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URKUNDENBUCH

DER

STADT BASEL

HERAUSGEGEBEN VON DER

HISTORISCHEN UND ANTIQUARISCHEN GESELLSCHAFT

ZU BASEL

ACHTER BAND

BEARBEITET DURCH

RUDOLF THOMMEN

BASEL
R. REICH VORMALS C. DETLOFFS BUCHHANDLUNG

1901.

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5

1. Graf Johann von Thierstein tritt seine Forderungen an die Stadt Basel seinem Sohne Oswald ab.

.

1455 Januar 7. Original St. Urk. n° 1548. Das Siegel hängt.

Ich grave Johans von Thierstein, pfallenzgrave der meren stifft Basel, herre zů Pfeffingen, bekenn und tůn kunt mengklichem mit disem brieff, das ich umb natürlich trúw und liebin, ouch gesunt libs und vernünfftig miner sinne mit wolbedochtem můt dem wolgebornen groff Oswald von Thierstein,

minem elichen lieben sune, alle gerechtikeit vordrung zůspruch und sachen 10 ganz nicht uszgenommen noch hindan gesundert, so ich an die fürsichtigen

wisen burgermeister, den ratt und gemein stat Basel im rechten ze Colmar erlangt und erfolget hab noch lut der spruchbrieff darumb begriffen, usz minem gewalte und von minen handen willecklich übergeben hab und gib

im die in der besten wis und formen, als man denn nach recht und gewon15 heit pfligt ze tůnd wissentklich in craft disz brieffes zů sinen handen und

gewalte ze gewinnen und ze verlieren in der sach, also das er und wer im darzů gehellen helffen und raten wil in semlichen obgemelten sachen gerechtikeit vordrung und zůspruchen gegen den von Basel noch ordnung

des rechten oder usserhalb, wie sich geburt, nach sinem gevollen handlen 20 tůn und lossen mögent als umb ander sin eygen gůt und sachen unwider

rúfflich und unansprechig ungesumpt und ungehindert min und aller mengklichs von minen wegen, und verzich mich ouch solicher gob gerechtikeit vordrung und ansprechen gegen den von Basel nu und hienach und gib

die in hand und gewalt dem obgenanten minem sune, als vor stot, gelob 25 und versprich do mit minen guten trúwen an eydes stat in crafft dis brieffs,

sólich gob stett ze haltent, dawider nit ze redent, ze komen noch ze tůnd mit geistlichen oder weltlichen rechten oder on recht heimlich oder offentlich noch sust in dehein wise alle geverde herinne ganz vermitten. Des zů vestem

und warem urkunde aller vorgeschribnen sachen hab ich grare Johans ob30 genant min ingesigel gehencket an disen brieff, der geben wart am nechsten

cinstag nach dem 18blichen hochzit der heiligen drier kunigen, so nempt den zwölfften tag, in dem jar noch unsers herren gebúrt tusent vierhundert fünfzig und fünff jaren.

L'rkundenbuch der Stadt Basel.

VIII.

1

2.

1. Hanns von Flachslande ritter burgermeister und der rate zů Basel erklären, dass Frau Bechte Ketsch von Hagenau, die früher einen Zins von 25 ft. Rh, von der Stadt Gütern um 500 fl. gekauft hat, ihnen noch herussgeben und gewert het 125 fl., damit nu die 25 fl. gelts gesteigeret und ye

5 von 25 fl. ein gulden gelts erkoufft ... hat.

II. Desgleichen, das Reinbold Diebolt der Gerber von Strassburg uff das ... houptgüt von 600 fl. mit einem Zins von 30 ft. noch herussgeben .. hat 150 fl.

1455 Januar 17 Originale St.Urk. n° 1550 und n° 1551. Das Siegel der Stadt ist an beiden Urkunden, die durch Schnitte kassiert sind, abgeschnitten. 10

3. Schultheiss und Rat von Säckingen quittieren Bürgermeister und Rat von Basel über 300 ft. Rh., so sy uns by dem köff der vierhundert eichbomen, die sy kurzlichen von uns nach lut ir brieffen gekofft hand, schuldig gewesen sint.

1455 Februar 5. Original (Papier) Land- und Waldakten N 4. Das vorne auf. 15 gedrückte Siegel ist abgefallen.

4. Kaiser Friedrich teilt dem Johann Fanckhauser d. j. von Luzern mit, dass Dietrich von Sennhein schultheis, Jacob Waltenheim, Heinrich Steinmetz, Dietrich Krebs und Osswalt Stehelin, burger zů Basel, in gemein und insunders und dann auch Hanns Mürer, Claus Heilprun, Claus Meder, 20 Hanns Súrlins, Conrat Brun und Mang Pfunsers, etwen gerichtzschriber zů Basel, und Jorg vom Rotten nůzemal wonend zu Nuemburg, durch iren volmechtigen anwalt und procurator als beswert an uns berüfft und geappellirt von eynem spruch und urteil durch burgermeister und rate der statt zů Zürich wyder sy und für dich gesprochen, und ladet ihn deshalb vor sein Gericht. 25

Wiener Neustadt 1455 Februar 6. Abschrift in VBO. von 1455 März 5, St. Urk. no 1559. Das Original war, laut Bemerkung in VBO. ein papirin brieff ... mit dem kaiserlichen zu rugk uffgedruckten ingesigel und dem Kanzleivermerk: Ad mandatum domini imperatoris Ulricus Welzli vicecancellarius.

30

5.

Die Städte Bern und Solothurn tauschen mit dem Bürgermeister und Rate der statt Basel, unsern gåten frúnden und getruwen lieben eytgenossen, Adelheid Ninlist von Oberbuchsiten, des Heinrich Baumann von Waldenburg Frau, die ihre gemeinsame Leibeigene war und in die Herrschaft Bechburg gehört hat, gegen Margareta von Arx, Heinrichs von 35 Arx sel. Tochter aus dem Amt Waldenburg, die aber der von Basel eygen gewesen ist.

1455 Februar 24. Original St.Urk. n° 1557 (A). An A hängen die beiden Sekretsiegel von Bern und Solothurn.

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