragen, vnd sein Kays. Maiestat mit vndertenigem diemutigem fleiss erbeten haben, das sein Kayserlich Maiestat, aus Keyserlicher miltikeit vnd angeborner gütte vnd tugent, auch dem gnedigen willen. so sein Kays. M. Zu vns. vnd dem Stifft Collenn tregt, als sich das. in vnserer erlösung zu Newss vnd in annder menigfeltig weise mercklich ertzeigt, dieselben geltschuld gült vnd Restant all vnd yede besunder. so wir seiner Keyserlichen Maiestat. nach lautt der obestimbten vnnserer verschreibung vnd in ander weg, bis auf dato diss briefs zubeczalen vnd zugeben. verpflicht sein, auf xxxij M. guter oberlenndischer Reinischer guldein gelassen hat. Das wir billichen. in vnderteniger gehorsam vnd dannekperkeit nymmer vergessen, vnd haben darauf seiner Keyserlichen Maiestat, vnd Iren nachkumen für vns vnd all vnnser nachkumen. bey unnsern fürstlichen

eren trewen vnd wirden, auch bey den penen straffen vnd pussen. in diser vnserer verschreibung hernach begriffen. geredt gelobt vnd versprochen. Gereden geloben vnd versprechen auch wissentlich in krafft diss briefs, Das wir in vier Jaren den nechsten nach dato diss briefs, nach einander volgend, dem genanten vnnserm allergnedigisten Herren dem Römischen Keyser etc. oder seiner Keyserlichen gnaden nachkumen. dieselben xxxij M. guldein Rein. nemlich eines yeden Jares. auf sand Johanns Waptisten tag die sich von Sand Johanns Waptisten tag schieristkunftig, vber ein ganntz Jar anfahen achttag vor oder darnach vngeuerlichen viii M. guter oberlenndischer Reinischer guldein auf Ir geburlich quittanz aussrichten vnd betzalen. vnd Inen die. on all Ir wagknuss vnd schaden hinder den Rate zu Franckfort am Mayne anttwortten vnd legen. vnd damit nit vertziehen sullen noch wollen. in kein weis. getrewlichen vnd vngeuerlichen wo wir aber soliches nit tetten. vnd auf der obestimbten Zeit, eine oder mer. zalung wie vorberürt ist vertzugen, Alssdann sullen die anndern zil vnd zeitt, so wir dannoch zu betzalung der obestimbten Summ gelts. seind der vnbetzalt aussstunden, hetten, ab sein. vnd wir vnd vnnser nachkumen sullen vnd wollen alssdann, den genanten vnnsern allergnedigisten Hern den Römischen Keyser. vnd seiner Keyserlichen gnaden nachkumen, desselben aussstennden gelts. mitsambt allen Cossten vnd scheden. wo sy der durch solich vnnser sewmnuss vnd vertzug. in einich weg. geliten hetten. von stund on all ferrer weigerung vnd sewmnuss. auf Ir. oder Irer machtboten ersuchen. vnd begeren. von stund on alles vertziehen aussrichten vnd betzalen, wurden wir aber mit solicher betzalung wie ytz gemelt ist, auch seŵmig erscheinen, des doch nit beschehen sol, Alssdann haben wir vnd vnnser nachkumen. freiheit vnd Zöll des Stiffts Cöllenn genuglichen verwircht vnd verlorenn, vnd sullen noch wollen vns der. bey vnnsern fürstlichen wirden eren vnd trewen. nit mer gebrauchen. Sunder der obgemelt vnnser allergnedigister Herr der Römisch Keyser. etc. vnd seiner Keys. gnaden nachkumen mugen die on all ersuchen vnd eruolgung geistlichs vnd weltlichs rechtens. zu Irenn hannden vnd gewaltsam nemen. vnd nach Irem willen vnd gefallen damit hanndlen. dawider wir vns. keinerley geistlicher noch weltlicher Recht freiheit priuilegia Statut gesetz noch gewonheit, noch auch einicher aussflucht noch behelfs wie die ymand erdenckhen mecht. nicht gebrauchen. dann wir vns der aller. vnd yedes besunder. ytzo als dann vnd dann als ytzo

genntzlich begeben vnd vertzeihen wissentlich in krafft diss briefs. alles getrewlichen vnd vngeuerlichen vnd des zu vrkund. so gebenn wir für vnns. vnd vnnser nachkumen. seinen Kays. gnaden vnd Iren nachkumen disen brief. besigelt mit vnnser Lanndtgraf Hermans aigen anhangundem Insigel, vnd Zu mererer sicherheit vnd getzeugknues. haben wir mit fleiss gebeten, etc. vnnsere Rete vnd lieb getreuen Emerich von Lanstein. Wilhelm von Bibra, beid Ritter. n vnd n. das Sy Ire Insigel auch an disen brief gehennckt haben, In. vnd Iren erben onschaden, Geben etc. zu wienn am 19 tag des Monats Decembris 1480.

LVIII.
1480.

Relation Werdenberg, des Reichs anntwurt auf dem tag zu Nurnberg 1480.

Actum Anno etc. Lxxxmo.

Vermerkht die werbung von wegen der kayserlichen Maiestat an die Curfürsten und Fürsten und die gantz besamung des yetz gehalten tag hie zu Nurenberg und darauf antburt und handlung so sich dann begeben haben auf das khurtzist begriffen durch mich G. Hawgen von Werdenberg etc.

Von erst so hab ich den Curfürsten und Fürsten und der gantzen besamlung gesagt seiner kaiserlichen Maiestat freundtschaft genad und genedigen willen und darauf in allen seiner kaiserl. Maiestat Credentz geben.

Item auf die Credentz gesagt in allen, was sein kaiserl. Maiestat verhindert hab, das sein kaiserl. Maiestat nit in aigner person chumen sei, das sey die ursach die swåren und unrechtlichen krieg von dem kunig von Hungern und dem Turkhen als sy das in der red bas vernemen werden.

Item darauf so hab Ich den Curfürsten Fürsten und der gantzen versamung erzelt den grossen und swaren fall damit die heilig cristenhait beladen ist mit dem Turkhen, mit den umbstenden und artigkhel so dann sich darzu gepurd hat und voraus das Ir gnad well ansehen die manigfeltigen tåg die man in dem heiligen reich so gar unfruchtperlich gehalten hat, daraus erwagsen ist die uberhandt der Turkhen

das sy nu an alles mittel an der dewtschen nacion sein und der kayserlichen Maiestat landt nu wol xij jar uberzogen hand und nu den negsten zug chawm zwo tagraiss von der Herren von Baiern landt gewesen, das alles nach notdurft erzelt.

Item zu dem andern den Sweren und unrechtlichen krieg des kunigs von Hungern uber all aid und verschreibung, so dann sein kaiserlich Maiestat von im hat, dadurch dann der Turkh nit clain gesterkht wird, sein inzug desterbas verbringen mag und voraus so der kunig die schloss und Stet innhat so dem Stift zu Saltzburg zugehören, als man dann an dem negsten zug wolgesehen hab und das alles mit den wortten auf das allerhechst erzalt so sich dann darzu gebürt hat.

Item so stell der khunig von Hungern auch nach der Stat Saltzburg, der er weder zu dem krieg der Turkhen, wo er den ubet noch zu dem krieg wider sein kaiserlich Maiestat bedorft sonnder darinn wol abzunemen ist was solh sein furnemen auf im tregt, das alles nach der leng erzelt dabei Ir gnad und die gantz samlung wol haben mugen versten, das der khunig nit mit der kaiserlichen Maiestat kriegt von wegen der zalung der im dann die kaiserlich Maiestat nit vor ist gewest nach lawtt der verschreibung sunder das solher krieg Ir aller gnaden er wird und Stend beruren ist.

Item darauf die Curfürsten Fürsten und die gantzen besamung ermant und gebeten als cristenlich kurfürsten und fürsten auch undertan der keiserlichen Maiestat und des heiligen reichs das sy wellen ansehen den almechtigen got den heiligen gelauben und die kaiserlich Maiestat als iren rechten herrn und gesipten freundt und wollen dem heiligen glauben ewrer kaiserlichen Maiestat hilf und beistandt thun, damit die kaiserlich Maiestat und ire landt und lewt mitsambt dem Ertzstift von Saltzburg nit von dem Turkhen also verdrugkht und von dem Kunig von Hungern von der dewtschen nation gedrungen werden, denn wo das beschehen sold das got verhuetten well, mugen Ir aller gnaden und die gantz versamlung wol ermessen was grosser unwiderbringlicher schad der cristenhait der dewtschen nation und In allen daraus erstund, das alles nach allerleng mit den umbstenden und artigkel erzelt so dann notdurft darzu gewesen ist.

Item darauf den Curfürsten, Fürsten und der Samlung gesagt wie die Ewer k. Majestat anlang durch treffenlich person und auch durch geschrift, das der kunig Ewer kaiserlich Maiestat in vier weg

hoch verungelimpf, das sich doch in warhait nit erfindt sunder sein poshaftig wesen damit er umbget verdeckhen wil.

Item von erst so hab in ewer kaiserlich Maiestat in den Behemischen Krieg gefürt und in darinn verlassen, das er und die Kron zu Hungern in gross scheden sein chemen.

Item zu dem andern warumb sich der krieg ietz vernewt hab das sey die schuld das In ewer kaiserlich Maiestat nit bezalt hab. Item zu dem dritten so halt ewer kaiserlich Maiestat den von Gran wider in, der im und seinem kunigreich gross guet entpfürd hab. Item zu dem vierden so hab er den Stift Saltzburg in seinem schutz und scherm muessen nemen, das in ewer kayserlich Maiestat wider recht hab wellen dringen.

Item auf die artikel all ist ewer kaiserlich maiestat nach aller notdurft verantburt und auf ieden artikel in sonder unnd wie sich die sach alle begeben hat nach aller leng erzalt dabei die Fürsten und die gantz versamung verstunden, das ewer kaiserlichen Maiestat unrecht beschicht.

Item und in sunder wie sich der kunig hatt gehalten ietz in der teding gen Hertzog Jorgen und auch mit den Turkhen damit Ir gnaden all und die gantz besamung destermynner solten furnemen zu tedingen Ewrer kaiserlichen Maiestat sich selb und die nation vor schimpf und schaden zuuerhuetten.

Item auf das alles haben mein Herren die Fürsten und die besamung ein bedacht genomen und sich nach gewonhait des reichs in drei råt getailt, die curfürsten in ainem, die fürsten geistlichen und weltlichen in ainem, die Stet auch in ainem.

Item darnach auf iren bedacht die antburt geben. Von erst sy haben mit betruebten hertzen als cristenlich curfürsten und fürsten und undertan ewrer kaiserlichen Maieståt und des heiligen reichs den swåren vall der heiligen cristenhait auch das anligen ewrer kaiserlichen Maieståt als ires rechten Herrn vernomen, und darauf mit vil worten da zuegesagt Ewrer k. Maiestat da hilf unnd beistandt ze thun wider den Turkhen mit xvm. mannen zu ross und zu fuess, darauf ich in gesagt hab, Ewer k. Maiestat hab sich albeg versehen und noch sy werden den heiligen glawben und ewer k. Majestat nit verlassen, alsdann ir zusagen ietz innhalt. Nu haben sy von mir vernomen den grossen und swåren krieg von dem kunig von Hungern damit ewer k. Maiestat swårlich beladen sei unnd darauf

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