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des Klosterszhalben Klingental wider die Klosterfrawen so daraus sind, auf sand Jacobstag schierstkünfftig für uns wo wir zu denselben zeiten in unsern lannden sein werden kumet oder etlich mit gewaltsam sendet, so wellen wir Ew gegen denselben Klosterfrawen oder irem procurator Ewrer irrung hôren oder schaffen zuuerhören und darnach versuchen Ew gutlichen zuuerainen, wo das aber nit gesein mag, verrer darinn handeln was sich gepůrt. Geben zu Insprugg an mitwochen nach dem Suntag Exaudi anno domini etc. octuagesimo primo.

An den prior des Closters zu den predigern zu Basel.

2. Edler lieber getrêuer. Wir haben den Predigern zu Basel und irem anhang des Klostershalben Clingental und den Klosterfrawen so daraus sind ainen tag für uns gesetzt auf sand Jacobstag schiristkunfftig. Emphelhen wir dir, daz du all nutz rentt und gult, so sy in unserm land haben in verhafft legest und die kainem tail untz auf verrer unser beulh volgen lassest, daran tust du unser ernstliche maynung. Datum ut supra.

An den landtuog(t) in Elsass.

Minute. Papier. Haus- und Staats-Archiv.

S. D. (1481, Juli.)

o) a) Durchleuchtigister hochgeborner fürst|

Genedigisterr Herr|

Als ewrenn fürstlichen genaden der Hochgeborn und Hochwirdiger margckhgraff Jorg von Badenn Bischollffe zw Mettz und der wolgeboren Graff Oswollt von Tierstain ewern hochmachtigen | fürstlichen genaden geschriben und weilandt löblicher gedachtnuss Ewr fürstlich genaden Kantzler und pischollff zu Costnitz angerueft und erpyten haben, den handell der zer storung gewalts uns beschehen in ewerm fürstlichen genaden schirm und landtschafft darin | unser gotzhawss von seiner stiftung gehort und von allen fursten | von Osterreich biss auf die hewtigen zeit genådiklichen gehalten und geschriben sind. Durchleuchtigister hochgeborner genedigister| fürst, etlich in der stat Pasell prouinciall und prediger mit irem aignem gewalt unns vertriben und das gotzhawss under sich zw zogen habent und mit grossem schenckhen und myten als man war

lichen redet by xvjmo gulden unde unns mit irem schenckhen | in alle wege hindern zum Rechten. Hochgeborner genedigister | und hochmächtigister fürst der yetzig Bischollff von Costentz | hat unns auch genediklichen zw gesagtt an Ewr fürstlich genad | zerwerben umb schirm euch (auch) dabey verpoten unns hat in kaynerlei | weg mit dem prediger und irem anhangkh kain rachtung auf- zenemen dan er en wollte nit wider ewr furstlich genad schirmung | thuen noch an ewr fürstlich genad wissen desgeleichen sein gerechtikait nicht nachlassen. Durchleuchtigister genedigister | fürst, was geist den selbig pischollff beweget wissen wir nit, er hat unns gantz verlassen; man redot warlichen ymo. gulden sei dy ursach. Genedigister Herr wir rueffen ewr fürstlich | genad an als unnsern allergenedigisten landtsfürsten schirmer und kastvogtt unns wellent ewr fürstlich genad schirmen und das wir wider in unnser gotzhawss chomen mit seinem zwgehorung, wellen wir in aller pillikait gen Ewern fürstlichen | genaden dienstlichen unns erzaigen und von unnserm weiter und mer dan dem Bischollff von Costentz worden sey. Auch genedigister fürst das unns unser gueter in ewern | fürstlichen genaden landtschafft entschlahen werden und | unns in gan mogen, das wir unns mit recht erweren mogen, und hiemit beuelch wir unns ewern fürstlichen | genaden als unnserm genedigisten fürsten und castvogt und schirem herr E. F. G.

Beilage zu b).

Prierin und gemainer Conuent der aussgetriben frawen kloster Klingentall.

Orig. Papier. Haus- und Staats-Archiv.

1481, 26 Juli.

b) Sigmund von gotes gnaden |

Ertzhertzog ze Österreich etc. |

Getrewen lieben, wir sennden Ew hierinn beslozzen ain supplication so uns die priorin und annder kloster- frawen ze Clingental in der klainen stat Basel haben furbringen lassen (s. a.) die Ir vernemmen werdet und nachdem wir in gegen dem prior predigers orden ze Basel solher irer irrung teg fur | uns geseczt haben, emphelhen wir

Ew, daz Ir bede tail an unnser stat aigentlich verhoret und darein sehet, demnach solhz unnser Oberkhait aigenschafft der vogteyhalben auch beruren tut und | solh kloster in unnserm aigentumb ligund ist, daz uns desshalben kain abpruch beschehe oder entzogen werde; und wie Ir die sachen in solher verhöre vernemmen werdet, uns des mitsambt ewerm rat berichtet und vor darinn endtlichz nicht besliesset verrer wissen darinn | zu hanndeln. Daran tut Ir unnser ernstliche maynung. Geben an unnser Clawsen bey Můlbach | an pfincztag nach sand Jacobstag des heiligen zwelifboten, anno domini ete. lxxxj. |

Von Aussen: „Unnsern getrewen Lieben
„unnsern Reten zu Insprugk.

„Velpach"

D. Archidux! per se ipsum. [

Orig. Papier. Haus- und Staats-Archiv.

1482, 13. November.

p) Dem Durchluchtigen Hochgepornen fürsten und Herren Hern Sigmunden Ertzhertzogen zu Österich etc. unnserm gnedigisten und forchtsamsten Herren. |

Durchluchtiger Hochgeborner fürst, gnedigister Herr, uwern fürstlichen gnaden syent unnser innig | demůttig gebett und schuldige dienst noch allem unnserm vermögen allezitt voran bereit. Durch-| luchtiger fürst gnedigister Herr, wir geben u. f. gnaden demûttiglich ze erkennen, das wir uff suntag noch sant gallentag nechstuergangen in u. f. g. gotzhus zů Clingental wider ingesetzt sint worden, des denn der mereteil des Rats und gantze gemeind der statt Basel nit wenig erfrowet sind, der allmechtig gott mitsampt der hymelkunigin und jungfrowen Maria und alles himelsch her syent dar-umb gelopt und geeret. Hand ouch die prediger und der widerteil mit irem anhang so vil nuw fund arg-list und geuerden mit manicherley abentur darinn gesucht und gebrucht, die sachen zu verhindern das nit wol ze schriben ist, sunder der hochgelert Doctor Conrat Sturtzel und ander u. f. g. Råte mit mund wol erzellen können wir yetz wol empfunden hand. Hette u. f. g. sich mit guten worten oder wercken| lassen verwysen, daran hette der widerteil gelt noch gut nit gesparet.

Dancken wir darumb dem all-mechtigen gott, das er u. f. g unserm forchtsamesten fursten vernunfft und wyssheit hatt verlichen, das | u. f. g. lieber ist die gerechtikeit dann gelt und gut, dadurch dann wir armen frowen wider zu dem unserm komen sint und u. f. g. sin oberkeit und castuogtie hatt behalten, das wir und unnser fruntschaft | gar hoch betrachten und zu ewigen tagen nit vergessen sunnder allzitt mit unserm innigen gebett mit | sampt allem das wir haben und leysten mogen demůttiglich und underteniglich understan wöllen zu|verdienen. Erkennent ouch das wir durch niemant anders dann des allmechtigen gotts schickunge und u. f. g. erbårmungen die der rechtuertikeit und sin oberkeit zu behalten geneigt ist widerkommen sint zu dem unnsern. Gott welle uns gonnen das wir das gegen u. f. g. verschulden und verdienen mogen, wir ouch alle tag ein mess in sunderheit hand beschickt zu ewiger gezugknissz den allmech-tigen gott zu eren das er u. f. g. lang in guter frist gesunt uns ze trôsten sparen well; ouch wellen wir sust mit flys den allmechtigen gott für u. f. g. bitten. Ouch sollich zusagen u. f. g. beschechen von dem | Edlen und wolgebornnen Junckher Martin von Stouffen und dem probst von Veltpach unsern lieben Junckhern und herren verschriben und versiglet wellen wir ob gott wil vollziechen noch allem unserm | vermogen und sint yetz in werbunge, das wir in u. f. g. hand gar in kurtzem wellent schicken alles das wir uff disssmal mogen uffbringen und erzoigen als die gehorsamen, bisss das uns gott die hend | lenger erstreckt. Bitten damit u. f. g. wie wir aller demuttiglichest können, das u. f. g. uns nit ver- lassen sunder uns gnediglichen schirmen und sin oberkeit behalten wolle. Das wellent wir all- zitt gegen dem allmechtigen gott mit unserm demůttigen gebett nacht und tag understan zu ver- dienen, der u. f. g. lang gesunt spare in sinem dienst uns armen undertanen ze trösten. Geben | uff mitwuchen noch sant martinstag im lxxxij jare. | Uwer fürstlichen gnaden

Demůttigen andechtigen Priorin und | gemeiner Conuent des gotzhus Clin-| gental willigen dienerin

Orig. Papier. Briefform. Haus- und Staats-Archiv.

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