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Scherenkofen oder Schernkofen lag bei Ihrtngen am Kaiserstuhl. 1341. Thenneb. Güterb. f. 346.

Schonabrunnen war ein casalium bei Mußbach im Amt Emmendingen. 1341. Thenneb. Güterb.

Schorren war ein Hof bei Wöpplinsberg im Amt Emmendingen. 1341. Thenneb. Güterb.

Sedenhöfen war ein Ort bei Ottersweier in der Ortenau. 1583. See wird im Urbar von Allerheiligen von 1526 als ein Wohnort in der Ortenau angeführt.

Singelen oder Singellen. War ein Ort bei Waldshut. Im Berain von 1536 wird die Straße und der Weg gen Singelen mehrmals angeführt. Sinthofen wird als ein Kirchdorf 1184 im Breisgau erwähnt. Neugart episc. Const. 2, 593.

Steina oder Welschensteina wird bei Staufen im Breisgau erwähnt. 1341. Thenneb. Güterb.

Steinebronnen, Ober- und Unter-, werden als zwei Orte angegeben. 1028. Trouillat 1, 161 hält dies für einen Frrthum der Urkunde und erklärt beide Orte für Ober- und Nieder-Steinbrunn im Oberelsaß. Es werden darin aber auch Moseberch und Lurberg genannt, die weder im Elsaß noch im Breisgau vorhanden sind und dem Terte nach keine bloßen Feldnamen waren.

Stunzingen. War ein Ort bei Waldshut, denn im Berain von 1536 wird eine Karrenstraß gen Stunzingen erwähnt.

Sulzhof. Lag in der Gemarkung Vörstetten im Breisgau, im untern Felde. Thenneb. Güterb. von 1341.

Túrmunigen, lag bei Vörstetten im Breisgau, war ein Filial von diesem und hatte noch 1482 eine Kapelle. Visitat.-Prot. Es hieß auch Thirmendingen. 3tschr. 11, 251. Die beiden Kirchen zu Denzlingen s. Georgii und capella, olim ecclesia s. Michaelis werden 1482 angeführt.

Ufhofen. Im Thenneb. Güterb. f. 57 a steht: monasterium in Nidingen sive Ufhofen infra civitatem Fürstenberg. Der Ort, worauf das Kloster bei Neidingen stand, war die Pfalz Karl's des Dicken; der Namen Ufhofen scheint also diese Stelle zu bedeuten. Das Kloster hieß Mariahof.

Valwenhaslow. War ein Ort in der Gegend von Achern mit einer Burg. Urbar von Allerheil. 1526.

Walawinkel lag bei Serau im Breisgau. 1341. Thenneb. Güterb. Neugart episc. Const. 2, 586.

Waldfeld wird ein Ort bei Ottersweier in der Ortenau genannt in der Renovation von 1583.

Walhofen. Lag bei Ottersweier in der Ortenau nach der Nenovation von 1583. Es heißt darin, der Pfarrer habe einen Hof, der „vor zeiten Walhof gehaissen."

Wegersheim. Lag bei Auggen im Breisgau. Im Thenneb. Güterb. von 1341 wird es bei jenem Orte erwähnt, versus Wegersheim.

Welkheim. War ein Ort bei Eppingen. In der Beschreibung des Pfarrguts von 1508 heißt es: „acker am Weldkamer weg." Daß darunter ein Ort verstanden ist, beweisen die Einträge: „am Demerer oder Temrer weg", welche den noch bestehenden Dammhof bedeuten. Welcam lag gegen Rohrbach und wird f. 17. 18 bei der Lonbach und Frauenbrunnen angeführt.

Windhusen. Zu Munzingen im Breisgau wird eine Feldgegend ze Winthusen genannt. Günthersth. Urbar 1344.

Winstein. In dem Konst. Pfründereg. von 1482 wird die capella Winstein als Filial von Kirchzarten bei Freiburg angeführt und gleich darauf bei Freiburg bemerkt: ecclesia quondam Winstein, consumpta est cum villa per alluvionem Reni (1. Treisamae), est adhuc ibidem una curia Johannitarum et solvuntur adhuc bannales decimarum per Johannitas. Da die Pfarrei Kirchzarten den Johannitern zu Freiburg gehörte, so lag wol auch Winstein in der Nähe.

Wissenbach. Lag in der Ortenau. Urbar von Allerheiligen v. 1347. Witenbühel war ein Hof bei Algersberg. 1341. Thenneb. Güterb. Vgl. Neugart episc. Const. 2, 586.

Witegowenhusen, wird mit Unteröwisheim und Zaisenhausen im 10. Jahrh. erwähnt, scheint also im Kraichgau gelegen zu sein, und ist vielleicht ein anderer Namen für Landshausen, ehemals Nanteshusen. Traditt. Wizenb. ed. Zeuss p. 292.

Wolfenhofen wird ein Ort bei Henkhurst (alt Hemychenhurst) im Amt Bühl genannt im Landbuch von 1540. Vielleicht ist es aber nur ein älterer Namen für Balzhofen, wozu Henkhurst gehört.

Zesiken lag bei Brombach im Wiesenthal, wo angeführt werden: „matten ze Zesiken under der strasse, die gen Stein (das Dorf Steinen) gast.“ Urb. von St. Blasien von 1460. Es heißt auch Zesikon, und im Urb. von 1350 kommt ein B. v. Zezikoven vor, der bei Krozingen Güter hatte. Klewin von Zezzikoven hatte zu Schlatt Aecker 1344. Günth. Güterb. fol. 11. Zezikein kommt auch 1346 vor. Nach der angegebenen Lage kann man es nicht für Zizingen im Amt Müllheim erklären. Auch das Thennebacher Güterbuch von 1341 f. 5 erwähnt eine domina de Zezikoven zu Ampringen.

Urkunden über Lothringen.

(Schluß.)

Mone.

36) Graf Eberhart von Zweibrücken leistet mit seinen Verwandten dem Ludwig von Liechtenberg Sicherheit für eine Schuld von 300 Pfd. Heller. 1329. Juni 5.

Wir grave Eberhart von Zweinbrucken, herre zu Bize tůnt kunt allen den, die disen brief gehörent oder gesehent lesen, daz wir sculdig sint rehter sculden unserm öheim Ludewigen, herren zu Lichtenberg driu hundert phunt geber haller; di selben haller und den schaden, der druf gat von nu pfingesten aller nehest komet, so öch di haller uf unsern schaden erlehent wrdent, globen wir fur uns und unser erben im und sinen erben zu geltenne und zu gebenne bi güten truwen an

alle geverde zu sant Andres dag, der nu zû nehest komet, an alle ge= verde, und das er und sin erben des sicher sint von uns und von unsern erben, so han wir im zů burgen gegeben unverscheidenliche unser öheim Hugelman herren von Vinstingen und Walraben herren zů Zweinbrucken, hern Eberharten Buller und hern Wilhelme von Burn 2 rittere, also, were es, das ich oder min erben unserm öheim vorgenant von Lichtenberg oder sinen erben niht vergolten hettent di vorgenanten summe haller mit allem dem schaden, der denne druf gangen ist bicze zu dem vorgenanten zil, genczelich und gerwe an alle geverde, so suln wir und Hugelman und Walrabe unser iegelicher antwrten zwene rittere, welher selber niht leisten enwil, an alle geverde, und her Eberharte und her Wilhelme och vorgenant sich selber mit irn selbes liben antwrten zu Nuwilr in die stat in den aht dagen, wenne wir gemanet sint, nach dem vorge= nanten zil von dem vorgenanten Ludewigen, von sinen erben oder von irn gewissen boten zu huse oder zu hove, oder munt wider munt, zů veilme köfe nach rehter giselschaft gewonheit, und niemer dannan zů komenne, Ludewigen und sinen erben si ê vergolten genzeliche und gerwe höpgut und wocher und aller der schade, wielich er denne ist, der druf gangen ist, an alle geverde. were aber, das wir brechent und niht enleistent, das got wende, so sol und mag uns, unser gût und unser lute und öch ir güt der vorgenante Ludewig und sin erben anegrifen und pfenden mit gerihte und ane gerihte und ensol di pfandunge noch das anegrifen niht gan weder an geistlich noch an weltlich gerihte noch an den lantfriden noch an friheit noch an gewonheit stete noch des landes, und was si oder ir helfere der pfandunge und des anegrifennes schaden nement, das globen wir in abezetün genßeliche und gerwe, irn worten dor umb zů glöbende Ludewiges vorgenant und siner erben an alle geverde. Es ist öch berette, das wir und di vorgenanten unser burgen antwrten sulnt einen manôt nach dem vorgenanten zil, wir leistent oder niht, unverscheideliche bi güten truwen Ludewigen und finen erben gütiu pfant, di si versezen mugent under Juden oder Kristen fur schaden und höpgüt an alle geverde. (das) dis war si und veste, so han wir Eberhart vorgenant von Zweinbrucken sculdener unser ingesigel gehencket an disen brief zu eim urkunde diser dinge. und wir Hugelman herre von Vinstingen, Walrabe herre von Zweinbrucken, Eberhart Buller und Wilhelme von Burn rittere vorgenanten veriehent aller der dinge, die hie vor von uns gescriben sint, und globent si stete zu haltenne unverscheidenliche bi güten truwen an alle geverde und vercihent uns dor uber alles geistli

Und

ches und weltliches gerihtes und alles rehtes, do mit wir uns behelfen und beschirmen mohtent wider disiu vorgescriben dinge. und (das) dis alles war si, so han wir alle unser ingesigel an disen brief gehencket, der wart gegeben, do man zalte von gottes geburte driuzehen hundert jår und nune und zwenzig jar an dem mendag aller nehest vor dem pfingestage.

Orig. im Archiv zu Darmstadt. Siegel in grauem Wachs: 1) rund, mit dem Löwen im Schilde. Umschr.; † S'. EB'H .... GEI . POT. Schlecht ausgedrückt. 2) fehlt. 3) Bruchstück mit dem Löwen über dessen Hals ein Rechen gelegt ist. 4) fehlt. 5) mit einer Angel im Schilde. Umschr.: ... WILH’MI . MILIT...

1 Puller von Hohenburg. S. Bd. 8, 177. 2 Niederbronn nordwestlich von Hagenau.

37) Heinrich von Finstingen verspricht dem Haneman von Liechtenberg Frieden und Schadloshaltung auf 4 Wochen. 30. März 1330.

Jch Heinrich herre von Vinstingen dun kunt allen den, die disen gegenwertigen brief sehent oder gehorent lesen, daz ich gelobe in guten truwen einen steten friden hern Hanemanne hern von Liehtenberg und allen den synen frunden und helfern fur minen hern den bischof von Meze, alle fine frunt und helfere, und fur das bistom von Meze gemeinlich von disem palmedage ung uber vier wochen, daz ist zů wissende, ung dem sonnedage, do man singet Jubilate, und den dag allen ane geverde; und geschehe dem vorgenanten Hanemanne hern von Lichtenberg, sinen frunden oder helfern kein schade von dem vorgenan= ten minem hern dem bischofe oder von sinen frunden oder helfern, oder von dem bistom von Meze, den gelobe ich im uf zů rihtene anc alle geverde. Und dez zu einem urkunde, so habe ich min ingesigel an disen brief gehenket, der wart gegeben, do man zalte von got geburte drüzehen hundert iar und xxx jare des fritages vor dem palme dage. Orig. zu Darmstadt, Siegel abgegangen.

38) König Johann von Böhmen verspricht dem Otto von Ochsenstein für seinen lebenslänglichen Dienst 600 Pfd. Heller. 27. Mai 1330.

Nos Johannes dei gracia Boemie et Polonie rex ac Lucemburgensis comes, scire volumus universos, quod quia nobilis vir Otto de Ochsenstein nobis omnibus vite sue diebus et temporibus cum omni sua potencia atque posse contra omnem hominem absque dolo servire promisit, nos sibi proinde sexingentas libras hallens.

dare in festo b. Martini venturo proxime et solvere promittimus et spondemus, harum testimonio litterarum. Datum in Landow anno dom. milles. trecentes. tricesimo in die penthecostes.

Orig. zu Darmstadt mit dem Bruchstück eines runden Siegels in dunkelbraunem Wachs, worauf der quadrirte böhmische und luremburgische Schild, hinter demselben der einfache Adler. Umschr.: .... S. LVCCELENBVRG..

39) Derselbe gewinnt den Grafen Walram II. von Zweibrücken zum Lehensmann für 1000 Pfd. Heller. 1330. Aug. 5.

Nos Johannes dei gracia Boemie et Polonie rex ac Lucemburgensis comes notum esse volumus tenore presencium universis, quod nos spectabilem virum Walramum comitem de Gemino ponte, consanguineum nostrum, in nostrum comitum et comitatus nostri Lucemburgensis conquisivimus hominem ligium, fidelem et vasallum, nosque sibi pro eo, quod ipse noster ac dicti comitatus nostri homo ligius et vasallus est effectus, mille libras hallensium a festo beati Remigii affuturo proxime ad unius anni spacium continue revolutum dare et solvere promittimus et tenemur, qua quidem summa pecunie per nos vel heredes nostros sibi aut suis heredibus persoluta ex tunc ipse Walramus vel heredes sui in............. propriis comitatui nostro Lucemburgensi viciniis adiacentibus centum librarum hall. redditus annuos nobis vel heredibus nostris iuxta arbitrium et taxacionem duorum fidelium nostrorum, quos ad hoc deputaverimus, demonstrare tenebitur ac assignare, quos ipse comes Walramus et heredes sui a nobis, heredibus et successoribus nostris comitibus Lucemburgensibus in feudum perpetuo habere, recipere et tenere debebunt ac nobis dictisque nostris heredibus et successoribus in expedicionibus et alibi fidelia et accepta servicia more aliorum nostrorum vasallorum de eisdem redditibus et bonis exhibere tenebuntur. In cuius rei testimonium presentes litteras fieri et sigillo nostro iussimus communiri. Datum in Hagenow anno dom. milles. trecentes. tricesimo, dominica proxima post ad vincula beati Petri apostoli.

Orig. zu Darmstaadt, Siegel abgegangen. Die Urkunde hat stellenweise durch Fäulniß gelitten.

Diese und die vorige Urkunde beweisen, daß sich König Johann zu seinem Zuge nach Tirol und der Lombardei Vasallen verschaffte, was namentlich von dem Grafen Walram gilt, der auf diesem Zuge bei dem König war (Böhmer reg. Ludovici imp. S. 195), daher auch oben die expediciones besonders stipulirt sind.

Zeitschrift. XIV,

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